4.8.10
28.7.10
EachOneTeachOne
Drei CDs sind mir in die Hände gefallen, nein, geschickt worden - und das im doppelten Sinne. Geschickt mit der Post, geschickt vom Himmel. Via Facebook habe ich vom PAX-Projekt gehört, von EachOneTeachOne und deren Musik. Die Söhne Mannheims können sich hier noch etwas abgucken - das hier ist viel poetischer, melodiöser, schöner. Auf der CD "ROM" berührt mich besonders der Satz "Manchmal verlauf ich mich und weiss nicht mehr, wo ich mich befinde", auf "I have a dream" sind alle Songs gut, herausragend aber für mich die Tracks 14, 18, 19, und natürlich 22 mit dem Doro-Pesch-Thema "Alles ist gut" - "no it´s not all good" und vor allem 24, "my Sister".
Und das PAX-Project mit seinen indischen Einflüssen ist nicht nur etwas für Bollywoodliebhaber.
Drei gelungene CDs, unglaubliche Melodien, HipHop-Beats und tolle Texte, ich muss sie wieder und wieder hören, denn das ist Seelenmusik, Leute! :O) Ich kann das alles nicht wirklich in Worte fassen -
Alle Links - oder nach EachOneTeachOne bei Facebook gucken:
21.7.10
17.7.10
umweltfreundliche Rückführung von Toner-Kartuschen an ein bekanntes Unternehmen
Antwort: "sorry, aber der Adresszettel benötigt keinen Strichcode! Alle nötigen Informationen sind in der aufgedruckten IBRS-Nummer / Autorisations-Nummer (0871) hinterlegt.
Jedes Produkt, das diese Voraussetzungen erfüllt und in einer Kartonverpackung von guter Qualität verpackt ist, MUSS vom der Poststelle ohne Aufpreis in Empfang genommen werden, und zwar gemäß den internationalen IBRS- Regelungen hinsichtlich Sperrgutannahme."
Dem DHL Mann ist diese Reelung nicht bekannt. Als ich wiederholt um eine Lösung bitte, da ich sicherlich auch nicht die Kartuschen alle in die Filiale schleppe, um dort mein Glück zu versuchen, heisst es:
"sorry, aber zusammengebungen muss die Post natürlich nciht annehmen, weil es nicht den Vorgaben entsprichet!!!
Bitte drucken Sie diese Mail und die Adresse aus und kleben die Adresse auf jeweils nur eine originale Verpackung Ihrer Kartusche und geben dieses samt dieser Mail bei der Post ab. "
Haben Sie also 6 Leerkartuschen, dann die Adresse natürlich 6mal ausdrucken und auf jedes einzelne Kartuschen-Päckchen einen Adressaufkleber anbringen! "
Schlimm, wenn ich mich bei Fettdruck und "sorry, aber" angebrüllt fühle?
Und: Braucht vielleicht jemand leere Toner-Kartuschen? ;o))
15.7.10
Heizungsablesen die Zwölfte
Interessante Faktenbeschreibung.Seit zwölf Jahren kommt immer ein und derselbe unfreundliche Heizungsableser zu uns, was schon wirklich eine Leistung ist - denn die Firma nennt ihn Servicemitarbeiter, während von SERVICE nicht die Rede sein kann. Jedes Jahr beschweren sich verschiedene Nachbarn bei der Firma, aber den Mitarbeiter gibt es immer noch. Nicht, dass wir jemandem seinen Job wegnehmen will, aber jemand, der so fies ist, sollte nicht in Haushalte gehen und frech zu den Menschen sein. Mich würden mal andere Heizungsablesungssysteme interessieren und vor allem, wie die Leute dieser Firmen sind. Denn ein Einzelfall ist dies wohl nicht. Also mailt mir:o)
Interessanter anderer Erfahrungswert in diesem Blog:
http://blogs.uugrn.org/tags/blog/tag/karlsruhe/
Sehr interessant auch die Stellenausschreibung für diesen Beruf:
Tätigkeitsbeschreibung: Technischer Mitarbeiter (Monteur/Heizungsableser)
Die Hauptaufgaben unseres Minol-Monteurs/Heizungsablesers sind Ablesungen von Heizkostenverteilern, Wasserzählern, Wärmezählern, Kältezählern, sowie gelegentlich Gas-, Strom- und Fernwärmezählern für Abrechnungszwecke, und die Neumontage/Austausch von Minol-Messgeräten in Privathaushalten und Gewerbeliegenschaften, in Form einer Außendiensttätigkeit in den o. g. Regionen. Die erfassten Ablesewerte trägt der Monteur in dafür vorgesehene Formulare oder in einen Computer ein.
