21.10.26

Zweitgeburtstag

Ich feiere nun schon 18 Jahre in jedem Oktober Krebsgeburtstag. Das bedeutet, ich besinne mich heute im Alltag darauf,  was für ein Glück ich hatte.  
Meine Chemotherapie endete im  Oktober und mit dem Wissen, dass sie den Krebs eingedämmt hatte,  ging ich in eine Pause, um danach noch drei Wochen Bestrahlung zu bekommen. Und seitdem ist er fort, der Krebs. 
Mein heutiges Ich ist 18 Jahre weiser und gleichzeitig kann ich mich über Dinge aufregen, die sehr alltäglich sind.  Das bedeutet aber nur,  dass ich längst wieder im gesunden Alltag angekommen bin.  Gestern war Tag der versteckten Behinderungen und ich habe Dir neulich das dazugehörige Hidden Disability Lanyard mit Sonnenblumen gezeigt. Nach einer Krebsbehandlung bleiben gesundheitliche Einschränkungen. Aber heute denke ich nur daran,  dass ich lebe. Und das schon seit 18 geschenkten Jahren.

Dankbarkeit- mein jüngeres Ich wird von mir gehalten,  die Fotos wurden letztes Jahr mit KI zusammengefügt. 



20.10.26

Ein Sommer der nie endet

 Ich habe dem Samsekind in den letzten Wochen schon etliche Male gesagt, heute ist der letzte Sommertag, geh noch ein bisschen raus. 

Immerhin ist er schon elf Jahre alt und wer weiß, wie viele Sommer wir noch miteinander haben dürfen. Er liebt es, die Welt vom Balkon aus zu betrachten, ist aber viel zu ängstlich, um eine Freigängerkatze zu sein. Jeder Windstoß kann einer zu viel sein und Lärm kann er schonmal gar nicht leiden. Wenn dann aber der Herbst mit Macht kommt, hat er Jahr für Jahr erstmal so eine kleine Depression.

Dieses Jahr ist alles anders. Ein, zwei Regentage, dann scheint auch schon wieder die Sonne. So auch gestern. Ich bin in Dunkelheit und Nebel zur Arbeit gegangen und als ich wieder raus kam, war es eine komplett andere Welt. Klar, dass ich dann so schnell es ging nach Hause geeilt bin und die Türe geöffnet habe. Das war eine Freude! Alle Katzen sind raus gerast, aber DasSams war der glücklichste von allen.

Und als ich wieder sagte, das ist der letzte Sommertag für dieses Jahr 
hat er milde gelächelt.


DasSams hat übrigens ein Herz auf der Brust



19.10.26

Weisheit von Opa

Mein verstorbener Opa hat mir vor ein paar Jahren eine wichtige Weisheit mitgegeben: 
"Lege niemals etwas an seinen "richtigen" Ort, wenn es vorher monatelang an derselben Stelle lag. Du wirst diesen "richtigen Ort" vergessen und ewig nach dem Ding suchen und Du weißt, es lag vorher monatelang griffbereit!"
Darum habe ich in jedem Raum eine Schere, damit ich bloß nicht suchen muss!
Und trotzdem suche ich dauernd Dinge😅🤭





18.10.26

Kürbissuppengedanken

Vor vielen Jahren hatte ich eine "Freundin", die irgendwann zu mir meinte, ich solle nicht so viel Kürbis essen - wegen der vielen Kohlenhydrate.
Mein heutiges Ich hätte gesagt "kümmere dich um deinen eigenen Kram". Mein damaliges Ich hat sich bei einer Ernährungsberaterin erkundigt, die lachend meinte "Nein. Du kannst höchstens ein bisschen orange werden,  aber dann würdest du schon echt sehr viel Kürbis gegessen haben. Aber ansonsten ist Kürbis kalorienarm und sehr gesund". 
Mit dieser Anekdote aus meinem Leben möchte ich Dir sagen:
Höre auf Deinen Bauch - sowohl bei der Auswahl Deines saisonalen Lieblingsgemüses als auch bei der Auswahl Deiner Menschen.  
Happy Herbst!

Am Wochenende habe ich natürlich wieder Kürbis gekocht

war mega🤭🎃🧡


17.10.26

Frauen und andere Gruppen

Diese Woche im Bus: eine laute Frauengruppe, keine Teenies, eher älter als ich noch,  aber das Verhalten 👎
Zugegeben, im Moment muss auch ich mit unserem ÖPNV aufpassen, weil der Baustellenfahrplan sich wöchentlich zu ändern scheint. Mal fährt ein Bus durch zum Bahnhof,  mal muss man umsteigen, mal fährt er zum Merkur rauf oder kommt von Balg. Das ist alles sehr kompliziert. Aber ein Blick in die App oder auf die Website bringt stets Licht ins Dunkel. Und manchmal steht sogar die korrekte Bezeichnung mit dem Ziel auf dem Bus drauf.  So auch an besagtem Tag. Dieser Bus fährt 1x pro Stunde zum Bahnhof und man muss nicht umsteigen. 
Also steht darauf 216 Augustaplatz/201 Bahnhof. Die Frauen hatten alle Smartphones, aber keine hat nachgesehen - eine fragte dann den Busfahrer und er antwortete ja, ich fahre zum Bahnhof. Auf ihrem Platz sagte die Frau, der Busfahrer sei nicht so nett,  man müsse sehen. 
Und da ist mir der Kragen geplatzt. Nicht nur,  dass diese Gruppe nicht leiser sein konnte,  nicht nur, dass sie im Bushaltestellenhäuschen geraucht haben, obwohl es verboten ist. Nein, es wird auch noch jemand beleidigt, der immer freundlich grüßt.
"Der Busfahrer ist sehr nett und dieser Bus fährt durch bis zum Bahnhof", sagte ich in pampigem Ton zu der Frau und nahm auch nicht meine Kopfhörer ab. Und als dann kurz vor dem Augustaplatz eine automatische Ansage kam,  dass es nun weiter zum Bahnhof geht, dachte ich,  das Leben kann so schön sein,  wenn frau recht hat.
Als ich ausstieg, winkte ich dem Busfahrer zu und er lächelte und winkte zurück.
Es kann so einfach sein. 
Das Bild ist KI-generiert und die Frauen sind alle still, wie wundervoll!



16.10.26

Loreley

Die Geschichte der Loreley kannte bei uns früher jedes Kind und ich war oft dort am Rhein und in der Gegend. Auch, wenn ich inzwischen die längste Zeit meines Lebens im Bereich der Schwarzwaldmarie lebe, so bleibt der Rhein immer in meinem Herzen und so war ich besonders froh,  als letzten Samstag die Bestellung der Playmobil Loreley geklappt hat😍

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