Bekloppt, dass man manchmal oder allzuoft denkt, das Leben mag einen nicht oder dass man sich wünscht, es würde endlich mal leicht werden. Dass man zu lange traurig ist oder wütend. Denn da sind sie, die kleinen großen Dinge - Besuch von einer allerbesten Freundin, meine Fünf, die mich jeden Morgen und Abend begrüßen, Gutes zu lesen (ich durfte diese Woche endlich mal wieder ein Buch Korrektur lesen), der Mond, Blumen, Eis, ein Kuchen aufs Haus, Mittagspausengespräche, ein mitgebrachtes Croissant oder ein Fächer gegen die Hitze - die machen das Leben reich und leicht zugleich und ich frage mich, ob das nicht einfach genügt. ❤
Dieser Text ist elf Jahre und einen Tag alt und heute würde ich meinem jüngeren Ich sagen:
Ja, das genügt für ein reiches Leben. Weil die vermeintlich kleinen Dinge tatsächlich in Wirklichkeit große Dinge sind. Außerdem ist ein glückliches Leben nicht frei von Katastrophen, denn die passieren, wir haben nicht alles in der Hand oder unter Kontrolle (so gerne ich das auch heute manchmal noch hätte). Der Umgang damit zählt.
Und ich würde meinem jüngeren Ich noch orakeln: Du wirst nicht immer ganz sorglos leben, aber es wird leicht werden, Dein Leben. Du wirst die Dinge, die Du aufgezählt hast, noch in späteren Jahren zu schätzen wissen und Bücher nicht nur korrigieren, sondern auch lektorieren.
Du wirst selbst noch ein zweites Buch schreiben. Du wirst neue Seiten an Dir entdecken, Kreativität und Mut.
Du wirst einen Traumjob bekommen, von dem Du nicht wusstest, dass Du ihn brauchst oder dass es Dein Traumjob ist.
Du hast die Menschen losgelassen, die vielleicht nur kurz Wegbegleitende sein sollten - oder ein Irrtum mit einer Lernaufgabe. Du wirst Menschen in Deinem Leben behalten, die Dir guttun. Und Du wirst neue Menschen kennenlernen. Dabei helfen Dir Deine Erfahrung und Deine Intuition. Nutze sie! Vertraue auf Dich und das, was in Deinem Inneren schon die ganze Zeit da gewesen ist:
Die Liebe zum Leben.
💚💕