25.7.26

Buchtipp: Begegnungen - Christian Simon

Begegnungen mit Weltstars und anderen
- Von Paul McCartney bis Frank Elstner

lauten die Untertitel dieses wunderschönen Buches. Ich muss vorwegnehmen: Ich bin befangen und mag den Schreibstil von Christian Simon sehr.
 
Er ist nah, er ist klar und umfassend, aber auch lustig, damit amüsant und leicht - auch wenn manchmal schwierige Themen beschrieben werden. Ich wusste das, weil ich sein Werk "Paul McCarteny hautnah: Meine Jahre mit der Legende" während Corona gelesen habe. Es erschien im März 2020 und es war damals seit Jahren mal wieder das erste Buch, dem ich mich komplett und in Ruhe widmen konnte, weil in meinen damaligen Jobs Kurzarbeit herrschte. Zuvor habe ich jahrelang kaum gelesen, was mir sehr gefehlt hatte, und mit seinen sehr nahen Zeilen kam ich wieder in einen Lesefluss. 
Es ist im Dezember 2025 sogar auf Englisch erschienen.

Kürzlich habe ich das Familienkochbuch der McCartneys gekauft, weil es in einer älteren Zeitschrift als Buchtipp beschrieben war, erschienen ist es in Deutschland im November 2021 und inzwischen haut der Verlag es für nur zehn Euro raus. Es beinhaltet Lindas Rezepte und Paul samt Kindern hat es neu veröffentlicht. Auch da habe ich beim Lesen an Christian Simon und seine Frau gedacht und an die Jahre, die sie mit Paul und Linda verbracht haben und die er uns in seinem Buch zugänglich gemacht hat. 
In manchen Szenen kam es mir vor, als säße ich selbst daneben. Die Erzählungen hallen nach, man merkt sie sich. Und so ist es auch mit diesem Buch. Die Begegnungen, die Christian Simon mit Stars wie Tina Turner, Hape Kerkeling, Cynthia Lennon oder auch Johannes Mario Simmel (und vielen anderen) erlebt, sind so toll erzählt, dass wir nicht nur Einblicke in deren, sondern auch in sein Leben erhalten. 
Eigentlich müsste man auch mal ein Buch über Christian Simon schreiben, er hat bestimmt noch viel mehr zu sagen. Als wir uns das erste Mal (in meinem vorherigen Job) begegnet sind, war ich noch sehr jung und er Konzertveranstalter eines Konzertes mit den Lords, mit denen er seit 1974 zusammenarbeitete (er war als Fünfzehnjähriger Zaungast eines Konzertes, war mutig (mehr verrate ich nicht) und allein diese langjährige Zusammenarbeit muss für ihn rückblickend doch ganz unfassbar sein. Mir geht es jedenfalls mit den Menschen so, bei denen ich vom Fan zur Freundin wurde, diese besonderen privaten Verbindungen, die man zu diesen teils sehr öffentlichen Menschen hat, das Vertrauen, das sie in uns setzen - unbeschreiblich). Es war damals auch sofort auch eine Vertrauensbasis zwischen Christian Simon und mir und ein angenehmes Arbeiten auf Augenhöhe. Er kann einfach gut mit Menschen umgehen, das liest man auch aus den Begegnungen in seinem neuesten Buch heraus - aus Interviews und Zufallsbegegnungen werden Freundschaften, zum Beispiel mit Menschen wie Peter Behrens von Trio, den er hier in Baden-Baden trifft, als dieser längst hier wohnt. Sie treffen sich öfter, freunden sich miteinander an.
 Mit Udo Jürgens führt er ein Interview, nachdem er ihn in seinem viel zu kleinen Auto vom Flughafen abgeholt hat - und gewinnt mit seiner offenen Art einen Freund. Später veranstaltet er Konzerte und schreibt ein ganzes Buch über ihre Gespräche - "Ich, Udo: Gespräche mit Christian Simon".
Frank Elstner und Jochen Pützenbacher sehen Christian Simons Talent und er darf bei RTL Radio Luxemburg anfangen, später wechselt er zu SWF1. In meinem kleinen rosa Kinderradio liefen diese Sender früher auch, zwar erst nach seiner Zeit, aber auch so entsteht eine Nähe.

