22.3.26

Katzenzeichnungen

Ich folge auf Threads mehreren KleinunternehmerInnen und KünstlerInnen und der Algorithmus zeigt mir wunderbarerweise immer mehr davon. 
So ist mir dort auch die talentierte @studio_shmidt begegnet, die mir nun superschnell Shirinchen gezeichnet hat und seinen Bruder Hong.
Die Postkarten glitzern metallisch, ich kann das kaum beschreiben, sie sind wunderschön🥰 
Das Original Kleinerhong kann seine Freude kaum ausdrücken, schließlich rannte ihm die Muddi gestern den ganzen Tag hinterher, um ihm die Zeichnung zu zeigen und ein Foto zu machen🤭😅❤️
Natali alias Studio_Shmidt hatte einen Post gemacht, unter dem man Fotos posten konnte, sie suchte dann einige aus und malte die Tiere zum Thema Weltall nach. Dadurch entstand unser Kleinerhong und ich habe sie gefragt, ob sie mir auch Shirinchen zeichnet.
Bestimmt bestelle ich wieder bei ihr, schließlich ist unsere Familie sehr groß😺😺😺😺😺😺
Sie kann aber noch mehr - es gibt bei ihr Sticker, Figuren, Schlüsselanhänger, Ohrringe - schau einfach mal bei ihr vorbei, allein die Posts machen schon glücklich🥰
// unbezahlte Werbung, da selbstgekauft 






21.3.26

Alltagsweisheit auf meinem Weg

Die Kassiererin strahlt wie immer und darauf angesprochen sagt sie: " Ich versuche, mich auf das Positive zu konzentrieren, das Negative kommt automatisch und von alleine."
Das stimmt irgendwie, auch ich kenne das, dieses "Immeristwas", das um die Ecke kommt, wenn man es gar nicht erwartet und schon gar nicht gebrauchen kann. Andererseits empfangen wir auch das Glück nicht immer mit offenen Armen, ja, es ist halt da, es ist schon Glück, wenn mal was nicht schief läuft, es ist Glück, wenn mir nix wehtut, aber ist es das wirklich? Sind wir nicht einfach schon von Haus aus argwöhnisch, ob uns das Glück gewogen bleibt? Oder haben wir verlernt, das Glück zu sehen? Mit den Augen der Supermarktkassiererin kann man jedem Tag etwas Positives abgewinnen, sich bewusst machen, was schön ist. Die netten Kunden, die sie anstrahlt, die blöden kommen ja von ganz alleine. 
Und in meinem Leben? Ich habe irgendwann unbewusst begonnen, mir gar keine Sorgen mehr zu machen. Ich kann tatsächlich sagen, dass ich jeden Morgen mit Freude aufstehe. Ob ich nun arbeite oder einen Ausflug plane oder zuhause bei den Katzen bleibe - ich liebe jeden Tag und kann es kaum erwarten, dass ein neuer  anbricht. Natürlich blende ich die Weltlage nicht aus und natürlich gibt es auch Menschen, die ich gerne in einer Tour hauen möchte, weil sie anderen das Leben schwer machen oder rücksichtslos oder faul sind. Aber mein Leben ist gut, mein persönliches Empfinden ist positiv. Denn ich weiß, dass ich sehr viel Glück in meinem Leben habe und dass ich zwar etwas dafür getan habe und tue, aber die jetzige Zeit die Belohnung für vorherige Mühen zu sein scheint. Und dafür bin ich dankbar. Und dafür, Menschen wie diese Kassiererin zu treffen. Die den Alltag weise macht.



