28.3.26

Gibt es heutzutage noch Gutes im Fernsehen

Ich habe beim Postkartenorakel von Regina Mengel/Tessa Hansen mitgemacht und diese großartige Postkarte erhalten



Ich liebe Wondrak, ich liebe Janosch - und ich liebe Fernsehen. Darum nehme ich diese wunderbar passende Karte zum Anlass, Dir hier meine aktuellen Lieblingssendungen zu verlinken. Bitte beachte, dass laut Medienstaatsvertrag nicht alles unbegrenzt streambar bleibt und die Links in einiger Zeit veraltet sein können. //unbezahlte Werbung

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So haben wir dich nicht erzogen - hier anschauen

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Der Germanwings-Absturz | Chronologie eines Verbrechens - Staffel 1 der Serie - jetzt streamen!

und natürlich auf RTL Wer wird Millionär, Gilmore Girls und 
auf Joyn 2 Broke Girls

Viel Spass!       


27.3.26

Unangenehm und lehrreich

Zwei Posts in meinem Leben haben die größte Reichweite ever: Einer auf Instagram zur Bundestagswahl mit der Bitte, demokratisch zu wählen, und der von vorgestern auf Threads mit einem Teil des Textes, den ich gestern hier im Blog veröffentlicht habe.
In beiden Fällen pushen die bösen und widerwärtigen Kommentare rechter Trolls die Beiträge nach oben. Ich bin eine Person, die keinen Wert auf Reichweite legt, da ich mein Geld nicht damit verdiene, doch zeigt dieser Algorithmus, wo wir in dieser Gesellschaft stehen. 
Das Internet vernetzt mich glücklicherweise in der Regel mit Menschen, die politisch mit mir auf einer ungefähren Linie sind, mit-menschlich auf jeden Fall, oder mit solchen, die Diskussionen wertschätzend führen und andere Meinungen akzeptieren oder Dinge erläutert haben möchten. 
Auch im richtigen Leben pflege ich Freundschaften, in denen wir über Dinge erwachsen diskutieren, aber einheitlich gegen Intoleranz sind, einfach, weil sie einem gesunden Zusammenleben nicht guttut.
Bei den Internet-Trollen handelt es sich meist um (muskulöse) Männer neben Autos, um Autoprofilbilder, keine Profilbilder oder im schlimmsten Falle um Männer mit Kindern neben sich.
Bei den Kommentaren geht es dann nicht um die gepostete Sache an sich, die wird zwar kurz infrage gestellt (der gute alte "Paulanergarten"), aber ganz schnell kommt im nächsten Satz, dass ich fett sei, ganz sicher so keinen Mann finde und mit der Einstellung schon gar nicht und dass ich zum Psychiater gehen soll. Erweitert wird festgestellt, dass mich Ali abstechen oder vergewaltigen müsse. 
Oft sind diese nicht gut rechtschreibenden Männer rechts oder - auch nicht zu pauschal gesagt, weil belegbar - Kinder von ehemaligen Bürgerinnen und Bürgern der DDR, die diese Zeit der Unterdrückung dort nicht einmal mitbekommen haben. Sonst würden sie möglicherweise die ganze Sache weniger verkärt sehen und den Luxus, ein offenes Internet zu haben, in dem man alle möglichen Dinge schreiben darf, weniger als rechtsfreien Raum sehen, sondern als pures Glück und die Freiheit, die die Menschen dort nie hatten.
Es sind auch oft Leute, die dazu schreiben, dass sie die AfD wählen, ohne sich darum zu kümmern, dass sie dann nur noch 6 Monate arbeitslos sein dürfen, weil sie dann in Arbeit gehen müssen. Oder dass sie dann eben Wehrdienst bzw Ersatzdienst machen müssen, denn auch das steht im Wahlprogramm.
Ich bin nicht stolz auf diese Posts, die durch die Decke gehen. Dennoch sind sie wichtig: Sie zeigen, dass wir Frauen weiterhin laut sein müssen. Dass wir lang genug geschwiegen haben und dass Männer sich nicht ständig daneben benehmen können. Ich finde es super, dass sich auch immer mehr Männer zu Wort melden, die uns Frauen unterstützen, die ihren Partnerinnen auf Augenhöhe begegnen und anderen Frauen den Rücken stärken, wenn sie angegriffen werden. 
Erst 1918 durften Frauen in Deutschland erstmals wählen gehen, 1977 ohne Erlaubnis des Ehemannes eine Arbeit annehmen - ganz zu schweigen von der Eröffnung eines eigenen Bankkontos. Wir stärken dieses Land ebenso wie die Männer, wenn wir arbeiten gehen. Auch wenn dies in Teilzeit geschieht. Auch, wenn wir uns um Schwächere kümmern, Ihr Kinder großzieht oder Alte pflegt. Frauen sind genauso wichtig wie Männer - wir dürfen das einfach niemals vergessen.

