27.7.26

Weitere Geschichten aus der NachbARSCHaft

Wie konnte ich nur in meiner grenzenlosen Menschenfreundinnaivität denken, dass mit dem samstäglichen Abendprogramm die Lärmfreude unserer Flodders (wobei mir die Fernsehfamilie sympathischer ist) das Projekt Stinkebude abgeschlossen sein würde? 
Nein, natürlich lag gestern ein makelloser, ruhiger Sonntag vor den beiden Männern und so einen Balkon muss man ja dann nochmal drei Stunden absaugen.
Der lärmende Folklore hörende Nachbar ein Haus weiter scheint im Urlaub oder anderweitig beschäftigt zu sein, da ist es doch ehrenmannhaft, ihn mit dem schlecht ziehenden Staubsauger zu vertreten.
Als die Zwillinge dann erschrocken rein kamen und einen kühlen Platz suchten, weil unser Balkon unbenutzbar war,  wurde das zu saugende Gebiet wieder auf die Wohnung ausgeweitet. Zurück auf dem Balkon duftete Scheuermilch zu uns nach oben,  der laute Staubsauger kam nochmal mit dazu und natürlich sind Vater und Sohn  multitaskingfähig - geraucht wurde dabei auch.  Danach auch.  Und als dann der Müllsack untrennbar benutzt wurde,  war das anscheinend so anstrengend, dass man nochmal rauchen und sich laut unterhalten musste.
Zwei Stunden später meldete sich der eine Mann für den nächsten Tag auf der Arbeit telefonisch krank, das geht ja momentan noch ohne AU, sein Glück. Aber ja, ich wäre bei dem Staubsaugerlärm auch fast taub geworden, verstehe das.
VorwerkvertreterInnen hätten hier ihre helle Freude. 
Das Bild ist KI-generiert 


26.7.26

Neue Geschichten aus der NachbARSCHaft

Während ich diese Zeilen schreibe, bilde ich gerade das Leben um uns herum ab. Meine Blogbeiträge erstelle ich immer, wenn eine Idee in meinem Kopf zum Text geworden ist,  also meist abends.
Damit Du immer etwas zu lesen hast, speichere ich alle Texte und gebe für jeden Tag eine Uhrzeit zur Veröffentlichung vor. Natürlich kommt es auch vor, dass ich morgens schreibe oder anstatt mehrerer Texte am Stück mal nur einen. Dieser Beitrag ist definitiv gestern entstanden, Du bist also quasi live dabei. 
DasSams liegt auf dem Balkon und schläft, ich richte gerade das Essen für Harry und plötzlich geht der alte schlecht ziehende,  überlaute Staubsauger der Nachbarn unten auf dem Balkon los. DasSams macht einen Satz, Harry guckt wie eine Eule mit runden großen Augen und knurrt. Ich erkläre wieder einmal, dass Nachbarn laut sein können und rücksichtslos, dass es aber eigentlich ein gutes Zeichen ist,  dass die Stinkebude mal gesäubert wird. 
Denn der Vater ist anscheinend zu Besuch beim Sohn, das hört man kurz darauf,  weil wieder mal laut mit Lautsprecher telefoniert wird - diesmal vom Alten. Zum Glück geht es um das Abendprogramm, sie werden nachher  hoffentlich lange außer Haus bleiben. Der Sohn hört eine Sprachnachricht laut auf dem Balkon ab, zu der ich keine Fragen mehr habe. 
Normalerweise schwafeln sie jeden Abend bei einer Zigarette auf der Straße miteinander über das Weltgeschehen, wir hören es zwar trotzdem, aber es dauert alles nicht so lang.  Heute,  also inzwischen gestern, schaffen sie sechs Zigaretten und das sieht dann ungefähr so aus:
Das Bild ist KI-generiert 

Anmerkung: Die NachbARSCHaftsgeschichten sind wahr,  wären sicher gern Satire.


25.7.26

Buchtipp: Begegnungen - Christian Simon

Begegnungen mit Weltstars und anderen
- Von Paul McCartney bis Frank Elstner

lauten die Untertitel dieses wunderschönen Buches. Ich muss vorwegnehmen: Ich bin befangen und mag den Schreibstil von Christian Simon sehr.
 
