7.5.26

Mein Mailpostfach und das Leben

Nun habe ich es also geschafft - bis gestern musste ich viele Mails aus etwa zwanzig Jahren löschen, weil der Speicherplatz meines Mailanbieters ab sofort begrenzt ist. 
Fast mein halbes Leben steckt in diesem mehrere Mailadressen umfassenden Account: Arbeitsmails, FreundInnenmails, Fotos, Bücher, Musik, Rezepte, ehemalige FreundInnenmails, Newsletter, Bestellungen - kurz gesagt: 
alles zwischen Unterlagen, Erinnerungen und Müll. 
Ich habe Dir ja schon berichtet, wie befreiend das Löschen der ersten Mails war und im Laufe der letzten Wochen bemerkte ich auch, wie viel ich mir in meinem Leben von anderen Menschen habe gefallen lassen - und wo ich heute Grenzen setze. Wir haben nur dieses eine Leben und das sollten wir uns nicht von anderen wegnehmen lassen. Wie andere mit uns umgehen, sagt viel über diejenigen aus. Aber auch über uns - lassen wir es zu, schweigen wir, diskutieren wir es aus, weil es eine Beziehung auf Augenhöhe ist, bei der nach einem Gewitterregen die Luft zwischen uns wieder klar und rein ist? Oder eben nicht?
Viel zu oft machen wir uns Sorgen über Dinge, die in ein paar Tagen oder Wochen gar nicht mehr relevant sind. Viel zu lange hängen wir anb Jobs oder Menschen, die nur als Lektion in unserem Leben sind - wichtig ist, was wir daraus machen. 
Diesen Querschnitt an Nachrichten zu überfliegen und zu entscheiden, was nach den Newslettern und geschäftlichen Mails gelöscht werden kann, kann uns auch in dem bestätigen, was sich "mein Weg" nennt. 
Lass los, was nicht gut tut - Du brauchst hier keine Bestätigung, Deine Intuition ist Bestätigung genug. 
Du weißt, diese Chefin oder dieser Kollege gingen gar nicht, aber Du hast lange Zeit trotzdem Dein Bestes gegeben. 
Die Mails bestätigen Dein damaliges Gefühl und Deine Erinnerungen.
Die "Freundin", die scheinbar nicht genügend Aufmerksamkeit bekommen hat oder der "Freund", der erwartet, dass Du Dich verbiegst - lass sie ziehen.
Dass wir selbst auch Fehler machen, gehört zum Leben dazu. Wichtig ist, dass wir daraus lernen. Dass wir irgendwann bemerken, dass Wertschätzung und Respekt unser Leben schöner machen und selbstverständlich sein sollten. Dass die Leute, denen wir im Leben begegnen, nicht alle bleiben müssen. Die Faulpelze, die Intrigenschmiedenden, die Neidenden - sie gehören nicht zu uns. Was am Ende zählt, sind die, die Dich so annehmen wie Du bist. Die Deine Pausen akzeptieren, Deine Witze mögen und die eben echte FreundInnen und Lebensmenschen sind. Die, die bleiben. Und in deren Leben wir bleiben dürfen. 
Die, die immer da sind. Dazu zählen auch die, die verstorben sind und deren Mails wir aufheben, weil jede Zeile Erinnerung ist. Denn diese Menschen werden immer zu uns gehören und nicht nur Teil unseres vergangenen Lebens sein. 
Ich habe mich über alteb und neue liebe Nachrichten gefreut und war dann aber auch wieder erstaunt, wir frech so manche Person sein konnte. Übergriffig und übellaunig. Fehler, die mir beispielsweise nach einem Dienst in meiner Freizeit per Mail vorgeworfen wurden, dabei war ich gerade mal zwei Wochen im Betrieb und wurde gleich allein gelassen. Dann macht man es so gut es eben geht, aber es  passieren eben Fehler. Trotz meines Bauchgefühls bin ich eineinhalb Jahre dort geblieben. Wie oft geht man Kompromisse ein. Wie oft lässt man sich von sogenannten FreundInnen beleidigen? Nach dem Querlesen kann ich Dir sagen: viel zu oft.
Gut, dass diese Leute neben meinem Leben nun auch nicht mehr mein Postfach verstopfen. Ein bisschen stolz bin ich auf die junge Jess, denn die hat ganz schön aussortiert 😅 und ist geduldiger als sie je dachte (früher nannte ich mich "Miss Ungeduld" aber das stimmt überhaupt nicht). Aber Geduld hat inzwischen eine Grenze: wenn Menschen Grenzen überschreiten. 
Umso schöner ist es, wenn ich einige Herzensmenschen seit Jahren FreundInnen nennen kann und dann und wann noch neue hinzukommen, die aber gleich verstehen.
So bleibt mehr Platz für neue Geschichten und zusammen gestalten wir schon jetzt unsere späteren Erinnerungen 💞
Die Mail wurde KI-generiert und danach mit einem Bildbearbeitungsprogramm nachbearbeitet 



6.5.26

Butterkuchen

Du erinnerst Dich daran, dass ich kürzlich mit dem neuen Retro-Butterkuchen der hiesigen Bäckerei nicht einverstanden war?
Jetzt hat mir meine Freundin Butterkuchen gebacken - und der ist sowas von richtig! 😋


4.5.26

Häkellampe 2

Die erste Häkellampe ist fertig, jetzt fehlen mir nur noch einige alte Schlüssel, damit sie gleichzeitig auch ein Windspiel sein kann. Das war supereinfach, ganz ohne Anleitung. 

Die einzelnen Schritte 
Und die fertige Lampe🧡




3.5.26

Häkellampe

Ich häkele zurzeit ohne Anleitung eine Lampe🤭 habe es mir einfach irgendwie vorgestellt, nachdem mir verschiedene Posts angezeigt wurden (ich komme noch immer nicht darauf klar, dass Meta inzwischen alles anzeigt, nur nicht die, denen ich folge oder mit denen ich befreundet bin) und da ich seit Weihnachten ein Windspiel aus Schlüsseln machen wollte, aber es noch an der Anzahl der Schlüssel mangelt, wird später an der Lampe vielleicht der ein oder andere Schlüssel baumeln.

Ergebnis folgt, hier die ersten Schritte.


Der Ring gehörte mal zu einer Ikeapapierlampe





2.5.26

NachbARSCHaft

Der Renovierungsnachbar erinnert mich gerade an die Szene im Film Grasgeflüster, als Graces Gewächshaus bäääm! in voller Beleuchtung dasteht 😂
Er hat an seinem Balkon - immerhin solarbetriebene - Bewegungsmelder und eine Kamera angebracht. Ist ja nett, wenn nun jemand nachts vorbeigeht, ist es nicht so dunkel. 
Nur leider verboten. Aber der Mann scheint einen Kamerafetisch zu haben, es ist ja nicht seine erste. #ohneworte 



1.5.26

Buchgeburtstage

Heute feiern wir ein bisschen - "Mein Krebs heißt Leben" ist inzwischen ein Teenager und schon 15 Jahre alt (der Krebs selbst ist 18 Jahre her), "Mein Katzenleben" süße 4 - ich bin dankbar, dass beide immer noch gelesen werden 💕