Und die ganz normalen Werte - Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit - sind keineswegs etwas für Randgruppen. 
Im richtigen Leben ist der Nachbar laut, macht man ihn darauf aufmerksam, ist er über Jahre beleidigt - anstatt sich zu entschuldigen und es besser zu machen. Im besten Falle macht er es aber besser und nimmt Rücksicht, so wie es anständige Menschen einfach wertschätzen, dass sie sich verbessern, wenn man konstruktive Kritik übt. Doch auch hier gibt es solche Exemplare, die sich bei allem angegriffen fühlen, obwohl sie austeilen oder sich nicht benehmen können.
Solange es Leute triggert, wenn Anstand und Abstand gewünscht werden, haben wir noch viel zu tun.
Seid laut!


Stand gestern Abend 

26.3.26

Unaufmerksam unangenehm

Gestern war wieder so ein Tag, ich war insgesamt in vier verschiedenen Bussen unterwegs, da es kalt wurde und regnen sollte (und dann regnete) und ich Termine hatte und danach zur Arbeit fuhr bzw später dann von der Arbeit nach Hause.
Der Vorteil: ich habe ein neues Busbuch angefangen und kann es demnächst hier wieder besprechen, anders als gedacht macht das Busbuch jetzt doch noch keine Pause bis Oktober. Aber ich will so bald wie möglich wieder Rad fahren, denn auch das gestern Erlebte ist ein Nachteil beim Bus fahren.
Es stehen ständig Männer zu nah. Es ist genügend Platz, gerade in Gelenkbussen, aber nein, der Horst muss sich neben mich quetschen. Genauso an der Bushaltestelle - Egon drückt sich an mir vorbei und steht direkt hinter mir, obwohl nur ganz an der Seite zwei Leute stehen und die Bank frei ist. 
Ich muss weggehen.
Nach dem Aussteigen drängelt sich Manni auf der anderen Straßenseite angekommen an mich ran, anstatt an der Seite vorbei zu gehen. Er folgt mir wie ein Schatten und ich frage mich, warum? 
Ich gehe zur Seite und bleibe stehen, bis er weg ist.
Und auf der Rückfahrt haben drei Männer so dicke Eier, dass sie mich am Vierersitz so einquetschen, weil sie breitbeinig sitzen und der neben mir noch die Arme verschränkt.
Ich muss aufstehen und nach hinten auf einen leeren Platz ausweichen.
Und was soll ich sagen? Es waren alles weiße Männer zwischen Mitte dreißig und Mitte sechzig. In allen Situationen. 
Wird Merz nicht gefallen, kein einziger Migrant.
Ich habe diese wahre Geschichte von gestern auf Threads gepostet und von "such professionelle Hilfe, die Erde ist eine Scheibe, zeig sie doch an, das kann nur Linken passieren" bis hin zu "jaja, wieder die Männer, geh doch zu Fuß" ist alles an Kommentaren dabei. Ich bin zu Fuß gegangen, haben sie wohl überlesen. Nicht wir, die laut werden, sind falsch. Die, die andere bedrängen, sind falsch. Und all die Trolle, die, die andere angreifen, weil sie unangenehme Dinge ansprechen, gleich mit. In einer sicheren Gesellschaft geht man wertschätzend miteinander um. Das haben viele weiße Männer nicht drauf.
Das Bild ist KI-generiert 


24.3.26

Ich liebe das Leben

 Vor Jahren habe ich mal Gedanken und Weisheiten "von Frau Schess" erstellt und das ist einer davon 💕



