20.4.26

Flow

Ich war lange Jahre Abonnentin des Flow Magazins, weil es damals die Papiergeschenke doppelt gab und ich sie meiner Freundin geben konnte, das war ein schönes Ritual. 
Als die doppelten Hoodies abgeschafft wurden, kündigte ich mein Abo, mir fehlte damals dann auch die Zeit, die Magazine zu lesen. 
Inzwischen lese ich das Magazin meistens online im Zug, man kann sich nämlich über das Iceportal Zeitschriften gratis herunterladen.
Letzte Woche habe ich durch den Newsletter mal auf der Seite gestöbert und gesehen, dass nicht mehr nur teure Produkte und Einzelausgaben angeboten werden, sondern auch Editionen mit Schwerpunktthemen und die von mir heiß geliebten Flow Ferienbücher und Books for Paperlovers. 
Ich hatte nach dem aktuellen Buch überall geschaut, es aber nirgends gefunden und so habe ich es mit einer älteren Edition und einem älteren Buch zusammen bestellt. Das kam rasend schnell an die Packstation und ich habe mich selten so gefreut, etwas heimtragen zu dürfen 🥰🩷 die beiden Bücher sind richtig dick, wie gewohnt mit tollen Grafiken (natürlich auch nicht so tollen, aber das ist Geschmackssache und diese Seiten kann man zum Basteln benutzen - man hat nie zu viel buntes Papier da) und schönen Projektideen, herzerwärmenden Zitaten und Bildern - stundenlang war ich nur mit dem ersten Durchblättern beschäftigt. 
Und dieses Glücksgefühl der Ruhe dabei - unbeschreiblich. 
Mich inspirieren solche Seiten total. 
Die Edition ist auf Deutsch, die beiden internationalen Bücher sind auf Englisch und Niederländisch - da ich beides verstehe, ist das total okay für mich. Außerdem sind Kurzanleitungen manchmal auch gezeichnet. 
Also, auch wenn Flow grundsätzlich nicht billig ist - die Seiten sind es auch nicht und die Ideen sind sowieso unbezahlbar. Dieses Trio gefällt mir richtig gut und wird mich eine ganze Weile beschäftigen und begleiten. Zum Journaling ist es auch perfekt. 
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Ein Tag mit Flow


Hong mag sie auch



19.4.26

Mützenliebe

Wenn eine der besten Freundinnen Geburtstag hat und auf einer Facebookseite von einem Left & Woke Shop geschrieben wird - mit den entsprechenden Mützenfotos - dann bestellt die Frau Schess.
Der Shop ist so besonders, dass ich da etwas genauer gestöbert habe. Sie verkaufen ein Buch von Christina Christiansen, ihr folge ich auf Social Media und mag dort schon ihre Texte. Und wenn es nun um den Winter in der Welt geht, den ich auch so empfinde, dann muss das Buch mit. Ich bin sehr gespannt darauf und werde berichten. Ich habe für mich auch noch Sachen bestellt, einen Button und eine weitere Mütze und so. Es gab Aufkleber und einen Button geschenkt und der Shopinhaber selbst antwortete abends auf meine Mail, in der ich nach den angegebenen zwei Wochen Lieferzeit nachfragte, wann ich mit den Sachen rechnen kann - er wurde schlichtweg überrannt. Dafür liebe ich Facebook. Ein Post und kleine Shops werden bekannt. 
Das Päckchen hat er dann rechtzeitig zum Geburtstag versendet und die Post hat leider wieder mal versagt, trotz Abstellgenehmigungen aller Menschen hier im Haus und Zettel an der Klingel wurde es in eine Filiale gebracht (ohne Info im Briefkasten) - zum Glück war es aber in der App zu sehen und die Filiale liegt auf meinem Heimweg, sodass die Sachen pünktlich da waren - was für eine Freude. 
Ich verlinke Dir den Shop auf Instagram, aber Du findest Left & Woke auch via Suchmaschine
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18.4.26

Herzerwärmung

Meine kleine Freundin ist am letzten Wochenende zur Kommunion gegangen, hat dabei etwas von mir getragen, was ich bei meiner Kommunion trug und hat einen Briefumschlag für mich bemalt. Beides ist für mich herzerwärmend 🧡 (auch wenn ich mich frage, wie das alles sein kann, sie war doch gerade erst 2)