Diese Tätigkeit ist abwechslungsreich, interessant und sehr verantwortungsvoll, d. h. Ihre Bereitschaft Neues zu lernen und sich weiter zu bilden haben absolute Priorität.
Sie können sich in ein Team einfügen? Sie können aber auch gestellte Aufgaben eigenverantwortlich selbständig erledigen? Sie können sich für Ihre Arbeit selbst motivieren?
- Sie arbeiten gern mit Menschen im Außendienst?
- Sie sind bereit für Überstunden und Arbeiten auch außenhalb Ihrer Heimatstadt?
- Sie sind bereit alle Dienstleistungen und Messgeräte der Minol-Firmengruppe kennen zu lernen, und das erlernte Wissen praktisch umzusetzen? Sie sind bereit handwerkliches Geschick zu erlernen?
- Sie besitzen Grundwissen im Umgang mit einem PC, Internet, e-Mail?
- Sie sind umgänglich, freundlich, belastbar, kommunikativ und zuverlässig?
- Sie sind bereit, alles was Sie für eine erfolgreiche Arbeit in unserem Geschäft noch nicht wissen, zu erlernen?
Nach Ihrer umfassenden Einarbeitung und Ausbildung, während Ihrer Arbeit, können Sie im Anschluss alle Heizkostenverteiler, Wasserzähler, Wärmezähler und Kältezähler von Minol ablesen und selbst montieren bzw. austauschen, und wissen, wie eine Heizanlage funktioniert. Sie erlernen Grundlagen der Wasser- und Heizkostenabrechnung. Sie werden ein super ausgebildeter Minol-Monteur, der in unserer Service Station bei Eignung in einer Vollzeitstelle eine neue berufliche Perspektive finden kann.
Na, gute Reise!!!;o)
13.7.10
9.7.10
Das Ringelblumenexperiment
Monatelang wachsen grüne große Blätter nach und keine Blüte lässt sich blicken. Naja, die Begrünung für den Jess-Balkon hat ja so schonmal geklappt. Und dann: Vor sieben Tagen: Die erste Knospe an der ersten Pflanze. Zwei Pflanzen bleiben übrigens 10 cm klein, drei wachsen gar nicht weiter und die zweite Pflanze bekommt wenige Tage später auch eine Knospe. Da hat dann die erste schon zwei. Und heute ging es dann endlich richtig looooos: Meine erste Ringelblume blüht - und das ganz ohne grünen Daumen:o)
5.7.10
27.6.10
Buchtipp: Norbert Esser
Als ich vor Jahren aus meiner Heimatstadt "auswanderte" und dem Rheinland den Rücken kehrte, schenkte eine gute Freundin mir ein gutes Buch. Bei ihr hatte ich meine Ausbildung gemacht und nun sollten sich unsere tagtäglichen Arbeitswege trennen - niemals aber der übliche Kontakt aufhören. "Unterwegs in Sachen warmer Haut" hiess das Buch, ein im Selbstverlag herausgegebenes DIN A 5 Buch mit Gedichten eines Denkers, eines Mannes, der irgendwie hinters Leben zu gucken scheint und dessen Gedichte mich immer irgendwie berührt haben. Er schreibt übers Leben und vorrangig die Liebe und mein Lieblingsgedicht handelt vom Draußensitzen in Frieden, wobei diese paar Worte dieses Spezielle, Besondere nicht mal annähernd umschreiben können. Auch besonders ist, dass alle Seiten in seiner charakteristischen Handschrift geschrieben sind, nichts Künstliches, sondern Kunst ist das.
Neulich erzählte mir diese Freundin am Telefon, dass sie noch ein Exemplar braucht und es nicht schafft, es zu bestellen. Also, gesagt, getan, besorgte ich die drei Bücher des Norbert Esser, und ein Gedicht ist schöner als das andere. Zwar haftet an manchen einen Hauch Melancholie, aber das kennen wir alle und darum sind es solch tolle Seelengedichte, die, direkt ins Herz wandern und die einen hoffen lassen, dass er immer mehr schreiben wird. Zurzeit gibt es "Da habt Ihr es", "Am Ende des Regenbogens" und das erwähnte "Unterwegs in Sachen warmer Haut", das eines dieser Lebensbücher ist, das mich immer begleiten wird. Auch wunderschön sind seine Gedichte auf Postkarten, deren Bilder ihm ein befreundeter Fotograf zur Verfügung gestellt hat.