23.3.26

Buchtipp Zwischen zwei Leben

Ich habe Dir letzte Woche von der sehr guten Dokumentation "Westerwelle" des WDR in der ARD Mediathek erzählt. 
Auch wenn ich wie letzte Woche erklärt weit entfernt bin von der Politik der FDP, so verbinden mich mit Guido Westerwelle zwei Dinge: dieselbe Lehrerin und der Krebs. Ihn hat es deutlich schlimmer getroffen als mich, ich gelte als geheilt und die Chemotherapie und Bestrahlungen waren bei mir auch weniger als bei ihm. Aber die Gedanken übers Leben und das Überleben teilen wir. Und die Erinnerungen an unsere Lehrerin, die mit ein wenig Stolz im Blick augenzwinkernd meinte, dass aus uns zweien was geworden sei. Sie ist ein paar Jahre vor ihm ebenfalls an Krebs verstorben.
Aufgrund der Doku habe ich mir sein Buch gekauft. Und tatsächlich ist das eines dieser Bücher, das ich kaum aus der Hand legen konnte. Außerdem ist es inzwischen gespickt mit Post-its, weil einfach so viele wahre und wichtige Dinge drin stehen. Und Bücher, er zählt darin Bücher auf und zitiert aus ihnen, dass ich direkt einen neuen SUB (Stapel ungelesener Bücher) eröffnen möchte. 
Er erzählt, und das meine ich genau so, weil es so nah ist wie das abendliche Gespräch mit einem Freund bei einer Flasche Rotwein, einerseits von seinen politischen Jahren, erklärt aber auch Dinge mit Erfahrungen aus seiner Kindheit und Jugend und springt immer wieder in die Behandlungszeit, aber auch in die glücklichen Zeiten mit seinem Ehemann. 
Auch wie sie Auszeiten genießen, mich berührt zum Beispiel eine Episode von Sylt, ohne zu viel verraten zu wollen, schafft er es am Meer länger entlang zu laufen und vor allem erst einmal dorthin zu kommen. Ich saß einmal während der Chemotherapiezeit auf einer Bank etwa fünf Gehminuten von unserem Zuhause entfernt und wusste nicht, wie ich dorthin zurück gelangen sollte. Schon darum weiß ich, wie besonders es für ihn gewesen sein muss.
Auch bei der vorher an Anfang beschriebenen Behandlung dachte ich, dass es wie bei mir war, sie kürzen in der Klinik alles ab. Lange Fachbegriffen bekommen zum Beispiel einfach nur drei oder mehr Großbuchstaben - mich hat das damals fast verrückt gemacht. Ich, die Worte so sehr liebt, hörte nur noch ABCDEFG. Ich finde das interessant, dass er es auch so erwähnt. Erschüttert hat mich, wie wenig ich damals vor ca dreizehn Jahren (als ich 24/7 arbeitete) von der Außenpolitik mitbekommen habe und wie aktuell noch heute seine Beschreibungen sind - zum Beispiel was die Situation Europas im Hinblick auf die Ukraine betrifft, aber auch, was die Menschen an sich bewegt - noch vor den Social Media-Trollen. Auch das Scheitern der FDP an der 5%-Hürde, all die Wegbegleitenden, von denen er erzählt und die zu meiner politischen Kindheit und Jugend gehören und deren Rückgrat ich heute schmerzlich vermisse - dieses Buch ist aktuell, obwohl es die 2. Auflage von 2016 ist und viel früher geschrieben wurde. 
Co-Autor Dominik Wichmann schreibt auch das Nachwort (mit Herz) und ist einer der Autoren der oben genannten Dokumentation. Von ihm werde ich auch gerne mehr lesen.
In der Mitte des Buches gibt es einen ausführlichen Teil mit Fotos. Für zehn Euro ist das ein viel wertvolleres Buch. Unbedingter Lesetipp! Es ist ein Buch fürs Leben.
// Unbezahlte Werbung 



22.3.26

Katzenzeichnungen

Ich folge auf Threads mehreren KleinunternehmerInnen und KünstlerInnen und der Algorithmus zeigt mir wunderbarerweise immer mehr davon. 
So ist mir dort auch die talentierte @studio_shmidt begegnet, die mir nun superschnell Shirinchen gezeichnet hat und seinen Bruder Hong.
Die Postkarten glitzern metallisch, ich kann das kaum beschreiben, sie sind wunderschön🥰 
Das Original Kleinerhong kann seine Freude kaum ausdrücken, schließlich rannte ihm die Muddi gestern den ganzen Tag hinterher, um ihm die Zeichnung zu zeigen und ein Foto zu machen🤭😅❤️
Natali alias Studio_Shmidt hatte einen Post gemacht, unter dem man Fotos posten konnte, sie suchte dann einige aus und malte die Tiere zum Thema Weltall nach. Dadurch entstand unser Kleinerhong und ich habe sie gefragt, ob sie mir auch Shirinchen zeichnet.
Bestimmt bestelle ich wieder bei ihr, schließlich ist unsere Familie sehr groß😺😺😺😺😺😺
Sie kann aber noch mehr - es gibt bei ihr Sticker, Figuren, Schlüsselanhänger, Ohrringe - schau einfach mal bei ihr vorbei, allein die Posts machen schon glücklich🥰
// unbezahlte Werbung, da selbstgekauft