1.7.26

Wir brauchen Klimapolitik. Aber ja, sprechen wir doch über Fußball

Wenn Harry könnte, würde er nicht CDU wählen. Er leidet zusammen mit mir am meisten unter der Hitze, aber Teilzeit gehört ja abgeschafft und vermutlich sind verrückte Katzenfrauen, die gerne eine PV-Anlage hätten sowie eine Klimaanlage, die sie damit betreiben würden nicht wirtschaftlich genug. 
Zumal es ja Förderung gibt bei Klimaanlagen, die auch heizen können. Ist aber nix für Mietende. Wäre ja was für schlecht isolierte Dachwohnungen. 
Für den Winter haben wir mit Ökostrom und Infrarotheizung eine Lösung selbst gefunden. Mich ärgert gerade total, dass unser Bundeskanzlet über Fußball postet, anstatt Lösungen für alle zu finden. 
Stattdessen arbeite ich chronisch krank Vollzeit zum Glück bei einer flexiblen Arbeitgeberin, die mir gestern nochmal gesagt hat, dass ich mittags nach Hause gehen und nach den Katzen sehen kann, wenn es wieder an die 40 Grad gibt. ♥️ Und zu dem vorhandenen kühlenden Lüfter, den kühlen nassen Handtüchern, Eisakkus und anderen kreativen Dingen in der Dachgeschosswohnung habe ich endlich einen Ventilator zur Abholung morgen bestellt- der letzte Woche bestellte wird erst nächste Woche ankommen, ebenso wie eine solarbetriebene Campingversion.
Denn auch an Stromausfälle muss man denken.  Wo wir wieder bei der PV-Anlage wären. Die ja bei dem Wetter richtig ergiebig wäre.
Aber wer bin ich schon,  dass ich Ideen habe.


30.6.26

niemand anderes

Du hast hier ja schon öfter von Snailmails gelesen und wie Du vielleicht weißt,  bin ich ein großer Fan von @niemand_anderes auf Threads und Instagram.
Ich werde sicherlich noch mehr solcher Briefangebote ausprobieren, aber ab jetzt gibt's die Möglichkeit, diese Post von niemand anderes zu abonnieren und ich möchte einfach keinen einzigen Sticker von ihr verpassen. In der Snailmail sind aber auch Ausmalbilder oder Postkarten und Impulse - in der, die gestern ankam, steht, dass wir unsere Tage wie Urlaub gestalten sollen.  Eigentlich lebe ich danach,  aber manchmal verliere ich den Gedanken aus den Augen. Darum bin ich nun umso dankbarer, dass sie mich wieder daran erinnert hat.
Und stell Dir vor, sie hat sogar extra unseren Caramelli 🪽🪽 als Sticker erstellt. Ich bin so gerührt, mein Herz ist voll🥰🥹






29.6.26

Kleinerhong

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell sich Katzen regenerieren. Am Donnerstag habe ich Hongs Narkose bereut und schon am nächsten Abend war er wieder ganz der Alte.
Das Foto unten habe ich gestern geknipst. Anders als andere Katzen oder Hunde ist Hong kein bisschen nachtragend. Früher hat Stef immer gefragt "Wer möchte diesmal der Verräter sein?", wenn der Hund zum Tierarzt musste. Mit demjenigen hat der Hund nämlich dann erstmal nicht mehr gesprochen. DasSams ist auch immer ganz schockiert,  wenn jemand zum Tierarzt eingefangen wird.  Auch wenn dann alle wieder zuhause sind,  ist er noch Tage danach äußerst vorsichtig und schreckhaft und hat noch größereAugen als sonst. 
Kleinerhong wachte aus seiner Narkose auf und wollte erstmal herumlaufen, das war vor 12 Jahren bei seiner Kastration genauso, allerdings war er damals noch miniklein. Da Katzen eher schwankend laufen, anstatt ihren Rausch auszuschlafen, ist es gut, wenn man hinterher geht und beide Hände mit etwas Abstand um das Becken hält und sie so vor einem Sturz bewahrt. Sie legen sich dann ohnehin an einen Platz, der ihnen behagt, und starren oder schlafen ein. Hong begann nach kurzer Zeit zu hecheln, es war ja auch sehr warm.  Manchmal können Medikamente so etwas auslösen,  aber da Harry damit auch zu tun hatte, lag es wohl eher an der Überhitzung. Also wurde Hong fünf Stunden lang gekühlt. Dann ging das mit dem Laufen auch schon besser und irgendwann trank er selbst. Der Vergleich zu heute, zu diesem selbstbewussten starken Kater, der überall draufspringt und alles gebrauchen kann, ist immens. Und ich bin froh. Und dankbar. Und gleich muss ich ihm wieder den Bauch kraulen. Dann ist er wieder ein Kleinerhong 💕