Als ich das Päckchen an meine langjährige Freundin abgeschickt hatte, dauerte es nicht lange und ich hatte ein Freudestrahlen auf dem Anrufbeantworter. So kann Herr Esser mit seinen Gedichten allen eine Freude machen - denen, die sie selber lesen und denen, die sie weiterverschenken ebenso wie den Beschenkten. Denn nichts anderes tut er mit seinen Zeilen, seinen Gedichten: Uns seine Gedanken schenken.
Wer mehr lesen will, sollte sich seine Seite anschauen http://esserartdeco.de/esserartdeco/Bestellformular.html
21.6.10
eigentlich..
20.6.10
19.6.10
18.6.10
Der Krebs ist und bleibt weg!
Gestern war ich dort, wo alles vor etwas mehr als 2 Jahren begann - in einer Karlsruher Schilddrüsenpraxis. Dieselbe Ärztin, die damals im Hals vergrößerte Lymphknoten neben der Schilddrüse und damit den Hodgkin entdeckte, konnte mich nun beruhigen - alle sind unter 1,1 cm klein - statt vorher 4,5. Was für ein glücklicher Tag!! Nach wie vor freue ich mich über Verlaganfragen, natürlich von jedem, allerdings weiss ich auch, dass gerade Krebs-Bücher boomen. Meins ist dennoch anders - mehr Freude am Leben, mehr Tipps - weil es zu meiner Zeit keines dieser Art gab. Genießt das Leben!!! Es ist Sommer.
Philharmonische Jugendakademie am 17. Juni im Festspielhaus
Vorfreude
Hingehen
Menschen treffenSchauen
Hören
StaunenKonzertverdruss ist
ein fremder, schlimm riechender Mensch neben einem
* mief *
ein Mensch neben einem, der schnarcht
ein Mensch daneben, der ihn weckt
und selbst ein Buch liest!!!
Aber: ansonsten war´s ein großartiger Abend – und ich bin voller Bewunderung, wie jemand so viele Menschen perfekt dirigieren kann. Etliche Chöre, ein Orchester mit Nachwuchs- & "alten" Talenten – das war gestern im Festspielhaus die Philharmonische Jugendakademie.
Eine junge Geigerin, die absolut souverän spielte, danach die bekannte Carmina Burana von Carl Orff von einer Menschenmasse gesungen - sowas sehe & höre ich gerne wieder!
12.6.10
Buchtipp: Die Bücherdiebin/Markus Zusak
Die kleine Bücherdiebin findet schnell Freunde in ihrer neuen Welt am Rande von München, wo sie bei Pflegeeltern wohnt und lesen lernt. Wer Bücher liebt, kann ihren Drang, die Buchstaben zu verstehen, nachvollziehen. Ihre Freunde sind ganz besondere Menschen - genau wie die etwas derbe Pflegemutter und der nachts an ihrem Bett über die Alpträume wachende Pflegevater. Schon nach kurzer Zeit hat man das Gefühl, sie alle schon einmal getroffen zu haben. Ein bisschen wie Momo zieht sie alle in ihren Bann, als sie im Luftschutzkeller aus Büchern vorliest oder mit ihrem jüdischen Freund Max Geschichten austauscht.
Am Ende des Buches, das man trotz der vielen Seiten erstaunlich schnell erreicht, braucht man auf jeden Fall eine ganze Packung Taschentücher - aber das ist ja auch mal ganz reinigend;o)
Autorenseite bei Random House
10.6.10
no limit im Alten Gefängnis Baden-Baden
Beeindruckend und gleichzeitig bedrückend präsentierte sich mir der gestrige Abend im Alten Gefängnis - hier spielen Schüler des Spielclubs U22 ab sofort ihr eigenes Stück - "no limit". Ob der enge Gefängnishof oder die ein oder andere Zelle - langweilig wird es sicher nicht. Man wird durch Gänge und Treppen geführt und sieht, mit welcher Freude die jungen Talente dabei sind. Außerdem ist dieser Ort ein besonderer, auch wenn man sich nur schwer vorstellen mag, wie wohl so eine kleine Zelle mal mit Bett, Toilette, Waschbecken ausgesehen haben mag...
