17.5.26

Sarah Engels

Ich schreibe diese Zeilen vor dem ESC 2026 um kurz nach 20 Uhr.
In den letzten Wochen habe ich so oft gelesen und gehört, dass wir letzte werden und ich war geschockt von den gehässigen Kommentaren - anstatt diese junge Frau zu unterstützen (und im Vorentscheid fand ich alle anderen Teilnehmenden auch ganz wundervoll), anstatt stolz auf unser Land zu sein (und das nicht im Sinne der Blaueparteiwählenden), anstatt zu schätzen, wie mega Sarah unser Land vertritt - und das nicht nur in Amsterdam sondern auch bei allen darauffolgenden Events, begleitet von Social Media - nein, stattdessen will man sie schwächen und kleinreden. 
Aber sie wird erfolgreich sein, da bin ich sicher. 
Ganz gleich, welchen Platz sie letztendlich holt - sie hat den Spaß ihres Lebens, während sie mega professionell ist.
Wer ihre Geschichte verfolgt hat und zwar von DSDS bis Nashville und darüber hinaus, der weiß, wie stark diese junge Frau bereits ist. Sie hat so viel mitgemacht und erlebt in ihrem Leben. Und ich bin sicher, wir werden noch viel von ihr hören. 
Danke, Sarah, dass Du den Mut und die Freude hast, Deutschland zu vertreten!



16.5.26

Mein zweites Wohnzimmer

Mein zweites Wohnzimmer oder vielmehr eine Küche, in der man behaglich umsorgt wird, ist seit vielen Jahren Hong.
Zunächst am Augustaplatz, inzwischen an der Russischen Kirche, bieten sie asiatische Speisen an, Thaicurry, Sommerrollen, gebratenes Gemüse, vietnamesisches Essen - ich liebe es total und esse meistens die Suppe und das rote Curry, aber auch die anderen Gerichte haben mich durch manche Nachtschicht gebracht oder waren feierlich an Geburtstagen, sind wärmend an Regentagen. Unsere Katze Kleinerhong ist nach diesem Restaurant benannt, hier wurde die Entscheidung getroffen, ihn und eine Rote Katze aufzunehmen. Hong heißt viel Glück und das empfindet man auch, wenn man begrüßt wird: "Hallo Liebe, lange nicht gesehen, wie immer?" oder man gefragt wird, ob alles gut ist und wir uns nach einem kurzen Plausch zum Abschied umarmen. Du kannst vor Ort essen oder das Essen bestellen und abholen. Egal, wie viele Tische besetzt sind, es dauert immer nur zehn Minuten, sagen sie jedenfalls, wenn man anruft. Und dann ist es so. Man kommt rein und wird fröhlich empfangen. Wenn Du dort isst, kann es sein, dass Du mal ein anderes Getränk probieren sollst oder dass Du das Gefühl hast, in einer anderen Welt zu sein. Egal, was draußen ist, bei Hong ist es immer wohlig und durch die Deko und die Pflanzen "geschützt". Als klar war, dass sie am Augustaplatz schließen und woanders eröffnen und ich eine gewisse Zeit auf ihr Essen verzichten werde, haben sie mir Portionen zum Einfrieren gekocht. Ich sollte nur frisches Gemüse dazu geben, das war ihm wichtig. Ihr ist wichtig, dass wir auf uns aufpassen und gesund bleiben. Ich liebs einfach!
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15.5.26

Fluchtweg des NachbARSCHs

Der Renovierungsnachbar ärgert sich darüber, dass wir Fluchtwege im Treppenhaus versperren würden. 
Fun Fact: Er wohnt im ersten Stock, wir unterm Dach. Wohin er wohl flüchten möchte? 😂🥳
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit - und beim Universum bin ich mir nicht so sicher. (Albert Einstein)