28.6.26

Besser als früher

Wir tendieren allzu oft dazu, zu sagen, früher war alles besser. Auch ich nehme mich da nicht aus. 
Als ich diese Facebook-Erinnerung sah, dachte ich oh schön, Regen! Das Foto zeigt jedoch eine total platte Jess. Aber lies selbst:

Inzwischen ist dieser Wunsch wahr geworden. Ich habe regelmäßig Urlaub, wenn ich für andere einspringe, wird es wieder ausgeglichen und am Wochenende lebe ich tatsächlich ohne Uhr und möglichst ohne Termine. Früher wäre der heutige Tag ein Arbeitstag gewesen. Gestern auch. Und meine Hängematte sah ich nur abends. Also: früher war nicht alles besser. Höchstens anders.


27.6.26

So Gedanken.

DasSams ist der Einzige, der die Hitze ok findet. Wir schlafen nachts draußen,  das findet er prima, und wenn es nach ihm ginge, wäre er den ganzen Tag auf dem Balkon. 
Sein Zwilling Harry hat von heute auf morgen vergessen, wie man trinkt, und hechelt, dann springe ich auf,  gebe ihm zu trinken, versuche noch mehr zu kühlen und Ruhe zu bewahren.
Gestern Abend haben wir dann einen Trick aus dem Internet probiert: Eine Zahnbürste wird mit Wasser benetzt und die Katze damit leicht massiert und gebürstet. Kam super an,  trotzdem hat Harry gehechelt und lag dann,  bis es kühler wurde, vorm Ventilator, der macht ihm gar keine Angst mehr.  
Mich ängstigt dieses Wetter schon sehr.  Die Dachwohnung war lange Jahre unser Zuhause, aber schlecht isoliert war sie schon immer. Es wird wohl Zeit für einen Umzug, der eigentlich mit diesen Katzen nicht passieren sollte,  die bekämen einen Riesenschreck.
Also gerne her mit den guten Tipps!






26.6.26

Katzenseniorsorge

Gestern bekam Hong eine Zahnsteinentfernung und darum musste er nüchtern bleiben, weil man das unter Narkose macht.
Wir hatten das schon ein paarmal mit Shirin oder auch Caramelli, dass die Katzen dann über Nacht allein blieben, diesmal aber habe ich mich zerfleischen lassen, als die Kinder Hunger bekamen und ich so tat, als wüsste ich nicht,  was sie meinen. Einmal konnte ich die Zwillinge heimlich füttern, aber Hong bekam nur Wasser. 
Es war ziemlich heiß,  weshalb Harry hechelte, als wir nach Hause kamen und Hong tat es ihm gleich. Nach einer Narkose muss die Katze erst selbst essen und trinken, damit sie sich nicht verschluckt, darum konnte ich nur Harry Wasser mit einer Spritze einflößen und kühlte beide mit Wasser an Pfoten und Nase und Hong auf der Zunge.
Ich selbst trinke genug,  aber dieses Wetter macht mir große Sorgen. Dass die Klimapolitik stagniert, dass Atomkraftwerke ausgeschaltet werden müssen, dass Wasser knapp wird,  dass unsere Handys heiß sind und die Menschen aggressiv - all das sollte uns doch Warnung genug sein.  Mir tun meine gesunden Kater so leid und ich möchte sie nicht wegen so etwas verlieren. 
Ich hoffe,  dass sie es überstehen- und dass die Politik und die Lachsmileymenschen aufwachen 


