14.6.26

Smartphonebreakdown

Wie abhängig ist man nur vom Handy? Schon vor Jahren hörte ich eine Teenagerin bei einem temporären  Handyverbot zu ihrem Vater sagen "Aber da ist mein Leeeeben drauf!" Daran musste ich denken, als ich diese Woche während der Vorbereitung eines Instagramposts plötzlich ein schwarzes Smartphone in der Hand hielt. 
Es war fast voll geladen, daran konnte es also nicht liegen. Es war auch nicht heiß geworden. Aber es hatte schon Tage zuvor Dinge auf dem Kopf gefilmt oder fotografiert, der Akku lief nicht mehr so wie er soll und da ich in der Regel gebrauchte Smartphones kaufe, hat es bereits fünf Jahre auf dem Buckel. 
Ich kann gut ohne Telefon klarkommen,  telefoniere sowieso ungern privat und nur das Nötigste. Aber ich habe mein Busticket darauf, die ganzen Apps fürs Einkaufen, Musikhören, Mails und WhatsApp.
Was aber nun mit meinem wirklichen ganzen Leben auf dem Teil? Die Fotos! Ich konnte an diesem Abend keine Fotos der im Bett dicht an dicht kuschelnden Kater machen, weil das Tablet keinen Blitz hat und jedes Aufstehen aus dem Bett, um Licht einzuschalten oder eine Kamera zu holen, zur Folge gehabt hätte, dass ein Kater mindestens dabei hätte behilflich sein wollen und mit aufgestanden wäre. 
Dann also kein Foto, bleibt das Motiv eben im Herzen. 
Was war mit den Personen, mit denen ich gerade noch geschrieben hatte? Eine kurze Info über Instagram und Facebook - immerhin musste ich keine Postkutsche schicken. Aber die Kollegin aus der anderen Abteilung, die mich am nächsten Abend mit nach Hause nehmen wollte, der habe ich eine Postkarte geschrieben und auf den Schreibtisch gelegt. 
Die meisten Busfahrer in der Stadt kennen mich, die neuen Busfahrerinnen nicht so. Was also nun mit meinem Busticket? Das konnte ich aufs Tablet laden, allerdings weiß ich nicht, ob der Scanner der Kontrolleure diese Plakatgröße erfassen könnte. Darum war der kurze Gedanke, gänzlich auf ein neues Telefon zu verzichten und so ein ruhigeres "digital detox"-Leben zu führen, auch ganz schnell ad acta gelegt, es ist einfach ein Gebrauchsmittel für mich.
Hinterher dachte ich noch, was für ein Glück, dass ich nicht mit dem Smartphone bezahle. Dass ich durchaus noch andere Hobbies habe und dass ein Geschäft vor Ort einen bezahlbaren Ersatz vorrätig hatte. Aber auch: Dass ich mir nun wieder einmal bewusst gemacht habe, dass nichts selbstverständlich ist und ich bewusst auch mal mehr handyfreie Zeit einplane, nicht nur, wenn ich kreativ bin, schreibe oder mit den Katzen spiele.
Schön, dass Du mich liest 🤗 Vermutlich auf dem Handy oder wie auch immer ♥️

Das Bild ist KI-generiert


13.6.26

Ein besonderes Geschenk

Ich habe ein selbstgestaltetes Acrylbild mit Spruch geschenkt bekommen
Was man heutzutage alles machen kann, mit einfachen Instagram- oder WhatsApp-Fotos, ich bin noch immer ganz gerührt und sprachlos! Auch über den Spruch, der von der Schenkerin extra aus einem Katzenbuch ausgewählt wurde. 
So schön! Dankeschön!






12.6.26

Pommesliebe

Nachdem ich den tollen Sticker von kindasfckreations lange Zeit nicht mit Pommes, sondern nur einmal in freier Wildbahn oder über Kroketten posten konnte, hier nun ein artgerechtes Foto für Dich:

 


Überhaupt lohnt sich ein Besuch in ihrem wundervollen Shop. Man kann sogar "pay it forward" auswählen und somit jemand anderem eine Freude machen
// unbezahlte Werbung 

11.6.26

Frühstückseidünger

So ein lustiges Wort 🤭 Ich habe im Fernsehen bei Kaffee oder Tee gesehen, dass man Kaffeesatz oder Eierschalen, aber auch Kartoffelwasser zum Düngen nehmen kann. Die ersten beiden Zutaten wusste ich, da muss man aber auch immer vorher schauen, was davon welcher Pflanze guttut. 
Nun waren mal unsere Bäumchen dran, Apfel und Kastanie. 
Die Eierschalen kann man ganz im Garten verteilen, ich habe sie lieber zerkleinert vor dem Regen in die Töpfe gegeben. Die Haut zu entfernen war ganz schön meditativ, aber ich finde es ja auch toll, Folien von Displays abzuziehen 😅







10.6.26

Buchtipp: Die Widmung des Buchhändlers

Ich habe dieses eBook durch einen Zufall für 99 Cent erhalten. Auch dieses Buch gibt es wie das gestrige als Taschenbuch nur beim großen A, so wie ich das sehe, was sehr schade ist. Denn die Geschichte ist groß. Berührend und besonders, viel Historie und auch viel Gefühl, aber ganz ohne Kitsch.