Frank Elstner, der sein eigenes Kapitel gegen Ende des Buches bekommen hat (hier habe ich beim Lesen überlegt, Christian Simon könnte doch eigentlich als nächstes über Frank Elstner schreiben, jedenfalls wollte ich nicht, dass das schöne Kapitel endet), schreibt das warmherzige Vorwort im Buch: "Hier hat ein Zeitzeuge zugeschlagen, der viele tausend Stunden in das Wohl...großer Künstler ... investiert hat. Dafür sollten wir ihm alle dankbar sein." Ja, das unterschreibe ich zu tausend Prozent. Ich bin auch dankbar für dieses Buch, bei dem es sich lohnt, immer wieder einmal reinzulesen. 
Christian Simon fängt hier Stimmungen ein, erzählt das Leben und lässt uns teilhaben. Sehr viele Fotos aus 50 Jahren runden das Erzählte ab. Ein Nachschlag, fast wie eine Konzertzugabe sowie ein Anhang sind ebenfalls darin zu finden. 
Ich halte ein vermeintlich kleines Taschenbuch in Händen, aber es hat einen großen Inhalt. Danke!
// unbezahlte Werbung, selbstgekauft



Erwähnte Bücher

Ich, Udo: Gespräche mit Christian Simon
ISBN 978-3784434087

Paul McCartney hautnah: Meine Jahre mit der Legende
Christian Simon
ISBN ‎ 978-3784434742

Begegnungen
Christian Simon
ISBN 978-3911682381

Linda McCartney´s Familienkochbuch
ISBN 
978-3641289768
(Achtung, nur die deutsche Version ist günstiger als zum ET)



24.7.26

IKEA Huset

Irgendwie überrascht mich IKEA immer wieder. Jetzt gibt es ein Set, bei dem sich Fuchs und Hase quasi gute Nacht sagen können. 
Und das ist noch nicht alles,  es gibt auch Toilette, Waschbecken und Stuhl. Dieses Set ist einfach so süß, das toppt das frühere Set mit dem mini Kallaxregal, da waren aber auch keine Figuren dabei. Das Puppenhaus gefällt mir auch sehr gut, aber das wird nur gekauft, wenn der Katzenpalast mal in ein Eigenheim zieht, denn dort wird es dann einen Raum nur für Playmobil und Spielzeug geben. Aktuell begnügen wir uns noch mit der Kulisse vom Mäusehaus und von Cute Cottage Overload. Von der Größe her passen die IKEA-Sachen perfekt zu den Mäusen aus den Niederlanden. Die Katze ist von Hema, also auch von dort.
// unbezahlte Werbung 



23.7.26

Kopfhörerhäkelei

Als ich vor einigen Jahren einen Bluetooth-Retro-Kopfhörer gefunden habe, der einen guten Klang hat, aber leicht wie diese alten Walkman-Kopfhörer ist, war ich wirklich happy. 
Allerdings fallen irgendwann die Polster ab, darum habe ich jetzt keine mehr nachgekauft, sondern einfach mal ohne Anleitung losgehäkelt. Mir gefällt es 🤩🎧







22.7.26

Post ist da!

Heute ist einfach schon der zweiundzwanzigste Juli 🙀 Überleg mal, in fünf Monaten sind wir kurz vor Heiligabend. Ich freue mich schon darauf. 
Weil ich es zum Beispiel kaum erwarten kann, was in der weihnachtlichen Snailmail stecken wird. Ich werde ganz sicher zum Herbst/Winter hin noch mehr Snailmails von anderen vorstellen, aber aktuell ist mir die monatliche Post von @niemandanderes, die ich ja auf Threads und Instagram entdeckt habe, die liebste. 
Es sind wieder supersüße Sticker für mein Journal darin, aber auch eine tolle Karte mit einem lustigen Wortspiel (Kiwiegehts) und einer Kiwi darauf. Inzwischen habe ich diese monatlichen Briefe abonniert, es ist einfach eine Freude,  eine junge Künstlerin zu unterstützen und gleichzeitig so goldige Post zu bekommen. 
Aber sieh selbst:
// unbezahlte Werbung 


21.7.26

Zukunftsträume

Eine Freundin und ich sind uns einig: Wir werden später verarmte Rentnerinnen sein und unser Geld für Katzenfutter, Kartoffeln, Nudeln und Knoblauch ausgeben. 
Mehr brauchen wir nicht zum Glücklichsein. Vielleicht noch ein wenig Salz und Zitrone als Topping - und am Monatsanfang manchmal Butter.