25.6.26

Eine wahre fiktionale Geschichte

Es ist Nacht, ein paar Fledermäuse flattern über uns und die Katzen freuen sich über dieses "Kinoprogramm".
Wir liegen heute auf dem Balkon - in einer Dachwohnung zu schlafen ist momentan nicht so angenehm, aber die Natur, der Sternenhimmel über uns,  das ist auch nicht zu verachten.
Nach der Dämmerung gingen die kleinen Solarlämpchen an und das Katzenzelt ziert eine Lichterkette. Dämmriges Licht,  nicht zu hell wegen der Insekten, es ist ein wunderschöner Abend.
Zum Glück schauen die Nachbarn nur Fußball, dann und wann ruft jemand "Toooor", diese kleinen NachbARSCHaftsgeräusche gehören zu unserer Straße,  wir hören sonntags auch gern morgens "Immer wieder sonntags" mit.
Vor ein paar Tagen lief jedoch wieder einmal ohrenbetäubend laut Folkloremusik, manchmal schreien Menschen mit ihren Kindern und nahezu jeden Abend treffen sich Menschen hier nochmal auf einen Plausch, die einen leise, die anderen Kette rauchend und auf die Straße rotzend.
Aber so ist das mit Menschen- Gottes Tiergarten ist groß.
Als wir einige Stunden geschlafen haben, werden wir - wie vor kurzem schon einmal - von lautem Höhöhö und Reden geweckt. Wir sind vorbereitet und greifen zu einem kleinen Berg Wasserbomben. Vielleicht. 
Das Bild ist KI-generiert 


24.6.26

Buchtipp: Mein kleiner Apfelhof zum Glück

Ach, Du weißt ja, ich mag solche Bücher. Ein wenig vorhersehbar, vielleicht, aber doch voller Überraschungen. Und hier kommen noch Alpakas erschwerend hinzu - sie geben dem Buch eine besondere Note. 
Eine meiner Freundinnen liest aus Prinzip keine Bücher die "klein" im Titel tragen. Für mich sind das aus Prinzip Bücher, die ich einfach so weglesen kann. Zwischendurch, im Bus, zuhause während eines anderen Buches,  einfach so. 
Dieses hier gab es mal gratis bei einer eBook-Aktion und ich bin froh,  dass ich es nun lesen durfte.
Die Menschen (und Tiere) darin sind toll beschrieben und die Geschichte berührt.
Und ich habe nun Appetit auf Apfelkuchen 🤭
// unbezahlte Werbung 




23.6.26

Buchtipp: Adalina und die Liebe zu den Büchern

Ich durfte die Geschichte vorab lesen und kann es Dir wärmstens empfehlen. Denn: Ich konnte es kaum weglegen, weil es so spannend, empathisch und gleichzeitig lustig geschrieben ist. Außerdem hallte es noch lange nach, das habe ich oft bei wahren Geschichten oder Begebenheiten, von denen ich erstmals höre. Den Mini-Bücherbus in Italien gibt es wirklich.

Adalina liebt schon als Kind das Bibliomotocarro des Maestro La Cava, das Kindern Bücher im wörtlichsten Sinne nahebringt. Als sie als Erwachsene ( und Schriftstellerin) in die Heimat zurückkehrt und der Maestro nicht aufzufinden, merkt sie, dass ihr wichtig ist, das Büchermobil zu retten - und dann ist da auch noch Gianluca..
Es beginnt eine spannende Zeit mit tollen Menschen und in einer wunderschönen Gegend und wir dürfen dabei sein.
Regina Mengel/Tessa Hansen erzählt so nah und lebendig, ich hatte gleich Bilder im Kopf. Und die toll beschriebenen Menschen, die zu Freunden werden - ich musste noch lange an diese Geschichte und die Leute darin denken, weil der Zusammenhalt einfach spürbar ist und diese ganze Story wie ein Film vor meinem geistigen Auge ablief. 
Außerdem werde ich mit einer Ape immer AJ verbinden, der einige Jahre für die hiesige Philharmonie damit viele Wege fuhr, er hätte auch so ein Maestro La Cava sein können ❤️‍🩹
Ich habe bereits die Bücherschiff-Bücher von Tessa Hansen kaum weglegen können - und die sind ganz anders - und nun träume ich von einer Fortsetzung, damit ich weiß, wie es Adalina weiterhin ergeht. Aber das Buch ist natürlich in sich abgeschlossen, ein herrlicher Sommerroman, den Du durchaus auch jetzt für Deinen SUB kaufen und im Winter lesen kannst, um Dich zu wärmen, falls es Dir aktuell zu warm ist. 
Es ist jetzt erschienen, ab in den Buchladen!
// unbezahlte Werbung 