Darum habe ich mich entschieden, sie als Buchtipp zu posten. Autorin Ella Wünsche erzählt von Johanna und Karl kurz nach dem Krieg und von Karla und Lea, aber auch von Lucien, Aaron und Pierre in der Gegenwart - und auf ganz wundersame Weise gehören Gegenwart und Vergangenheit so zusammen, als würde hier ein bunter Teppich gewoben. Der Teppich hat dunkle Stellen, aber so wie das im Leben ist, gibt es auch Licht. Die Geschichte beginnt in Heidelberg und zieht sich dann über Baden-Baden bis nach Frankreich und das, was die Autorin hier beschreibt ist mehr als nur eine Familiengeschichte, in der die Schwester nach dem Bruder sucht. Es sind diese ungestellten Fragen, die ungelösten Antworten, die dieses Werk besonders machen. Es geht um die Ungerechtigkeit der Arisierung, um das Unrecht, das Juden grundsätzlich widerfahren ist, aber auch um die Liebe, die eine starke Frau loslassen lässt. Es geht um die Liebe einer Großmutter zu ihrer Enkelin, um den Roten Faden in Familien und um die Widmung des Buchhändlers, die alles verändert. Die Beschreibungen der Orte und Menschen gefallen mir gut. Im Mittelteil gibt es mal ein paar Tippfehler oder auch merkwürdige, nicht stimmige Sätze, am Ende gibt es ein Bundeskulturamt statt eines Ministeriums, aber darüber kann man leicht hinweglesen. Es ist eine Geschichte, die spannend ist und glücklich macht. Daher wäre es schön, würden solche Bücher heutzutage über die Selfpublishingwege veröffentlicht, bei denen auch echte BuchhändlerInnen eine Chance zum Verkauf haben.




9.6.26

Buchtipp: Attila

Ich habe Balian Buschbaums Weg früher bei sternTV verfolgt und weiß, er kennt das Leben. 
Als ich dann von seinem neuen Buch las, war klar, dass ich es meiner Schildkrötenkollegin schenken möchte
Nun war guter Rat teuer, denn es war Facebook-Werbung, verwies auf Amazon und ich kaufe Bücher aber nur in meiner Lieblingsbuchhandlung vor Ort.
Die Verlagsseite mit eigenem Onlineshop sagte auch nicht, ob es Buchhandlungen gibt, die dieses Buch verkaufen (was ich irgendwie merkwürdig finde), aber mein Buchhändler war der beste Joker ever - er organisierte mir in kürzester Zeit ein signiertes Exemplar direkt vom Verlag ohne extra Portokosten - an dieser Stelle noch mal Dankeschön😊
Zum Buch selbst, 16 Euro finde ich schon stramm, aber es ist so süß und handlich und gleichzeitig steckt so viel darin: Weisheit, Wärme, Freundschaft, Hoffnung - und Heilung. Julia ist erfolgreich im Job, verdrängt aber Dinge durch Arbeit und stellt irgendwann fest, dass das noch nicht alles gewesen sein kann. Da auf wenigen Seiten viel geschrieben steht, kann ich nicht verraten, warum das so ist. Toll sind aber die Impulse am Ende eines jeden Kapitels in Form von Julias Notizbuch - so kannst Du richtig damit und an Dir arbeiten über das bloße Lesen hinaus - und toll sind auch die Erlebnisse, die sie hat (außer die Familienaufstellungen, die sind etwas zu einfach dargestellt, und ja, es gibt Tippfehler - nicht jedes Das ist zB ein Dass 😉, aber das kennst Du ja von der ollen Korrekturtante Jess, das fällt mir halt auf). 
Aber Attila, wie könnte ich Attila nicht erwähnen, dieses herzige, wundervolle Wesen - und noch viele mehr🐴🐶 💚🐢
// Unbezahlte Werbung 


8.6.26

Inspiration

Auf Threads bin ich in so einer schönen Stickerbubble und nun kommen auch noch Leute hinzu, die Tiere zeichnen.
Dadurch bin ich auf die Idee gekommen, Caramelli zu zeichnen und es hat gut geklappt ❤️‍🩹
Dabei dachte ich, ich habe ihn so viele Jahre angeschaut und doch jetzt das Gefühl, dass es nicht genug war. Ich kenne jedes Detail - der kleine dunkelgraue Punkt auf seiner rosa Pfote, die Fellzeichnung, der weiße Nacken und die Ohren, die Herznase, die im Alter anders aussah, die rosa Nachdenkerzunge - und doch würde ich alles dafür geben, ihn nochmal ansehen zu können. Ich ahnte so etwas in seinen letzten Tagen und weiß, ich habe ihn genau betrachtet, wir hatten intensive letzte Stunden und auch wenn ich eigentlich nix singen wollte weil ich müde war, habe ich ihm noch xmal etwas vorgesungen. Doch schlussendlich hat man nie genügend Zeit. Sie zerrinnt und ist darum so wertvoll.