Am Sonntag jährte sich der plötzliche Tod unseres ehemaligen Orchestermanagers zum zweiten Mal. Mit AJ habe ich über zehn Jahre (mit einer Pause meinerseits bzw. während Corona) vertrauensvoll und auf Augenhöhe zusammengearbeitet, wir haben uns ein einziges Mal gestritten und ansonsten immer perfekt geplant, miteinander gesprochen und gearbeitet. Wir haben viel gelacht (ich, er schmunzelte eher) und philosophiert (vor allem er, ich stellte Fragen und hörte ihm gern zu) und seine Mails sind auch heute noch ein wertvolles Gut für mich. Im Sommer seines Rentenbeginns hatte er noch Urlaub und in diesem ist er ganz plötzlich verstorben. Das schmerzt bis heute, denn ich hätte ihm ein Leben im Ruhestand sehr gewünscht. Er hatte Pläne.
Das Fehlen eines solchen Menschen reißt eine Lücke, die nicht zu schließen ist. Schön finde ich jedoch, dass wir Übriggebliebenen zusammengerückt sind, Freundschaften sind entstanden oder haben sich intensiviert. Auch jetzt noch scheint er seine Hände über unsere Köpfe zu halten und zu sagen "Lebt und findet das Schöne im Leben".
Am Sonntagabend war plötzlich ein Wolken-A am Himmel.
Es gibt Zeichen, wir müssen sie nur erkennen.
26.8.26
AJ
25.8.26
Paigh
Paigh und ich, das ist eine große Liebe seit zehn Jahren. Zunächst habe ich die Hosen nur im Sommer getragen, testweise, dann immer wieder bestellt und über Lymph-Kompression und Leggings gezogen, auch im Winter. Ich als Dicke Tante habe wirklich alles durch - Jeans, Stoffhosen, Röcke - irgendetwas zwickte immer oder war zu klein oder zu groß.
Als dann über Social Media eine Werbeanzeige der Firma in mein Leben trudelte, hatte ich ohnehin gerade meine bunte Phase und wenn etwas fair hergestellt wird, dann mag ich das sehr.
Es gibt einfarbige Haremshosen, bunte Haremshosen und inzwischen auch warme Hosen und Chillerhosen, aber auch Oberteile, Röcke und Accessoires wie Schmuck. Paigh ist immer wieder für eine Überraschung gut, ich trage auch total gerne eine Leinenhose von dort, sie ist so angenehm!
Paigh ist oft umgezogen, Köln, Leverkusen, Bad Vilbel - und nun bekomme ich seit einiger Zeit Post aus einem Lager im Westerwald, da fahre ich zufällig regelmäßig dran vorbei und denke mit einem warmen Gefühl daran, dass hier bunte Ware lagert, die aus Thailand, Indien und Portugal stammt - aber fair hergestellt wurde.
Der Support ist immer lieb und freundlich und findet rasche Lösungen, wenn mal eine Frage offen ist. Die Lieferung ist schnell per DHL. Da ich nichts zurückschicke, weiß ich nicht, wie es sich mit Retouren verhält, aber ich kann mir vorstellen, dass auch das reibungslos verläuft.
24.8.26
Dönerteller
Ich habe mich so so so sehr gefreut! Ich habe diesmal beim Keramikmalen nicht so richtig gewusst, ob meine Idee was wird, aber es hat geklappt. Nach dem Brennen finde ich die Platte so perfekt, dass sie nicht nur als Dönerteller benutzt wird. Herrlich🥰🥙
23.8.26
Regenbogenfarben im Alltag 3
22.8.26
Musiktipp: Lotte
Ich habe zu jedem von Lottes Alben eine Verbindung, obwohl ich echt zu alt bin und sie noch so so jung 😂💞
21.8.26
Buchtipp: Die Welt von oben
20.8.26
Schwimmliebe
Petrichor, der Duft von Regen auf dem trockenen Boden - unbeschreiblich. Wenn es diesen Sommer regnet, stehe ich im Badeanzug auf dem Balkon - mittendrin. Regen ist nicht gleich Regen. Mal ist er warm und weich, meistens aber kalt und mehr als erfrischend.
Mein Sternzeichen ist Fische, schon deshalb könnte es sein, dass ich Wasser liebe. Wasser ist einfach mein Element!
Während mein Umfeld Cola trinkt oder diese ganzen komischen Sirupsorten konsumiert, weil Wasser angeblich nicht schmeckt, brauche ich ständig Wasser, dabei ist es mir gleich, ob aus dem Wasserhahn oder mit Kohlensäure aus der Flasche. Jede meiner Zellen sehnt sich nach Wasser. Gerade in diesem Sommer, der uns alles abverlangt, gehe ich nicht ohne Wasserflasche aus dem Haus.
Und dann ist da meine große Leidenschaft: Das Schwimmen.