Das Bild wird durch ein eigenes Foto ersetzt, sobald mir das Buch vorliegt


22.6.26

Montag

Viele Menschen mögen Montage nicht. Bei mir war es früher der Dienstag, aber inzwischen habe ich wieder eine Arbeit, die mich erfüllt und glücklich macht.
Weil ich aber auch schon blöde Jobs hatte, weiß ich ganz genau, wie sich viele Menschen heute fühlen. 
Eigentlich beginnt der Montag bei ihnen schon mit dem Sonntagabend - man sagt auch, das Schönste am Wochenende ist der Freitagabend.
Nicht immer können wir wählen, oft gehen Sicherheit und das Bezahlen der Miete über das seelische Wohl. Da ist es dann wichtig, dass wir eine Balance schaffen, dass wir uns Gutes tun. Dass Du Dir eine Auszeit nimmst, den Feierabend genießen kannst. Aber auch schöne Dinge im Alltag entdeckst.
Vielleicht möchtest Du es einmal ausprobieren: 
Schreibe jeden Abend drei Dinge auf,  die am Tag schön gewesen sind. 
Vielleicht findest Du eines Tages heraus,  dass Du gar nicht mehr aufhören kannst zu schreiben, weil der Tag so viel Schönes enthielt, dass Du den nächsten Tag kaum erwarten kannst.
Es ist Dein Leben,  füll es mit Schönem ♥️




21.6.26

Notizbuchliebe

Neulich habe ich hier erzählt, dass ich Notizbücher aller Art liebe und schwupps! habe ich bei einem Gewinnspiel eines gewonnen.
Dieses Notizbuch aus dem Komm-Webshop des Lutherverlages ist etwas ganz besonderes -  und nachhaltig. Es besteht zum Teil aus Kaffee und aus Kork, das nennt sich "coffee grounds cork". Es riecht ganz toll nach Lagerfeuer und es passt in mein Journal- ich schleppe das nämlich nicht immer komplett mit und freue mich schon sehr darauf,  die Seiten von "blessed and grateful" zu füllen 🥰
Danke
// unbezahlte Werbung 
Der Polaroid- Rahmen ist KI-generiert,
das Foto aber von mir 


20.6.26

Jessie J

Vor einigen Jahren war ich bei einem Konzert von Jessie J und da hat sie mich nachhaltig beeindruckt. Hier eines der Zitate von damals. 

Ich wünsche Dir einen wundervollen Tag.



19.6.26

Filz-Caramelli

Als Shirin Flügelchen bekam, habe ich ihn bei Tina von tierisch filzig als Miniatur bestellt und dachte,  das bleibt eine einmalige Sache.
Relativ schnell, nachdem Caramelli vor knapp vier Wochen Flügelchen bekam, sagte ein starker innerer Impuls, ich sollte vielleicht mal nachfragen, ob sie noch immer diese besonderen Kunstwerke anfertigt. 
Es dauerte nur wenige Minuten und ich hatte meine Antwort. Und nun, kurze Zeit später, sitzt ein kleiner Filz-Caramelli neben mir 🥹🪽❤️‍🩹
Er ist so perfekt wie das Original. Genau so saß er da, genau so hat er geschaut und so viele kleine Details wie der schwarze Fleck am Mäulchen stimmen einfach.
Tinas Tiere haben Seele.
Ein tierisches Familienmitglied wurde uns genommen,  Tina schenkt mit ihrem Können aber Erinnerungen und Trost.
// unbezahlte Werbung, Preis auf Anfrage 