8.6.10
my world in PINK 21/absolut pinker Buchtipp
Soeben habe ich ein absolut geniales Jugendbuch gelesen (der deutsche Titel Karma Girl ist leider nicht gut gewählt - born confused passt einfach besser) - es geht um Inder in den USA, einen Hauch, wirklich nur einen Hauch von Bollywood, viele bunte Klamotten und eine Prise Kitsch- ansonsten um Fotografie und mehrere Liebesgeschichten - die Liebe zu und zwischen Menschen, die Liebe zur Kunst, zum Leben - kurz: Tanuja Desai Hidier beschreibt ein ganz normales Teenagerleben, den Weg zu sich selbst und die Welt zwischen Starbucks, Nebenjobs, Uni und High School. Ein gefälschter Ausweis, besondere Fotografien, deren Entwicklung lang, aber nicht langatmig, beschrieben werden und Höhen und Tiefen einer Freundschaft - alles erzählt sie so plastisch, dass man sich als Leser fragt, wie das Leben der Mädels wohl gerade weitergeht.
Die Autorin arbeitet zurzeit an der Verfilmung, die es eigentlich nicht braucht, denn die bunten Bilder hat man im Kopf, aber Musik und bewegte Bilder können nicht schaden, sodass ich mich drauf unglaublich freue.
25.5.10
Buchtipp: Brief an mein Leben - Miriam Meckel
Ich habe lange nichts gelesen, genauer gesagt ein ganzes Jahr nicht. Gut, ein neuer Job bringt viele Eindrücke, Aufgaben, knappe Freizeit mit sich, manchmal will man ja auch noch die Freunde sehen - schwupps ist ein Jahr vorbei.
Vorher hatte ich viel Lese-Zeit: Erst arbeitslos, dann krank - während die Chemo in mich reintropfte, habe ich mich durch Lesen abgelenkt, stundenlang.
Nun bin ich wieder gesund und arbeite. Es macht Spass, ist abwechslungsreich und interessant - aber dass ich zu lesen aufhörte, fiel mir erst gar nicht auf. Als Kind habe ich wöchentlich Bücher aus der Bücherei nach Hause geschleppt und mich letztendlich einmal quer durch die Regale und zurück gelesen. Mit viel Glück schaffte ich nun das "Streiflicht" in der SZ, ab und an die aktuellen Nachrichten diverser Online-Ausgaben gängiger Tageszeitungen und eine Zeitschrift, in der ich regelmäßig im Zug blättere und lese. Mehr ging nicht. Bis zu dem Tag, an dem meine Freundin mir Miriam Meckels "Brief an mein Leben - Erfahrungen mit einem Burnout" ans Herz legte. Das Buch liest sich so flüssig und gut, ist amüsant und gleichzeitig ermahnend, dass man es kaum mehr weglegen kann. Wenn man schon selbst in einer (Reha-)Klinik gewesen ist, erkennt man einzelne Begebenheiten oder gar Charaktere, die einem selbst passiert oder begegnet sind, wieder. Aber auch, wenn man einfach zuviel arbeitet oder versucht ist, zuwenig auf sich zu achten, bringt einen das Buch weiter. Ich mag es, wenn es persönlich wird, aber auch die eingeflochtenen soziologischen Beispiele, Fussnoten und somit auch Buchtipps zum Weiterlesen.
Mein Lieblingskapitel "Texturen" habe ich kopiert und in den Kalender gelegt. So kann ich immer mal wieder nachlesen, wie sich jemand mit Texten beschäftigt - und darüber nachdenken, wie ich das tue. Die Kopie erinnert mich daran, dass man auf sich aufpassen muss - man hat nur den einen Körper - und man sollte ab und zu doch versuchen, sich selbst der Nächste sein, auch wenn das manchmal auf Widerstand stößt.
Es gibt Vieles in diesem Buch, was mich sehr berührt hat - auch die vermeintliche Offenheit, das Offenlegen von Gefühlen und Gedanken, einen Teil der eigenen Geschichte preiszugeben - das ist Stärke.
Ich habe daraus gelernt, dass man besser achtgibt auf sich, auf die vielen kleinen Signale, die ein Körper aussenden und die man doch ignorieren kann - ich sollte öfter mal freinehmen und mein Leben genießen - oder ein Buch lesen - und das habe ich seitdem getan, schon zwei Bücher ausgelesen und ich freue mich so sehr auf meinen Mussichnochlesenstapel.
Danke, Miriam Meckel!