Er ist nah, er ist klar und umfassend, aber auch lustig, damit amüsant und leicht - auch wenn manchmal schwierige Themen beschrieben werden. Ich wusste das, weil ich sein Werk "Paul McCartney hautnah: Meine Jahre mit der Legende" während Corona gelesen habe. Es erschien im März 2020 und es war damals seit Jahren mal wieder das erste Buch, dem ich mich komplett und in Ruhe widmen konnte, weil in meinen damaligen Jobs Kurzarbeit herrschte. Zuvor habe ich jahrelang kaum gelesen, was mir sehr gefehlt hatte, und mit seinen sehr nahen Zeilen kam ich wieder in einen Lesefluss. 
Es ist im Dezember 2025 sogar auf Englisch erschienen.

Kürzlich habe ich das Familienkochbuch der McCartneys gekauft, weil es in einer älteren Zeitschrift als Buchtipp beschrieben war, erschienen ist es in Deutschland im November 2021 und inzwischen haut der Verlag es für nur zehn Euro raus. Es beinhaltet Lindas Rezepte und Paul samt Kindern hat es neu veröffentlicht. Auch da habe ich beim Lesen an Christian Simon und seine Frau gedacht und an die Jahre, die sie mit Paul und Linda verbracht haben und die er uns in seinem Buch zugänglich gemacht hat. 
In manchen Szenen kam es mir vor, als säße ich selbst daneben. Die Erzählungen hallen nach, man merkt sie sich. Und so ist es auch mit diesem Buch. Die Begegnungen, die Christian Simon mit Stars wie Tina Turner, Hape Kerkeling, Cynthia Lennon oder auch Johannes Mario Simmel (und vielen anderen) erlebt, sind so toll erzählt, dass wir nicht nur Einblicke in deren, sondern auch in sein Leben erhalten. 
Eigentlich müsste man auch mal ein Buch über Christian Simon schreiben, er hat bestimmt noch viel mehr zu sagen. Als wir uns das erste Mal (in meinem vorherigen Job) begegnet sind, war ich noch sehr jung und er Konzertveranstalter eines Konzertes mit den Lords, mit denen er seit 1974 zusammenarbeitete (er war als Fünfzehnjähriger Zaungast eines Konzertes, war mutig (mehr verrate ich nicht) und allein diese langjährige Zusammenarbeit muss für ihn rückblickend doch ganz unfassbar sein. Mir geht es jedenfalls mit den Menschen so, bei denen ich vom Fan zur Freundin wurde, diese besonderen privaten Verbindungen, die man zu diesen teils sehr öffentlichen Menschen hat, das Vertrauen, das sie in uns setzen - unbeschreiblich). Es war damals auch sofort auch eine Vertrauensbasis zwischen Christian Simon und mir und ein angenehmes Arbeiten auf Augenhöhe. Er kann einfach gut mit Menschen umgehen, das liest man auch aus den Begegnungen in seinem neuesten Buch heraus - aus Interviews und Zufallsbegegnungen werden Freundschaften, zum Beispiel mit Menschen wie Peter Behrens von Trio, den er hier in Baden-Baden trifft, als dieser längst hier wohnt. Sie treffen sich öfter, freunden sich miteinander an.
 Mit Udo Jürgens führt er ein Interview, nachdem er ihn in seinem viel zu kleinen Auto vom Flughafen abgeholt hat - und gewinnt mit seiner offenen Art einen Freund. Später veranstaltet er Konzerte und schreibt ein ganzes Buch über ihre Gespräche - "Ich, Udo: Gespräche mit Christian Simon".
Frank Elstner und Jochen Pützenbacher sehen Christian Simons Talent und er darf bei RTL Radio Luxemburg anfangen, später wechselt er zu SWF1. In meinem kleinen rosa Kinderradio liefen diese Sender früher auch, zwar erst nach seiner Zeit, aber auch so entsteht eine Nähe.