Es geht auch mit Thymian vom Balkon, geschenktem Olivenöl und Salz und Knoblauch




20.7.26

Buchtipp: Schwestern in einem anderen Leben

Von der ersten Seite an hat mich diese Geschichte gepackt. Vor allem wegen der Sprache und Gestaltung, der Schreibstil und die Sprünge zwischen Menschen und Jahren gefallen mir sehr sehr gut.  
Aber auch,  weil mich dieses Thema fasziniert: wohin verschwinden die Menschen, die verschwinden? Vor zwanzig Jahren wollte ich mal selbst darüber schreiben und las alles zu solchen Fällen, aber dann war mir das Thema doch zu groß. 
Autorin Christiane Wünsche erzählt hier von einer Familie mit drei Töchtern, die 1976 wie vermutlich die meisten deutschen Familien leben: der Vater fleißiger Schreiner, die Mutter kocht und backt, die Kinder mehr oder weniger aufgeweckt und gut geraten - und doch passiert etwas, das ihr ganzes Leben zerreißt. 
Und dann wird die Gegenwart erzählt, Rosi, die ein Geheimnis mit sich herumträgt, die als Teenager von zuhause weggelaufen ist. 
Aber auch die Jahre dazwischen dürfen wir erleben,  aus verschiedenen Perspektiven, die das Buch so ungeheuer spannend machen.
Es ist nicht nur die Frage nach der eigenen Identität, die hier aufkommt, sondern auch eine Frage des Vertrauens und des Lebens mit einer Lüge - bzw. ist es eine Lüge, wenn man nicht allen alles sagt?
Ich wollte auch mal von zuhause abhauen - und habe dann das Musikvideo zu "Runaway Train" von Soul Asylum gesehen, da habe ich es dann sein gelassen. Wie man sich einsam unter Menschen und in der Familie fühlen kann, das weiß ich und habe das auch immer formuliert. Den passenden Spruch von Marie von Ebner-Eschenbach kannte ich jedoch noch nicht. Dieses und andere Zitate runden das Buch ab. Aber auch eigene Sätze, wie "Sie dachte, dass Familie viel mehr sein konnte als biologische Verwandtschaft und empfand auf einmal ein überwältigendes Gefühl der Dankbarkeit dafür, diese netten Menschen kennengelernt zu haben"
machen die Geschichte perfekt.
Es ist wirklich alles sehr gut durchdacht und recherchiert,  aber man fühlt alles auch so sehr. Die Figuren sind so gut beschrieben, dass ich sie als Film vor meinem geistigen Auge sehe. Und auch, wenn ich das Buch (nur kurz!) weggelegt habe, musste ich an die Menschen darin denken.
Ich habe es in zwei Tagen durchgelesen und bin noch ganz erfüllt von diesen Leben.
Eine absolute Leseempfehlung!
PS Und hol oder back Dir Kuchen, Du wirst solchen Appetit auf Pflaumen- oder Apfelkuchen mit Sahne bekommen🤭
// unbezahlte Werbung 



19.7.26

MoonEllyShop

Wie schnell kann man sein! Gestern war schon Post im Briefkasten, dabei hatte ich doch gerade erst das achtsame und beruhigende Einpack-Video von kloke.elly auf Instagram gesehen
Du weißt ja,  ich unterstütze gern Künstlerinnen oder unabhängige, kleine Betriebe und von allen war sie nun die Schnellste beim Versand. Und wie liebevoll es verpackt ist! Außerdem lagen noch Goodies dabei,  die Dankeskarte hat eine schöne Rückseite mit einem weiteren Motiv und es gibt nun noch mehr Gründe für ein eigenes Haus: ich brauche mehr Wände, denn ich würde die herzerwärmenden Postkarten gern alle aufhängen, statt sie wegzuschicken 🤭
Ich denke,  es ist an der Zeit,  bis zum Lottogewinn einfach mal eine Art Wechselausstellung an den vorhandenen Wänden zu beginnen. Zum Glück habe ich in meinem Journal noch viel Platz für die schönen Sticker, vor allem die herbstlichen. Ach, was freue ich mich auf den Herbst!
// unbezahlte Werbung