17.5.10
2.5.10
Jugendzentrum Anyway in Köln

Ich begleite und beobachte die Aktivitäten des Jugendzentrums schon einige Jahre und mir gefällt das Projekt sehr gut. Jugendliche finden hier einen Platz zum Spielen, Austauschen, Lesen, kostenloses Internet u.v.m. Und wenn sich jemand unsicher fühlt, weil er gemerkt hat, dass er anders als seine Mitschüler ist, findet er hier Gehör. Das Anyway Köln hilft schwulen, lesbischen und bisexuellen Jugendlichen - und braucht nun unsere Hilfe. Es wird schon kräftig renoviert, doch Farbe, Tapeten und andere Utensilien fallen nicht vom Himmel - wir sollten spenden. Denn es hilft dann wieder Jugendlichen, die sonst auf der Straße herumlungern würden oder sich in sich zurückziehen. Die Mitarbeiter dort sind engagiert und regelmäßiges Websitenstöbern lohnt sich. Die Aktionen, die hier vorgestellt werden, scheinen echt Spaass zu machen und ich bewundere sehr, wieviel Freude an der Arbeit mit den Jugendlichen in den Newslettern transportiert wird. Jedesmal gibt´s neue Ideen und Events.
Also, ich gucke schon jeden Monat, was ich abgeben kann und das tu´ ich. Wie schön wäre es, wenn wir möglichst viele Menschen fänden, die das Anyway, dessen Helferlein und die Kids unterstützen? :o)

23.4.10
60 Stunden ohne Internet
Eine Woche später bin ich schon wieder verfallen. Mal schnell das Fernsehprogramm checken, meinen nächsten Kurzurlaub vorbereiten, sich über Veranstaltungen informieren und die eigene sowie die geschäftliche Website aktualisieren – ich bin wieder mittendrin im Datensalat. Also geht nur eines: Zwischendurch mal ein paar Tage aufs web verzichten, wenn ich Urlaub habe. Und wenn ich mal nen Tag frei habe, mehr rausgehen. Schließlich wohne ich in der grünsten, schönsten und sonnigsten Stadt der Welt. Jawohl! ;o)
13.4.10
12.4.10
11.4.10
(Un)saubere Sache.
Eine dritte Toilette ist abgeschlossen, da sie für die Mitarbeiter der Lokalität gedacht ist, die nicht lange warten und rasch wieder an ihrem Arbeitsplatz zurück sein müssen und Putzmittel, Handtücher und Toilettenpapier werden hier gelagert.
Eine Frau beginnt plötzlich laut zu lamentieren, es sei eine Frechheit, dass die dritte Toilette nicht geöffnet würde, außerdem putze die Frau eh nicht, zwei stimmen mit ein und fangen an, die Toilettenfrau zu beschimpfen, über die Köpfe der hinten anstehenden Frauen hinweg:
Wofür sie 50 Cent verlange, wo sie doch eh nichts arbeite. Sie hat den Lappen in der Hand. Und schaltet irgendwann auf Durchzug. Ich kann das nicht. Denn als dann noch eine meckert: "Wieso stellen die hier keine ein, die Deutsch spricht?", platzt mir der Kragen. Erstens spricht sie deutsch, wenn auch mit Akzent - wieso ist das schlimm? Im Gegenteil, ich bewundere Menschen, die in ein fremdes Land kommen und sich hier dann zurechtfinden - vor allem auch sprachlich. Zweitens sind die Toiletten sauber. Zudem ist die Seife nachgefüllt und genügend Handtücher gibt es auch. Okay, es gibt diese Berichte über Firmen, die beispielsweise in großen Einkaufszentren 50 Cent pro Toilettengang verlangen, geputzt wird aber nur einmal am Tag und in Wahrheit sacken die Chefs die Kohle ein, während die Mitarbeiter keinen oder wenig Lohn bekommen. Hier verhält es sich jedoch anders: Die Frau putzte die Herrentoilette und stand dann aufgrund des plötzlichen großen Damenaufkommens wieder an der Eingangstür, um die 50 Cent zu verlangen, die sie kriegen muss - große Aushänge weisen darauf hin und in der Stadt ist ebenfalls bekannt, dass an bestimmten touristischen Orten regelmäßig saubergemacht und dafür Geld verlangt wird. Ich frage laut: "Wollen Sie, dass sie jetzt putzt? Dann müssten Sie mal eben eine Minute warten, wenn der nächste aus der Toilette kommt....."
"Nein, ich geh jetzt so drauf, ich hab keine Zeit", ruft die vorderste Frau, eine der Lamentierer. Ahja. "Sehen Sie?" erwidere ich. "Sie wird dann wohl putzen, wenn der Ansturm hier vorbei ist."