20.3.26

Buchtipp Das Geheimnis von Liebe und Magie

Was mach ich jetzt nur mit diesem Buch? Einerseits sind da die vielen Tippfehler, auch ein falscher Songtitel ("Circle" statt korrekt "The Circle Game" von Joni Mitchell) und ein Cover, das der Geschichte nicht gerecht wird. Und andererseits ist da eine große magische Geschichte mit feinen weisen Sätzen, mit zwischen den Zeilen gewobener Magie und Menschen, die man einfach gern haben muss. Okay, ich entscheide mich für einen Tipp, denn das hat die Story von Breanne Randall verdient, allerdings sollte der Goldmann-Verlag gern weitere Bücher von ihr auf Deutsch veröffentlichen, aber dann bitte sorgsamer sein. Der Originaltitel "The Unfortunate Side Effects of Heartbreak and Magic" gefällt mir ebenfalls besser und auf dem Originalcover ist eine Tasse zu sehen. Die deutsche Ausgabe ziert ein Cafe von außen, das spielt aber nur eine zweitrangige Rolle, es gibt zwar Szenen im Cafe und es wird auch klar, wir wichtig dieser Ort für die Stadt ist, aber die meisten Dinge spielen sich in einem Haus mit Garten und Vorgarten an einem Wald ab. So viel zu meiner Kritik. 
Warum ich dieses Buch trotzdem empfehle? Weil es auf knapp 500 Seiten eine ganz tolle Botschaft hat: Magie hat viele Seiten und das Leben ist Magie, wenn Menschen es reich machen. 
Außerdem beinhaltet es so viele wundervolle Rezepte, dass es in jeder Küche stehen sollte, gespickt mit Post-its und bereit, beim Nachbacken oder -kochen immer wieder gelesen zu werden. Denn ganz unabhängig von der gesamten Geschichte können Weisheiten wie "etwas zu tun, obwohl es einem Angst machte oder das Herz brach, das war es, was wahren Mut ausmachte" den Tag oder die Wartezeit versüßen und Dich zum Lächeln oder Nachdenken bringen. Darum lohnt es sich, immer wieder reinzulesen.
Die Geschichte selbst ist komplexer als ich dachte. Es gibt viele Figuren, da die Familie sehr groß ist. Jede für sich ist wunderbar beschrieben und man fühlt sich sofort zugehörig.
Sadie und Seth sind Zwillinge, die bei ihrer Großmutter Gigi aufgewachsen sind, weil ein Fluch ihre Mutter aus der Stadt verbannt hat. Auch auf Sadie lastet ein Fluch, sie besitzt aber auch Magie. Ihre Familienmitglieder haben wie sie magische Fähigkeiten, sie alle sind aber keine Hexen. Trotzdem gibt es Vorkommnisse oder auch Rituale, die dann und wann hexisch anmuten. Darum lieb ich's - die besonderen Fähigkeiten der Menschen und ihr Zusammenhalt, die Beschreibungen des schönen Hauses und eben die ganze Geschichte, die spannend ist, aber auch emotional, das ist wie ein perfektes Gericht oder eine bunte Torte. Und dazu passend wird in der Geschichte gebacken und gekocht und immer auch dazu erklärt, welche Zutaten Klarheit oder Ruhe bringen oder was man bewirken kann, wenn man dieses oder jenes Kraut hinzugibt. 
Darum sind es gut investierte 14 Euro.
// unbezahlte Werbung 
Hiermit beende ich meine Busbuch-Reihe bis etwa Oktober, denn ich fahre wieder mit dem Rad zur Arbeit. Rezensiert wird trotzdem weiterhin🤩

19.3.26

Westerwelle

Westerwelle. 
So heißt die Doku in der ARD Mediathek, die mich nachdenklich gemacht hat und sehr berührt.
Man mag sich nun fragen, warum schaut sie sowas? Sie ist grün und bunt und sicher nicht reich genug für die FDP. 
Stimmt. Aber: Ich bin ein Bonner Kind, zu meiner Zeit gab es noch "richtige" Politiker und zwar auch Skandale und Machtspiele, aber ich habe Politik damals anders wahrgenommen. So auch Genschers FDP und später Guido Westerwelle. Das waren alles "Typen", die Parteien hatten ganz andere Werte als heute, auch wenn ich nicht alle sympathisch fand. 
Mit Guido Westerwelle verbinde ich zusätzlich zu seiner rheinischen Art die Erinnerung an eine Lehrerin, die wir beide gekannt haben, die sagte, dass aus uns beiden etwas geworden sei, die mit einem Lächeln über ihn und ihre Erinnerungen sprach. 

So reden auch seine Wegbegleitenden über ihn, zum Beispiel von gemeinsamen ganz normalen Kochabenden, der Freude und Dankbarkeit, von erwiderter Liebe, aber natürlich auch von Politik. Die Dokumentation ist mit ausgesuchten Interviews, aber auch Fotos und Filmausschnitten so gut zusammengestellt, dass ich den Machern wünsche, dass sie einen Preis dafür bekommen werden. 
"Leben Sie!" gibt man uns mit einem bekannten Zitat am Ende des Filmes mit auf den Weg. 