18.6.26

Die verrückte Katzenfrau mag Haferkater

Früher nannte man es Haferschleim, sagen manche Leute, ich bin aber der Meinung, dass der Porridge von Haferkater mehr als das ist. 
Zuhause bekomme ich den nicht so hin. Wenn ich verreise freue ich mich,  wenn ich an einem Bahnhof umsteige und ich dort Ziegenkater kaufen kann. Es ist mein absoluter Favorit, wobei ich an einem kalten dunklen Wintermorgen auch mal den Naschkater brauchte.
Leider hat der im Frankfurter Hauptbahnhof morgens sehr oft eine lange Schlange, da hatte ich schon ein paarmal keine Chance. Aber der im Flughafen ist toll. 
Und auch in Karlsruhe bin ich gern.   Vielleicht gibt's auch Haferkater in Deiner Stadt 💕
// unbezahlte Werbung 




17.6.26

Freundinnentag

Heute war ich den ganzen Tag unterwegs, darum melde ich mich auch erst jetzt.
Solche Tage sind selten, aus Kraftgründen verabrede ich mich meist nur morgens, aber weil wir in nächster Zeit viel zu tun haben und ich nur noch heute frei hatte, wollte ich noch Menschen treffen, die ich entweder nicht so oft sehe oder wo lange Zeit dazwischen lag. Es war so ein schöner Tag 🥰 aber nun bin ich platt 😅





16.6.26

Kleinerhong und seine Badewanne

Der Kater sitzt morgens in der Badewanne und abends auch. Dazwischen ebenfalls. Er bewegt sich durchaus auch viel im Katzenpalast, aber das Bad, sofern das Wasser aus bleibt, ist sein absoluter Wohlfühlort.
Da er vor ein paar Jahren zu Blasenentzündungen neigte, haben wir eine Sonnenliegenauflage und eine Decke darin liegen. Meine Freundin hat ihm eine zweite Auflage geschenkt, falls die erste in die Wäsche muss - es wird grundsätzlich auch nur in die Badewanne 🤮




15.6.26

Buchtipp: Die Briefeschreiberin

Uff! Dieses Buch fast in einem Rutsch durchzulesen, ist eigentlich ein Frevel. Denn Virginia Evans zeichnet hier durch Briefe und E-Mails eine Persönlichkeit, die mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. 
Andererseits spricht es ja für ein Buch, wenn ich es kaum weglegen kann.
Sybil ist eine ältere Dame, die ihr Leben lang schon Briefe schreibt. 
Wir dürfen viele davon lesen, aber auch die Antworten der Angeschriebenen. Und das sind nicht nur Bekannte, sondern auch bekannte Menschen. Wen Sybil anschreiben möchte, der oder die bekommt Post. Notfalls auch mehrfach.
Sie liest gern, hat eine Brieffreundschaft mit einem Teenager, klärt Dinge und schreibt über ihr Leben. Es gibt traurige, triggernde Passagen, es geht um Verlust und die Frage, welche Fehler man im Leben hätte vermeiden können, aber auch um Hoffnung und Liebe - und keine einzige Zeile ist langweilig. 
Zwar gibt es hier auch wieder zu viele Tippfehler, aber trotzdem ist das ein wertvolles Buch.
// unbezahlte Werbung 