14.5.26

Hausnummer lecker

Ich habe seit einigen Wochen große Freude an einer neuen kleinen Serie im SWR, die dort montags gezeigt wird, die Du aber auch in der ARD Mediathek findest.
Sören Anders, Koch, reist zu Menschen im Sendegebiet, bekommt ein paar Stunden Zeit und den Schlüssel und muss dann für die Bewohnenden mit dem, was er im Kühlschrank findet, kochen.
Er weiß nicht, für wen er kocht, was die Vorlieben sind und schaut sich auch immer mal im Haus oder in der Wohnung um. So mutmaßt er, dass Kinder dort wohnen oder ob jemand veganes Essen bevorzugt. Er ist einfach so lustig und lieb, wie er da vor sich hin sucht und nachdenkt und übers Leben sinniert und kocht - ich liebs einfach. 
Am Ende kommen die Leute nach Hause und das perfekte Essen steht auf dem Tisch. Einfach toll!
Schau mal rein.
Hausnummer lecker
mit Sören Anders 
SWR
ARD Mediathek 
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13.5.26

Die Biberära

Die jungen Leute schreiben so, dass Die Dicke Tante (also ich) nicht mehr mitkommt. In deren Era gibt es Bieber. 
Jedesmal zucke ich zusammen, wenn ich auf Social Media so etwas entdecke, denn Bieber ist vielleicht der Justin, aber der, der am Fluss lebt, ist einfach ein Biber. Und Era, ja, mit diesem englischen Wort ist die Ära gemeint.
Was ich jedoch gut finde, neulich hat sich jemand über "Gästin" mokiert, er möge kein Gendern.. Da meinte ich, er kann ja seinen Gatten mitbringen - er korrigierte Gattin und ich erklärte, dass er ja auch gendere und dass Gästin zwar erst seit ein paar Jahren wieder im Duden steht, aber die Grimms hatten den Begriff bereits in ihren Märchen. Übrigens habe ich für einen Artikel etwas herausgesucht und gefunden, dass wir schon 1995 FreundInnen geschrieben haben, das war selbst für mich überraschend. 
Also Sprache ist gleichermaßen spannend wie erschreckend. Vor allem in meiner Ära, wo die Biber schweigen.

Das Bild ist KI-generiert 


12.5.26

Neues aus der NachbARSCHaft

Wenn der Kiffernachbar morgens um 8 staubsaugt, kann das nur bedeuten, dass Besuch kommt. 
Ansonsten riecht es aus seiner Wohnung beständig nach - oh Überraschung - Marihuana, Zigarettenrauch, kaltem Schweiß und alten Socken. Gestern wurden allerdings dann kurz darauf laute Arbeiten in seinem Badezimmer verrichtet, von dem Herrn fehlte währenddessen jede Spur (außer dem Geruch). So kam es dann auch, dass alle Türen offen standen und ich den Handwerkern erst einmal erklären musste, dass Durchzug eher ungünstig ist. Also, nicht unbedingt wegen des Geruchs, sondern weil unsere zwei Haustüren schon Sprünge haben vom Zuknallen. Passt ja auch zur NachbARSCHaft. Selten so viele Leute mit Sprung in der Schüssel erlebt, die so gern lärmen. Natürlich waren die Abrissarbeiten auch nicht angekündigt. Da besteht noch viel Lernbedarf in NachbARSCHaftshausen.



11.5.26

Olivia Jones

Ich habe heute einen wichtigen Filmtipp für Dich. Er ist bombastisch besetzt, sehr kurzweilig und spannend, aber auch berührend und besonders. 
"Olivia" erzählt, wie Olivia Jones zu der Person wurde, die sie heute ist. Aber auch, wie mutig sie war und wie toll (aber auch wie blöd) viele Menschen in ihrem Umfeld gewesen sind. 
Es ist ein absolut großartiger Film, der am Mittwoch im linearen Programm des ZDF ab 20:15 Uhr gezeigt wird und nun noch ein knappes Jahr in der ZDF Mediathek steht. 
Dabei habe ich gemerkt, dass ich viel zu lange nicht in Hamburg war. Die beiden unteren Fotos habe ich 2018 geknipst, das oberste stammt vom ZDF // unbezahlte Werbung