Vorne wird weiter gebrüllt, am Ende der Schlange kommt wieder aggressiv die Frage auf, warum "so jemand" da arbeitet.
"Das ist ganz schlimm für Baden-Baden", motzt eine Frau mich an.
Ich antworte: "Ich finde, gerade benimmt sich Baden-Baden ganz schlimm." Sie schweigt. Und ich schäme mich. Dass ich Deutsche bin, dass ich in Baden-Baden, einer feinen Stadt, die neben den viel erwähnten Millionären nur so fein sein kann wegen der emsig arbeitenden "Unterschicht", lebe. Schäme mich, dass ich der Frau nicht weiter helfen kann als mit Worten den anderen gegenüber.
Tag für Tag den Müll, die Scheisse anderer wegzumachen, das bedeutet richtige Arbeit. Ich bewundere das. Sind Toilettenfrauen nicht sogar mehr wert als andere Menschen, wenn man schon dieses Fass aufmacht? Wir feinen Deutschen sind uns zu schade dafür. So kann man sagen, dass das Eine ohne das Andere gar nicht bestehen kann. Yin und Yang. Und dann wird auf diesen Menschen noch herumgehackt.
Das ist doch Kacke..
PS: Die Toilettenfrau hat sich bei mir bedankt. Dabei war das Eingreifen selbstverständlich. Nur eine Frau - eine einzige - schüttelte den Kopf und sagte beim Rausgehen sehr leise zu uns, dass sie das, was da gerade passiert ist, nicht glauben kann. Traurig.
9.4.10
Waschmaschinenreparaturversuche
Ich tue, wie mir aufgetragen.
Brandgeruch.
Schwarze Fetzen und Punkte.
Ich lokalisiere das Problem: Am Schleudern muss es liegen. Die nächste Ladung wird dann ohne Schleudern entnommen, denn irgendwas muss ich ja anziehen, kann mir ja nicht alles ruinieren. Zum Glück scheint die Sonne und die tropfnasse, später ausgewrungene Wäsche trocknet innerhalb von 24 Stunden.
Dienstag
Anruf beim Elektriker, leider ist nicht der nette Mann dran sondern ein aggressiver und gleichzeitig gelangweilter (interessant!!) Knopf: "Ja, der Kollege konnte doch nichts feststellen."
"Ich sollte mich aber nochmal melden und das Problem besteht immer noch."
"Was haben Sie denn gemacht?"
"Das, was er gesagt hat - eine Kochwäsche ohne Wäsche, eine 40 Grad mit Wäsche."
"Ja, ich weiß nicht, wann er kommen kann."
"Darum haben Sie ja mehrere Telefonnummern von mir. Ich kann auch spontan Pause machen und von der Arbeit nach Hause kommen."
"Ja gut, wir melden uns."
Freitag
Keiner hat sich bislang gemeldet und ich habe nicht vor, meinen kompletten Kleiderschrank leerzutragen und dann irgendwann tausende Maschineladungen hintereinander weg zu waschen. Außerdem traue ich dem Knopf wirklich zu, meine Nummern verlegt zu haben. Ich rufe wieder an, um diesmal zwei feste Termine vorzuschlagen, der komische Typi ist wieder dran: "Ja, was ist denn das Problem?"
"Meine Maschine hat ein Problem beim Wäscheschleudern. Hatten wir nicht diese Woche telefoniert?"
"Jaja, hatten wir. Aber Sie sagten doch, die Wäsche rieche verbrannt?"
"Ja."
"Das kann nicht sein, beim Schleudern passiert sowas nicht"
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHH
"Ich bilde mir das nicht ein, ich kann dem Kollegen auch gerne die schwarzen Punkte zeigen."
"Ja, heben Sie das mal auf. Und waschen Sie vielleicht nochmal."
"Nein. Die Trommel scheint unrund zu laufen..."
"Na, das hört man ja."
"Ja, das hört man. Und wenn ich die Wäsche vor dem Schleudern herausnehme..."
"Montag? Da hat er keine Zeit..."
"...ist alles in Ordnung. Montag? Ja, dann eben der andere Termin."
"Ja, aber vielleicht sollten Sie nicht zu lange warten, Sie müssen doch sicher bald mal waschen."
ACH
"Ja, aber ich kann zurzeit woanders waschen, also nehmen wir den nächsten Termin, an dem Ihr Kollege Zeit hat."
"Ja, dann Montag"
WAS?
"Montag? Ich dachte, er kann da nicht?"