14.6.26

Smartphonebreakdown

Wie abhängig ist man nur vom Handy? Schon vor Jahren hörte ich eine Teenagerin bei einem temporären  Handyverbot zu ihrem Vater sagen "Aber da ist mein Leeeeben drauf!" Daran musste ich denken, als ich diese Woche während der Vorbereitung eines Instagramposts plötzlich ein schwarzes Smartphone in der Hand hielt. 
Es war fast voll geladen, daran konnte es also nicht liegen. Es war auch nicht heiß geworden. Aber es hatte schon Tage zuvor Dinge auf dem Kopf gefilmt oder fotografiert, der Akku lief nicht mehr so wie er soll und da ich in der Regel gebrauchte Smartphones kaufe, hat es bereits fünf Jahre auf dem Buckel. 
Ich kann gut ohne Telefon klarkommen,  telefoniere sowieso ungern privat und nur das Nötigste. Aber ich habe mein Busticket darauf, die ganzen Apps fürs Einkaufen, Musikhören, Mails und WhatsApp.
Was aber nun mit meinem wirklichen ganzen Leben auf dem Teil? Die Fotos! Ich konnte an diesem Abend keine Fotos der im Bett dicht an dicht kuschelnden Kater machen, weil das Tablet keinen Blitz hat und jedes Aufstehen aus dem Bett, um Licht einzuschalten oder eine Kamera zu holen, zur Folge gehabt hätte, dass ein Kater mindestens dabei hätte behilflich sein wollen und mit aufgestanden wäre. 
Dann also kein Foto, bleibt das Motiv eben im Herzen. 
Was war mit den Personen, mit denen ich gerade noch geschrieben hatte? Eine kurze Info über Instagram und Facebook - immerhin musste ich keine Postkutsche schicken. Aber die Kollegin aus der anderen Abteilung, die mich am nächsten Abend mit nach Hause nehmen wollte, der habe ich eine Postkarte geschrieben und auf den Schreibtisch gelegt. 
Die meisten Busfahrer in der Stadt kennen mich, die neuen Busfahrerinnen nicht so. Was also nun mit meinem Busticket? Das konnte ich aufs Tablet laden, allerdings weiß ich nicht, ob der Scanner der Kontrolleure diese Plakatgröße erfassen könnte. Darum war der kurze Gedanke, gänzlich auf ein neues Telefon zu verzichten und so ein ruhigeres "digital detox"-Leben zu führen, auch ganz schnell ad acta gelegt, es ist einfach ein Gebrauchsmittel für mich.
Hinterher dachte ich noch, was für ein Glück, dass ich nicht mit dem Smartphone bezahle. Dass ich durchaus noch andere Hobbies habe und dass ein Geschäft vor Ort einen bezahlbaren Ersatz vorrätig hatte. Aber auch: Dass ich mir nun wieder einmal bewusst gemacht habe, dass nichts selbstverständlich ist und ich bewusst auch mal mehr handyfreie Zeit einplane, nicht nur, wenn ich kreativ bin, schreibe oder mit den Katzen spiele.
Schön, dass Du mich liest 🤗 Vermutlich auf dem Handy oder wie auch immer ♥️

Das Bild ist KI-generiert


13.6.26

Ein besonderes Geschenk

Ich habe ein selbstgestaltetes Acrylbild mit Spruch geschenkt bekommen
Was man heutzutage alles machen kann, mit einfachen Instagram- oder WhatsApp-Fotos, ich bin noch immer ganz gerührt und sprachlos! Auch über den Spruch, der von der Schenkerin extra aus einem Katzenbuch ausgewählt wurde. 
So schön! Dankeschön!






12.6.26

Pommesliebe

Nachdem ich den tollen Sticker von kindasfckreations lange Zeit nicht mit Pommes, sondern nur einmal in freier Wildbahn oder über Kroketten posten konnte, hier nun ein artgerechtes Foto für Dich:

 


Überhaupt lohnt sich ein Besuch in ihrem wundervollen Shop. Man kann sogar "pay it forward" auswählen und somit jemand anderem eine Freude machen
// unbezahlte Werbung 

11.6.26

Frühstückseidünger

So ein lustiges Wort 🤭 Ich habe im Fernsehen bei Kaffee oder Tee gesehen, dass man Kaffeesatz oder Eierschalen, aber auch Kartoffelwasser zum Düngen nehmen kann. Die ersten beiden Zutaten wusste ich, da muss man aber auch immer vorher schauen, was davon welcher Pflanze guttut. 
Nun waren mal unsere Bäumchen dran, Apfel und Kastanie. 
Die Eierschalen kann man ganz im Garten verteilen, ich habe sie lieber zerkleinert vor dem Regen in die Töpfe gegeben. Die Haut zu entfernen war ganz schön meditativ, aber ich finde es ja auch toll, Folien von Displays abzuziehen 😅







10.6.26

Buchtipp: Die Widmung des Buchhändlers

Ich habe dieses eBook durch einen Zufall für 99 Cent erhalten. Auch dieses Buch gibt es wie das gestrige als Taschenbuch nur beim großen A, so wie ich das sehe, was sehr schade ist. Denn die Geschichte ist groß. Berührend und besonders, viel Historie und auch viel Gefühl, aber ganz ohne Kitsch.

