20.7.26

Buchtipp: Schwestern in einem anderen Leben

Von der ersten Seite an hat mich diese Geschichte gepackt. Vor allem wegen der Sprache und Gestaltung, der Schreibstil und die Sprünge zwischen Menschen und Jahren gefallen mir sehr sehr gut.  
Aber auch,  weil mich dieses Thema fasziniert: wohin verschwinden die Menschen, die verschwinden? Vor zwanzig Jahren wollte ich mal selbst darüber schreiben und las alles zu solchen Fällen, aber dann war mir das Thema doch zu groß. 
Autorin Christiane Wünsche erzählt hier von einer Familie mit drei Töchtern, die 1976 wie vermutlich die meisten deutschen Familien leben: der Vater fleißiger Schreiner, die Mutter kocht und backt, die Kinder mehr oder weniger aufgeweckt und gut geraten - und doch passiert etwas, das ihr ganzes Leben zerreißt. 
Und dann wird die Gegenwart erzählt, Rosi, die ein Geheimnis mit sich herumträgt, die als Teenager von zuhause weggelaufen ist. 
Aber auch die Jahre dazwischen dürfen wir erleben,  aus verschiedenen Perspektiven, die das Buch so ungeheuer spannend machen.
Es ist nicht nur die Frage nach der eigenen Identität, die hier aufkommt, sondern auch eine Frage des Vertrauens und des Lebens mit einer Lüge - bzw. ist es eine Lüge, wenn man nicht allen alles sagt?
Ich wollte auch mal von zuhause abhauen - und habe dann das Musikvideo zu "Runaway Train" von Soul Asylum gesehen, da habe ich es dann sein gelassen. Wie man sich einsam unter Menschen und in der Familie fühlen kann, das weiß ich und habe das auch immer formuliert. Den passenden Spruch von Marie von Ebner-Eschenbach kannte ich jedoch noch nicht. Dieses und andere Zitate runden das Buch ab. Aber auch eigene Sätze, wie "Sie dachte, dass Familie viel mehr sein konnte als biologische Verwandtschaft und empfand auf einmal ein überwältigendes Gefühl der Dankbarkeit dafür, diese netten Menschen kennengelernt zu haben"
machen die Geschichte perfekt.
Es ist wirklich alles sehr gut durchdacht und recherchiert,  aber man fühlt alles auch so sehr. Die Figuren sind so gut beschrieben, dass ich sie als Film vor meinem geistigen Auge sehe. Und auch, wenn ich das Buch (nur kurz!) weggelegt habe, musste ich an die Menschen darin denken.
Ich habe es in zwei Tagen durchgelesen und bin noch ganz erfüllt von diesen Leben.
Eine absolute Leseempfehlung!
PS Und hol oder back Dir Kuchen, Du wirst solchen Appetit auf Pflaumen- oder Apfelkuchen mit Sahne bekommen🤭
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19.7.26

MoonEllyShop

Wie schnell kann man sein! Gestern war schon Post im Briefkasten, dabei hatte ich doch gerade erst das achtsame und beruhigende Einpack-Video von kloke.elly auf Instagram gesehen
Du weißt ja,  ich unterstütze gern Künstlerinnen oder unabhängige, kleine Betriebe und von allen war sie nun die Schnellste beim Versand. Und wie liebevoll es verpackt ist! Außerdem lagen noch Goodies dabei,  die Dankeskarte hat eine schöne Rückseite mit einem weiteren Motiv und es gibt nun noch mehr Gründe für ein eigenes Haus: ich brauche mehr Wände, denn ich würde die herzerwärmenden Postkarten gern alle aufhängen, statt sie wegzuschicken 🤭
Ich denke,  es ist an der Zeit,  bis zum Lottogewinn einfach mal eine Art Wechselausstellung an den vorhandenen Wänden zu beginnen. Zum Glück habe ich in meinem Journal noch viel Platz für die schönen Sticker, vor allem die herbstlichen. Ach, was freue ich mich auf den Herbst!
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18.7.26

Im Regen tanzen

Ich liebe es, im Regen nach Hause zu kommen,  vor allem, wenn es ein warmer Sommerregen ist. 
Noch besser ist es, bereits zuhause zu sein, wenn der Regen beginnt. Petrichor ist nach Brotduft für mich der schönste Duft der Welt. Und danach folgt gleich der von geröstetem Knoblauch 🤭
Im Badeanzug auf dem Balkon eine Regendusche genießen - Luxus pur!