Gestern vor zehn Jahren ist Guido Westerwelle verstorben.

Ich werde Dir in den nächsten Tagen von seinem Buch erzählen, das ich wegen der Doku gekauft habe und das mich schon jetzt berührt, es ist politisch beunruhigend aktuell und gleichzeitig unterhaltsam und warm und weise. Ich möchte es aber zuerst zuende lesen.
// Unbezahlte Werbung 

18.3.26

Rosa Welt

 




Buchliebe

Eine Freundin bringt mir ihre aussortierten Bücher mit und ich freue mich total über eines, dessen Leserunde ich auf lovelybooks nicht gewonnen hatte. 
Da ich am liebsten Taschenbücher kaufe, einerseits wegen des Preises, andererseits, weil ich gebundene Bücher nicht im Bus mitnehme, hätte ich nun auf diese Geschichte erstmal verzichtet.
"Das ist total langweilig", sagt die Freundin, relativiert dann aber: "wobei es dir echt gefallen könnte!" 
Ich muss lachen. Denn zum Abschalten lese ich tatsächlich gerne Geschichten, die mich nicht groß fordern. Stef nannte dies immer "Schund", mein Buchhändler drückte es einmal viel freundlicher aus: "Wer liest, macht keinen anderen Quatsch."
Ich finde, eine gute Geschichte hat auf jeden Fall neben tollen Personen ein Happy End und man nimmt daraus etwas für sich mit. Ob das nun was fürs eigene Leben ist, eine kreative Idee oder auch nur ein schöner Satz - ganz egal. Und wenn mir das Buch gefällt, kaufe ich alle anderen Bücher des Autors, der Autorin ebenfalls. 


17.3.26

Rostroter Tag

Heute ist ein blauer Tag. Gestern war er rostrot. Dabei sind Montage eigentlich grün und Dienstage rostrot.
Man nennt es Synästhesie, wenn Du Farben fühlen kannst oder sie anders wahrnimmst und verbindest als andere Menschen. 
Bei mir hat jeder Wochentag (das Wort) eine andere Farbe. Nur Mittwoch und Samstag sind gleich, die sind weiß. Schon als Kind merkte ich mir so Termine oder wusste meine Schulfächer anhand der Tag-Farben, denn auch die Schulfächer waren farbig, Mathe zum Beispiel war blau. Hatte ich also mittwochs Mathematik, war das ein blauer Himmel mit weißen Wolken. 
Ich trage seit meiner Krebserkrankung gerne bunt. Zwar gab es auch schwarze Phasen, zum Beispiel bei meiner Arbeit im Hotel, da trug ich dann bunte Socken, aber auch als Teenager, als Schwarz cool war, trug ich wenigstens bunten Nagellack. Inzwischen spare ich mir aufwendiges Shopping und trage nur noch bunte Haremshosen. Darum kann ich jeden Tag die schon beim Aufwachen gefühlte Farbe anziehen. Und das macht mein Leben einfach bunter.


16.3.26

Präsidentin der Welt

"Kannst du bitte die Präsidentin der Welt werden? Wenn es mehr Menschen wie dich gäbe, wäre die Welt nämlich eine bessere", lacht eine Freundin. 
Ich lache auch, aber schüttele den Kopf, frage mich gleichzeitig, warum eigentlich? Weil ich nicht mal mehr die Verantwortung als Chefin haben möchte, geschweige denn, die für eine ganze Welt? Oder weil es mir leicht fällt, etwas zu tun, was andere Menschen unterstützt? Warum fällt es oft so schwer, Lob anzunehmen? Weil mir sofort einfällt, wie viele Menschen mich nicht mögen? Oder weil ich für etwas, das keine Mühe macht, keinen Dank will? 
Es ist vermutlich von allem ein bisschen. Dabei bin ich inzwischen sehr oft mit einem Nein dabei, sodass ich Dinge, die mir Mühe machen würden, schon gar nicht erledige. Also kann ich mich doch auch einfach freuen. Hinterher freue ich mich tatsächlich auch riesig, denn es gab viele schöne Momente und ich bin dankbar, dass Menschen wertschätzen, was ich tue. Jeden Tag eine gute Tat oder jeden Tag die Welt anderer ein bisschen besser machen, das macht auch meine Welt gut. 
Dieses Bild ist KI-generiert mit einer Vorlage von einer alten Bitmojiversion