"Doch"
UFF
"Und um welche Uhrzeit?"
"Ja, Sie sollten nochmal waschen, damit er dann das Schleudern hört"
"Darum müsste ich die Uhrzeit ja wissen"
"Wir telefonieren nochmal."
.......
to be continued
31.3.10
Fahrradmitnahme bei der Bahn
Ein schöner Frühlingstag, drei Ziele – alle wohl auch zu erradeln, aber eben nicht an einem Tag. Und auch zu Fuss wäre das für angesetzte 7 Stunden ein bisschen lang geworden. Also verbinde ich Fahrrad- und Bahnfahren miteinander, denn in vielen Verkehrsverbünden und bei der Deutschen Bahn ist die kostenlose Fahrradmitnahme ab 9 Uhr morgens bei genügend freien Plätzen möglich.
Bei mir sind es KVV und TGO, weil ich von Baden-Baden nach Gengenbach über Achern und Offenburg fahren will. Kurz nach 9 ist es kein Problem – BAD-Achern locker geschafft, kaum Leute im Zug und beim Hineinhieven schiebt ein Gast mit – DANKE :o)
Durch Achern radle ich eine Stunde, weiss jetzt auch, wo mein nächster Ausflug hingeht – in die Illenau, ein alter schöner Park-Friedhof, dazu ist nämlich heute nicht genug Zeit.
Weiter geht’s nach Gengenbach. Auch hier ist ganz viel Platz im Zug (darum macht die Bahn Miese?) und die Fahrt geht schnell vorbei. In Gengenbach gibt’s eine kleine Parkanlage mit Straussen, Enten und einem Schwarzen Schwan. Mein Quietscheentchen mag den Teich. Und zurück in der Innenstadt schaue ich im Cafe Cappucchino vorbei, das neuerdings Cappucchino Toskana heisst. Der Kräuterklostergarten ist frisch gejätet und für den kommenden Sommer vorbereitet und ich geniesse die frische Luft in der kleinen Fachwerkstadt, knipse alle Fotos, die ich knipsen wollte (ich war schön öfter hier) und dann geht es langsam auf den Rückweg – mit Abstecher nach Offenburg. Dorthin braucht die TGO etwa zehn Minuten, mit der Schwarzwaldbahn geht’s schneller. Eine leicht gestörte Frau meint, ein paarmal gegen mein Rad treten zu müssen, mit den Worten „Doofes Fahrrad“ und ich muss leider laut werden, denn ich beabsichtige ja, noch weiterzufahren und nicht, mit einer Acht im Vorderrad zu schieben. Eine junge Muslima verdreht nur grinsend die Augen und deutet an, dass man gar nicht auf die Gestörte eingehen sollte. Achja, denke ich mir, was wird sich wohl dieses Mädel tagtäglich von solchen Leuten anhören. Dann doch lieber mein Fahrrad diskriminieren. Aber doof, das ist es nicht, mein Rädchen. Denn beim Ausstieg suche ich den nächsten Aufzug, um hinauszukommen, und will alle vorlassen und warten, doch eine junge Frau sagt: „Kommen Sie, es ist genügend Platz. Ausserdem gefällt mir Ihr Fahrrad so.“ Ich freue und bedanke mich, erzähle von den Tritten und sie schüttelt den Kopf: „Lassen Sie sich deshalb den Tag nicht vermiesen!“ Nö. Denn draussen regnet es. Bindfäden. Ach, egal. Ich hab ne superdichte Jacke und los geht’s durch Offenburg – hier wollte ich ohnehin nur bissl einkaufen und stelle mein Rad hinterm Drogeriemarkt in der Pfarrstrasse unter – die einzigen überdachten Radparkplätze.
Die Rückfahrt ist auch wieder angenehm – eine Dame sagt, ich solle mich doch setzen, da sei immer noch Platz für Kinderwagen und Menschen. Okay, sie hat Recht. Ursprünglich hatte ich nämlich stehen wollen, weil die Bahn echt nicht so ganz leer ist. Aber es klappt und die Leute sind alle voll nett. Ein Baby schäkert mit uns und es steigen mehr Menschen aus als zu. Meine Befürchtung, die Rückfahrt ausschliesslich mit dem Rad anTRETEN zu müssen ;o), war unnötig. Und wieder in Baden-Baden angekommen, steige ich umso mehr in die Pedale, weil es ein echt langer Rad-Bahn-Ausflug war und es hier auch regnet.