Vor zwei Jahren erschien Meike Werkmeisters "Am Himmel funkelt ein neuer Tag". In diesem Buch schwimmen Frauen in englischen Ponds und ich konnte mir kaum etwas Schöneres vorstellen. Leider habe ich es seither nicht nach London geschafft. Aber die Sehnsucht rief, ich schwamm im Bodensee, der ist nur leider nicht direkt vor der Tür.
Im Winter 2025 habe ich die Autorin Libby Page entdeckt und dann alle ihre Bücher gebraucht gekauft und gelesen. Mit dabei: "Im Freibad", das auch unter dem Titel "Schwimmen mit Rosemary" erschienen ist. Ich hatte es ganz kurz Anfang Dezember hier im Blog als Buchtipp.
In dieser Geschichte wird versucht, ein Freibad zu retten. Auch unser Freibad sollte vor über 20 Jahren geschlossen werden, eine Bürgerinitiative (auch mit meiner Unterstützung) rettete es. Unser "neues" Bertholdbad ist inzwischen schon 56 Jahre alt, aber genau diese Retro-Atmosphäre mag ich daran. In Libby Pages Buch wird von Kate erzählt, die über Rosemary und die anderen Schwimmenden in der Zeitung schreiben soll. Die ganze Zeit hatte ich unser Bertholdbad vor Augen und war da noch gar nicht sicher, ob ich wieder wie früher dort schwimmen gehen soll.
Mich zieht es eigentlich ganzjährig ans Meer, leider wäre mir eine so weite Reise gerade zu anstrengend. An den Bodensee als Ersatz? Normalerweise immer, aber in diesem Sommer hat es nicht geklappt. Als ich im Januar auf dem zugefrorenen Bodenseeufer stand, war ich mir sicher, auch in diesem Jahr zum Schwimmen zurückzukehren, aber bei dem Niedrigwasser verzichte ich - und die Reise ist, obwohl der Zug durchfährt, zumindest zurück anstrengend, da weiß man am Wochenende nicht, ob man in Baden-Baden raus kommt oder ob man bis Karlsruhe mitfahren muss. Nächstes Jahr fahre ich dann wieder unter der Woche, da muss es einfach klappen!
Das Schwimmen oder Nichtschwimmen ziept aber immer sehnsuchtsvoll in meinem Herzen und diesen Sommer besonders und so konnte ich mir kein größeres Geschenk machen, als eine 12er-Karte unseres Schwimmbades zu kaufen. Ich hatte zuvor wochenlang überlegt, wie ich an einen See kommen kann, musste dann aber aufgrund der Hitze kapitulieren - ich kann keine 40 min hinradeln, schwimmen und dann nochmal 40min zurück. Da müsste ich schon morgens um 6 Uhr schwimmen können, aber die Badestellen öffnen erst um 8 Uhr oder später. Auch die anderen Freibäder sind entweder unerreichbar oder zu spät geöffnet. Ich habe mir gedacht, wenn ich die 12er-Karte nicht schaffe, dann gehe ich ab Herbst ins Hallenbad, das ist direkt neben dem Freibad. Auch da kann man frühmorgens ab 7:30 Uhr schwimmen, danach kommen die Schulen und es ist erst am Nachmittag wieder geöffnet, aber am Wochenende kann man auch früh hingehen. Ich mag nicht später, weil dann zu viele Menschen da sind. Jetzt am Morgen ist es wie früher und ich frage mich, während ich bald eine zweite 12er-Karte kaufen muss, warum ich das Ziepen die ganze Zeit überhört und weggeschoben habe. Natürlich war da früher dieser Job, wer 14 Std arbeitet, schläft nur und schwimmt nicht. Dann war ich nach Corona nochmal tagsüber da, da standen sie alle im Becken, war so gar nichts für mich. Und 5,50 Euro Eintritt ist nun auch nicht gerade geschenkt, ich würde mir eigentlich so eine Happy Hour am frühen Morgen wünschen, halbe Stunde schwimmen, 2,50 Euro. Aber okay, jetzt denke ich, mit der 12er- Karte ist es günstiger und ich unterstütze das Bad ja auch damit. Habe kürzlich gelesen, dass die Freibäder diesen Sommer überrannt wurden. Ob dies hilft, die Finanzlöcher zu stopfen, weiß man leider erst am Ende der Saison. Vielleicht bedeutet also das Ende der Freibadsaison für mich in diesem Jahr nicht das Ende der Schwimmsaison. Ich bin nicht nur sehnsüchtig, ich bin süchtig danach, ich liebs einfach, der erste Moment im Wasser, dann ziehe ich meine Bahnen, bis ich nichts mehr denke - es ist einfach wunderbar. Auch wenn mir im Winter das Aufstehen im Dunkeln sicher schwerer fallen wird. Wir werden sehen. Aktuell ist das wiederentdeckte Schwimmbadschwimmen auf meinem Arbeitsweg das Herrlichste, was mich überaus glücklich macht!