17.7.26

Apfelhof-Reihe von Sonja Flieder

Vor ein paar Wochen habe ich den ersten Teil der Reihe bereits empfohlen. Jetzt geht es um Teil 2&3. 
Ich war mega happy, als ich sah, dass es neun Apfelhof-Bücher gibt. Das ist mal eine ordentliche Anzahl! So oft bin ich traurig,  wenn eine Reihe endet, meist 3-4 Teile, und es könnte noch so viel erzählt werden. 
Hier habe ich noch einige vor mir und freue mich darauf, möchte aber etwas dazu sagen. Vorneweg: am Eindruck der Geschichte des ersten Buches hat sich mit Buch 2&3 nichts geändert. Ich liebe es,  jeden Tag auf den Apfelhof zurückzukehren und wann immer ich irgendwo warte in das Leben der Menschen dort abzutauchen.
Aber liebe Güte, das Lektorat! Im ersten Teil serviert Frida Ingwertee und alle hassen ihn,  im dritten Teil wird der Tee, den alle hassen, plötzlich zu Fencheltee. Das finde ich merkwürdig, so etwas merkt man doch. Dann gibt es einen unerklärlichen Hang zum Streicheln über die linke Wange und die linken Arme. Und überraschend ist immer noch,  dass am zweiten Tag der jeweiligen Feste mehr los ist als am ersten Tag. Das sind Kleinigkeiten, aber mir fällt das auf. Tippfehler stören mich auch, das weiß jeder. Und dann überlege ich, wie das passieren kann, dass ein an sich perfektes Buch, eine Reihe, so gestört werden kann durch solche Dinge wie zwei Zeitungsnamen, obwohl eine gemeint ist (Hamburg Aktuell oder Hamburger Allgemeine). Mir tut das für die Autorin auch total leid. 
Die Stories in Band 2&3 gefallen mir gut, es gibt überraschende Wendungen und die Menschen entwickeln sich toll. Auch ein Wiedersehen mit Feriengästen aus dem ersten Buch gibt es, das verleiht Herzenswärme und ist einfach schön beschrieben. 
Ich werde jetzt erstmal Band 5 lesen,  weil er im Angebot war, und Nr 4 überspringen. Wenn ich dann noch Freude daran habe und die Menschen vom Apfelhof vermisse, kaufe ich die weiteren Ausgaben, denn ich möchte schon gerne wissen, wie es weitergeht, aber wenn die Sprache nicht passt,  bin ich leider auch stur 🤭
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16.7.26

Baden-Baden-Liebe

Wie wunderschön es hier ist,  kann man sehr gut am frühen Morgen im Park sehen:



15.7.26

Fußball und die kleinen rechten Würstchen

Was ist eigentlich passiert? Die Welt hat sich so sehr gedreht, dass nicht einmal mehr so etwas Verbindendes wie Fußball sie einen kann. Da sind Ronny und Didi aus Sachsen, aber auch Mandy und Gerlinde und vor allem die, die "ja nichts gegen Ausländer" haben, aaaaber - gegen Frauen. Als wir gegen Curacao 7:1 gewonnen haben, las ich, es sei eigentlich ein 4:1 gewesen wegen der deutschen Torschützen ohne Migrationshintergrund. Wenn eine Schiedsrichterin pfeift oder eine Kommentatorin kommentiert, hagelt es Vorwürfe und Spott. 
Dabei sind manche von diesen selbsternannten ExpertInnen selbst MigrantInnen. Oder wie sollte man das nennen, wenn die Familie 1989 in den Westen geflohen ist, Begrüßungsgeld kassiert hat und sich ein neues Leben hier aufbaute? Ach, ich vergesse, viele von diesen Mandys waren damals ja noch nicht einmal geboren. Ihr kennt das Leben Eurer Vorfahren gar nicht. Und Ihr wisst auch nicht, was es heißt, in eine Schulklasse mit lauter "Wessis" zu kommen, während Ihr von Kleiderspenden gelebt und im Auto geschlafen habt, bis es eine Lösung gab. All das habe ich damals live miterlebt. Wir bekamen neue MitschülerInnen und die hatten nichts Lustiges zu erzählen. Aber so richtig frei lachend habe ich sie beim Sport erlebt, beim Fußballspielen und Kindsein.
Ja, es gab WMs, da war ich auch mehr "mit dabei", habe Public Viewing gemacht und mich mit Engländern in einem Pub über jedes Tor gefreut. Inzwischen macht es mir nicht mehr so viel Spaß unter Leute zu gehen und wenn die FIFA eine Rote Karte auf Bewährung ausstellt oder Menschen in Quatar sterben weil die Arbeitsbedingungen mehr als schlecht waren, mag ich auch keine Spiele schauen, auch nicht, wenn ich Hoffnung hatte, dass gemeinsame Gastgeber Mexiko, Kanada und USA vielleicht dadurch etwas zusammenrücken. Doch Fußball verbindet. Gerade die Lebensfreude im Sommer verbindet - aber eben nicht, wenn Rechte sagen, wo es langgeht. Bei einer WM geht es doch darum, gegen und mit anderen ein Turnier zu spielen. Sonst muss blaubraun SAX gegen braunblau Rechts spielen. Könnte langweilig werden mangels Mannschaften.
Und die Frauen, die kompetent kommentieren und manchen geraderen Satz sprechen können als einige Männer? Wen beeinträchtigt das jetzt genau? Ich verstehe es einfach nicht, da werden Dinge klein geredet, die schon immer Völker verbunden haben. Wir hätten die Chance gehabt, ein Fußballfest zu feiern. In kühleren Nächten, miteinander. Doch wir haben die Kurve nicht gekriegt. Schade.

Das Bild ist KI-generiert 


14.7.26

Playmobilliebe

Während ich sehnsüchtig auf den Release des Playmobil Kleinen Prinzen warte (es hieß "im Juli" und nun ist Juli und nix geschieht), finde ich einen Weihnachtself, also eher Elfin, die erscheinen wird und zwar die falschen Schuhe hat, aber ich möchte sie trotzdem haben.
Und dann denke ich,  ich bin ja sehr happy mit dem was ich habe und mit den Fotos, die ich schon geknipst habe - wie dieses Bild hier. 
Eine ehemalige Kollegin hat mir die Pommes aus Fimo gefertigt, ich liebe es einfach.
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