Mein Fazit: Bahn- und Radfahren zusammen lohnt sich nur, wenn man nicht extra eine Fahrradkarte lösen muss und wenn man genug Zeit hat und am Besten notfalls auch zurückradeln kann - denn ob man das Rad immer mitnehmen kann, ist ungewiss – darum ist das auch auf Dauer nichts für schwache Nerven. Cool fände ich aber auch, mal einfach mit den Regiotickets für 11 Euro zu schauen, wie weit man am Tag kommen kann. Also wirklich das Rad schnappen, Züge raussuchen, die Strecke entsprechend zurücklegen und irgendwo dann übernachten, ohne Zeitdruck, einfach ein paar Wochen unterwegs sein können. Ich bin kein Freund der Bahn, aber ich hab ja dann meinen Freund, das Blümchenrad, immer bei mir.
29.3.10
27.3.10
17.3.10
Schokolade ist nicht mehr..
Ich bezeichnete mich schon lange als "Schoko-Junkie" - und wenn mir jemand Trüffelpralinen oder Schokotafeln schenkte, war ich super happy. Auch kaufte ich gerne Schokolade. Für mich war das immer etwas ganz Besonderes. Bis gestern. Seither ist mir der Appetit vergangen:Im Fernsehen gab es einen Beitrag über versklavte Kinder an der Elfenbeinküste und die schwachen Bemühungen der Schokoladenindustrie, deren Leben leichter zu machen. Sie leiden unter den Arbeitsbedingungen, sind Pestiziden ausgesetzt und haben noch niemals in ihrem Leben Schokolade gegessen - müssen aber hart arbeiten und gehören dem Bauern, der ihnen billiges Wurzelgemüse zu essen gibt. Dagegen gibt es auch noch Fair Trade Schokolade - die Kakaobohnen dafür stammen aus Dörfern, in denen Kinder noch Kinder sein dürfen - statt zu arbeiten, gehen sie zur Schule und haben die Chance auf ein besseres Leben.
Ich habe mich auch über mich selbst geärgert - nämlich, dass ich ungefragt kaufe, was da ist. Klar, dass die Kakaobohnen nicht auf dem Bioacker nebenan geerntet werden können, aber wo kommen sie dann her? Sich diese kleine Frage mal zu stellen und dann danach zu handeln, das ist doch nicht so schwer. Ich weiss jetzt eines: Ich werde nur noch Fair Trade Schokolade im Bioladen kaufen.
Plusminus nachlesen
14.3.10
5.3.10
33 werden


Schön ist das - 33 zu werden.
Gewünscht hab ich mir blauen Himmel und Sonne. Hat geklappt. Und die Schnapszahl ist auch zu was zu gebrauchen - die Hälfte von 66 und da soll ja das Leben erst anfangen. Ich finde jedoch, letztes Jahr, kurz vor 32, fing mein Leben neu an. Und das ist: Einfach toll! :o) Danke an all die Gratulanten - ich hab mich gefreut.
Eure Schess.
2.3.10
Läden meiden
Es gibt einen Drogerieladen, in den man als informierter Mensch eigentlich nicht reingeht, weil er mit dem Personal nicht besonders gut verfährt..
Wenn man dann aber ein Sonderangebot sieht, wird man vom guten zum schlechten Mensch und geht doch hin. Dort ist die Ware dann richtig ausgezeichnet, aber noch nicht korrekt im Kassenbestand, so dass die Kassiererin 90 Cent mehr verlangt, als am Regal steht. Man weist sie darauf hin, sie macht ein „Bonstorno“ und bittet dann darum, man möge doch bitte seine Anschrift auf der Rückseite des stornierten Bons notieren. Warum? Sie müsse Bonstornos belegen, sagt sie, bitte, die Adresse. Nein, sagt man, denn man möchte ja nicht den Leuten von dem Laden mit schlechtem Ruf auch noch seine Adressdaten mitteilen, noch dazu, wo man nichts dafür kann, dass in der Kasse ein anderer Betrag steht als am Regal. Die Kassiererin seufzt und man bekommt gleich ein schlechtes Gewissen, man hört ja so allerhand Geschichten, von Kassiererinnen und sonderbaren Regelungen, Entlassungen usw. Dennoch bleibt man hart, sagt, dass sie ja den neuen Bon als Beweis.. ja in Ordnung. Und man verlässt den Laden, das Sonderangebotsprodukt in der Hand und wieder schlauer, dass man hier doch wirklich nichts mehr kaufen sollte.





