Frank Elstner, der sein eigenes Kapitel gegen Ende des Buches bekommen hat (hier habe ich beim Lesen überlegt, Christian Simon könnte doch eigentlich als nächstes über Frank Elstner schreiben, jedenfalls wollte ich nicht, dass das schöne Kapitel endet), schreibt das warmherzige Vorwort im Buch: "Hier hat ein Zeitzeuge zugeschlagen, der viele tausend Stunden in das Wohl...großer Künstler ... investiert hat. Dafür sollten wir ihm alle dankbar sein." Ja, das unterschreibe ich zu tausend Prozent. Ich bin auch dankbar für dieses Buch, bei dem es sich lohnt, immer wieder einmal reinzulesen. 
Christian Simon fängt hier Stimmungen ein, erzählt das Leben und lässt uns teilhaben. Sehr viele Fotos aus 50 Jahren runden das Erzählte ab. Ein Nachschlag, fast wie eine Konzertzugabe sowie ein Anhang sind ebenfalls darin zu finden. 
Ich halte ein vermeintlich kleines Taschenbuch in Händen, aber es hat einen großen Inhalt. Danke!
// unbezahlte Werbung, selbstgekauft



Erwähnte Bücher

Ich, Udo: Gespräche mit Christian Simon
ISBN 978-3784434087

Paul McCartney hautnah: Meine Jahre mit der Legende
Christian Simon
ISBN ‎ 978-3784434742

Begegnungen
Christian Simon
ISBN 978-3911682381

Linda McCartney´s Familienkochbuch
ISBN 
978-3641289768
(Achtung, nur die deutsche Version ist günstiger als zum ET)



24.7.26

IKEA Huset

Irgendwie überrascht mich IKEA immer wieder. Jetzt gibt es ein Set, bei dem sich Fuchs und Hase quasi gute Nacht sagen können. 
Und das ist noch nicht alles,  es gibt auch Toilette, Waschbecken und Stuhl. Dieses Set ist einfach so süß, das toppt das frühere Set mit dem mini Kallaxregal, da waren aber auch keine Figuren dabei. Das Puppenhaus gefällt mir auch sehr gut, aber das wird nur gekauft, wenn der Katzenpalast mal in ein Eigenheim zieht, denn dort wird es dann einen Raum nur für Playmobil und Spielzeug geben. Aktuell begnügen wir uns noch mit der Kulisse vom Mäusehaus und von Cute Cottage Overload. Von der Größe her passen die IKEA-Sachen perfekt zu den Mäusen aus den Niederlanden. Die Katze ist von Hema, also auch von dort.
// unbezahlte Werbung 



23.7.26

Kopfhörerhäkelei

Als ich vor einigen Jahren einen Bluetooth-Retro-Kopfhörer gefunden habe, der einen guten Klang hat, aber leicht wie diese alten Walkman-Kopfhörer ist, war ich wirklich happy. 
Allerdings fallen irgendwann die Polster ab, darum habe ich jetzt keine mehr nachgekauft, sondern einfach mal ohne Anleitung losgehäkelt. Mir gefällt es 🤩🎧







22.7.26

Post ist da!

Heute ist einfach schon der zweiundzwanzigste Juli 🙀 Überleg mal, in fünf Monaten sind wir kurz vor Heiligabend. Ich freue mich schon darauf. 
Weil ich es zum Beispiel kaum erwarten kann, was in der weihnachtlichen Snailmail stecken wird. Ich werde ganz sicher zum Herbst/Winter hin noch mehr Snailmails von anderen vorstellen, aber aktuell ist mir die monatliche Post von @niemandanderes, die ich ja auf Threads und Instagram entdeckt habe, die liebste. 
Es sind wieder supersüße Sticker für mein Journal darin, aber auch eine tolle Karte mit einem lustigen Wortspiel (Kiwiegehts) und einer Kiwi darauf. Inzwischen habe ich diese monatlichen Briefe abonniert, es ist einfach eine Freude,  eine junge Künstlerin zu unterstützen und gleichzeitig so goldige Post zu bekommen. 
Aber sieh selbst:
// unbezahlte Werbung 


21.7.26

Zukunftsträume

Eine Freundin und ich sind uns einig: Wir werden später verarmte Rentnerinnen sein und unser Geld für Katzenfutter, Kartoffeln, Nudeln und Knoblauch ausgeben. 
Mehr brauchen wir nicht zum Glücklichsein. Vielleicht noch ein wenig Salz und Zitrone als Topping - und am Monatsanfang manchmal Butter.

Es geht auch mit Thymian vom Balkon, geschenktem Olivenöl und Salz und Knoblauch