17.4.26

Ficuswunder

Wenn ich anderswo Blumen gieße, ist das ein Glücksspiel: werden sie es überleben oder nicht?
Im Büro hat mir meine Kollegin eine Zimmerpflanze überlassen, die zwar alle paar Wochen ihre Blätter abwirft, gleichzeitig aber neue bildet. Liegt also wahrscheinlich nicht an mir, zumal meine Kollegin meinte, die ist nicht kaputt, die ist so und kommt wieder, als sie unser gemeinsames Büro verließ.
Bei Freunden und Bekannten bin ich Katzensitterin, Blumengießerin, Wohnungversorgerin. Nichts ist so schwierig wie das Gießen fremder Pflanzen. 
Zuhause ist das ganz anders. Da wächst alles munter vor sich hin. Draußen hat sich ein Apfelbäumchen vor Jahren selbst gesät, sein großer Bruder steht in einem der Nachbarsgärten und blüht gerade wunderschön. Der Kleine bekommt gerade mal Blätter, aber er macht mir schon seit Jahren den ganzen Sommer über Freude. Neben ihm steht eine unkomplizierte Kastanie, die mir eine Freundin geschenkt hat. Und der alte Rosmarin ist mein ganzer Stolz, er ist sehr üppig.
Die Zimmerpflanzen waren vor den Katzen da, weshalb die meisten inzwischen im Bad hängen, weil Kleinerhong manchmal Appetit auf Grünzeug verspürt, obwohl überall Katzengras steht. Hinter Glasbausteinen in einer Dachwohnung bedeutet dies: Treibhausdschungel. 
Neben dem Christusdorn, von dem ich bereits erzählt habe, steht erhöht im Wohnzimmer noch der Ficus. Den habe ich auch von einer Kollegin geschenkt bekommen, als sie umgezogen ist und ihn bei mir zwischenparkte. Erst stand er im Büro meines vorherigen Jobs, als dann COVID-19 kam, nahm ich ihn mit nach Hause, weil sie sagte, bitte behalte ihn, ich habe keinen Platz mehr. Seitdem wächst also ein Baum im Wohnzimmer. Letztes Jahr sah er obenrum etwas verkümmert aus und das Internet sagte, man soll im Dezember oder Anfang Januar oben ein Stück abschneiden. Das hatte ich bisher noch nie gemacht, also dachte ich, einmal wird es nötig sein. Omi meinte: "bloß nicht den Kopf!" Und Omi hat einen mega grünen Daumen, bei ihr verdoppeln sich Pflanzen binnen eines Monats, aber da war es bereits geschehen. Ich habe oben drei Triebe ohne Blätter abgeschnitten. Und gelüftet, ist nämlich giftig. 
Und nun, drei Monate später, steht der Baum sowas von im Grün 🍃😍
Ich war mutig, 
jetzt bin ich erleichtert.




16.4.26

Katzenlogik

Es heißt, Katzen miauen uns Menschen zuliebe und benutzen untereinander andere Laute. Das kann ich nicht bestätigen, fremde Katzen, ja, vielleicht, aber die, mit denen ich lebe, machen beim Sprechen keinen Unterschied zwischen Mensch oder Bruder. 
Es gab eine Zeit, da war es hier sehr ruhig. Lediglich Habibi Schoko sprach und schimpfte dann und wann, aber er und Caramelli sagten nachts leise "Ruhruh", wenn der Kleine dem Großen alles zeigte oder sie miteinander spielten oder balgten, aber sonst sagten sie nichts. 
Dann kam der Tag, an dem Caramelli Vertrauen gefasst hatte und mich plötzlich ansprach, er hatte nämlich Hunger. Seit diesem Tag plappert er ohne Ende. 
Bei Shirin war es auch so, er hatte zwar von Anfang an keine Probleme mit Vertrauen und Nähe, aber sein Stimmchen kam erst später - und auch er war fortan ein Plappermäulchen🩷
Kleinerhong und die Zwillinge redeten schon immer. Ich bin froh darüber, so merke ich, ob es ihnen gut geht und ich bin auch ein bisschen stolz darauf, dass wir alle so gut zusammen passen und uns unterhalten können. 
Außer, wenn sie die Couch für sich beanspruchen oder man in konspirative Treffen platzt, bei denen sie denken, man habe das Haus schon verlassen oder sei im Bett oder wo auch immer. Dann wird groß, stumm und auch ein bisschen anklagend geguckt.
Aber das kommt zum Glück nicht so häufig vor 🤭
Was aber immer wieder vorkommt: das Menü mundet nicht. Also wird im Geschäft eine Auswahl an verschiedenen Futtersorten eingekauft oder mal wieder eines, das wir länger nicht hatten oder etwas, das im Angebot ist, und wenn sich im besten Fall draufgestürzt wird, dann gibt's das eben im XXL-Pack, weil man es so günstig bestellen kann. Neulich war es so, im DM, und zwar ausschließlich dort, gab es eine bestimmte Sorte eines Markenfutters und die fand Kleinerhong ganz toll. Die Zwillinge sind meistens unkompliziert und essen mit. So kaufte die gute Muddi nochmal Pouches davon und wieder wurde es freudig verspeist. Inzwischen hatte ich festgestellt, dass es zwar viele Mixpacks und andere Sorten online und anderswo und überall gibt, diese bestimmte Sorte hatte aber nur eine Filiale und niemand außer DM online. Also kaufte ich beim nächsten Großeinkauf, zu dem wir in diese eine Filiale mit dem Auto fahren, alle Pouches auf. 
Hong war im Glück. Als sich die Päckchen zuende neigten, bestellte ich 96 Stück bei DM versandkostenfrei nach Hause. Denn zu diesem Zeitpunkt gab es in der einen Filiale auch keine mehr.
Rate, was geschah? 
Genau. Hong möchte bitte ein anderes Menü.
Ist ja sonst langweilig.
🙄🧡


15.4.26

Teekesselchen Parkverbot

Zugegeben, das ist nun ein kleiner kleiner Spaß, denn Park und Parken sind eigentlich keine Teekesselchen. Aber wenn ich vom Bus aus ein PARKverbotsschild sehe, das im Park steht, dann wundere ich mich doch ein wenig 😅

Zum Glück ist der Park noch da


14.4.26

Ruhige Abende, chillige Wochenenden

 "Aber wenn du dich mit jemandem triffst und es schön ist, gute Gespräche hast, dann ist das doch kein Termin?!"
Doch, für mich ist es das. 
Auch private Treffen sind anstrengend, auch wenn ich die Leute mag. Ich kann gut jemandem zuhören, mich zwei Stunden mit einer Person  angeregt unterhalten, aber dann ist es gut. Je mehr Menschen an einem Tisch sitzen, umso weniger Zeit bis zum Tinnitus oder zur Erschöpfung. 
Darum habe ich schon vor langer Zeit für mich entschieden, genauer gesagt, seit ich abends und am Wochenende nicht mehr arbeiten muss, dann auch nicht mehr mit anderen rauszugehen. Zuvor habe ich zwölf Jahre lang ständig Abenddienste absolviert, plus den Tag.
Darum konnte ich über die Diskussion zu Wochenarbeitszeit und Überstunden unserer Regierung auch nur müde lächeln - wenn Du musst, arbeitest Du auch 14 Stunden lang ohne Pause, egal, was die da oben sagen.
Dann arbeitete ich im Hotel und bevorzugte tatsächlich die Spätschicht, weil ich einfach besser schlafe, wenn ich keinen Wecker stellen muss (ab einer gewissen Zeit wecken uns die Katzen). Aber dadurch veränderte sich der Tagesablauf und vor Mitternacht ging ich nicht ins Bett. Vor zwanzig Jahren wäre das toll gewesen, da war ich Nachtmensch, aber inzwischen bin ich alt und der frühe Vogel und so..
Inzwischen meint das Leben es gut mit mir und hat mir eine Arbeit geschenkt, bei der ich die Abende einfach frei habe. Und wenn Du das lange Zeit nicht hattest und noch dazu Fatigue, dann chillst Du jetzt Dein Leben. Es gibt nichts Schöneres, als nach einem Arbeitstag die Tür aufzuschließen und zu wissen, die Katzen purzeln jetzt vor Deine Füße, weil sie sich freuen und weil sie wissen, uns gehört der Abend. 
Ich bin beim Arbeiten aber auch so eine 1000prozentige, ich möchte einfach alles gut machen und schnell erledigen. Dadurch, dass ich also täglich 6-8 Stunden arbeite und das, was ich tue wertgeschätzt wird, gebe ich dort auch gern alles.
Wenn ich frei habe, möchte ich erst recht nicht abends weg, denn dann habe ich die Zeit im Blick und damit einen Termin. 
Somit bin ich zu zwei Lesungen meiner Freundin und zu den Konzerten von Bosse und Tina Dico in den letzten zwei Jahren gegangen und in zwei klassische Konzerte und sehr zufrieden damit. Mir fehlt nichts. 
Meine FreundInnen sind zum großen Teil FrühstückerInnen wie ich. Dieser Moment, wenn ein frisch gebrühter Latte Macchiato vor mir steht, ist Glück pur.
Trotzdem werde ich immer wieder gefragt, ob sich vielleicht etwas geändert hat. Ich hatte diesen Beitrag schon fertig geschrieben, da kam die Frage, ob ich demnächst am frühen Abend im Nachbarort zum Essen mit Freundinnen mitkomme. Ich habe kurz überlegt, aber das Nein war zu klar in meinem Bauchgefühl: Zu dieser Zeit arbeite ich noch und an diesem Wochentag habe ich morgens einen Termin - das genügt mir dann an Ausgang, nach zehn Stunden möchte ich dann auch mal heim😅
Für mich gibt es auch gerne mal menschenfreie Sonntage.
Das heißt, wir stehen zwischen sechs und halb neun auf, je nachdem, wonach uns ist - manchmal lesen die Katzen noch ein Buch im Bett mit, manchmal wollen wir einfach den Tagesanbruch auf dem Balkon erleben. 
Über allem steht die Ruhe. Die ein Geschenk ist. 
Luxus pur. 
Dankbarkeit🩷