Darum habe ich mich entschieden, sie als Buchtipp zu posten. Autorin Ella Wünsche erzählt von Johanna und Karl kurz nach dem Krieg und von Karla und Lea, aber auch von Lucien, Aaron und Pierre in der Gegenwart - und auf ganz wundersame Weise gehören Gegenwart und Vergangenheit so zusammen, als würde hier ein bunter Teppich gewoben. Der Teppich hat dunkle Stellen, aber so wie das im Leben ist, gibt es auch Licht. Die Geschichte beginnt in Heidelberg und zieht sich dann über Baden-Baden bis nach Frankreich und das, was die Autorin hier beschreibt ist mehr als nur eine Familiengeschichte, in der die Schwester nach dem Bruder sucht. Es sind diese ungestellten Fragen, die ungelösten Antworten, die dieses Werk besonders machen. Es geht um die Ungerechtigkeit der Arisierung, um das Unrecht, das Juden grundsätzlich widerfahren ist, aber auch um die Liebe, die eine starke Frau loslassen lässt. Es geht um die Liebe einer Großmutter zu ihrer Enkelin, um den Roten Faden in Familien und um die Widmung des Buchhändlers, die alles verändert. Die Beschreibungen der Orte und Menschen gefallen mir gut. Im Mittelteil gibt es mal ein paar Tippfehler oder auch merkwürdige, nicht stimmige Sätze, am Ende gibt es ein Bundeskulturamt statt eines Ministeriums, aber darüber kann man leicht hinweglesen. Es ist eine Geschichte, die spannend ist und glücklich macht. Daher wäre es schön, würden solche Bücher heutzutage über die Selfpublishingwege veröffentlicht, bei denen auch echte BuchhändlerInnen eine Chance zum Verkauf haben.




9.6.26

Buchtipp: Attila

Ich habe Balian Buschbaums Weg früher bei sternTV verfolgt und weiß, er kennt das Leben. 
Als ich dann von seinem neuen Buch las, war klar, dass ich es meiner Schildkrötenkollegin schenken möchte
Nun war guter Rat teuer, denn es war Facebook-Werbung, verwies auf Amazon und ich kaufe Bücher aber nur in meiner Lieblingsbuchhandlung vor Ort.
Die Verlagsseite mit eigenem Onlineshop sagte auch nicht, ob es Buchhandlungen gibt, die dieses Buch verkaufen (was ich irgendwie merkwürdig finde), aber mein Buchhändler war der beste Joker ever - er organisierte mir in kürzester Zeit ein signiertes Exemplar direkt vom Verlag ohne extra Portokosten - an dieser Stelle noch mal Dankeschön😊
Zum Buch selbst, 16 Euro finde ich schon stramm, aber es ist so süß und handlich und gleichzeitig steckt so viel darin: Weisheit, Wärme, Freundschaft, Hoffnung - und Heilung. Julia ist erfolgreich im Job, verdrängt aber Dinge durch Arbeit und stellt irgendwann fest, dass das noch nicht alles gewesen sein kann. Da auf wenigen Seiten viel geschrieben steht, kann ich nicht verraten, warum das so ist. Toll sind aber die Impulse am Ende eines jeden Kapitels in Form von Julias Notizbuch - so kannst Du richtig damit und an Dir arbeiten über das bloße Lesen hinaus - und toll sind auch die Erlebnisse, die sie hat (außer die Familienaufstellungen, die sind etwas zu einfach dargestellt, und ja, es gibt Tippfehler - nicht jedes Das ist zB ein Dass 😉, aber das kennst Du ja von der ollen Korrekturtante Jess, das fällt mir halt auf). 
Aber Attila, wie könnte ich Attila nicht erwähnen, dieses herzige, wundervolle Wesen - und noch viele mehr🐴🐶 💚🐢
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8.6.26

Inspiration

Auf Threads bin ich in so einer schönen Stickerbubble und nun kommen auch noch Leute hinzu, die Tiere zeichnen.
Dadurch bin ich auf die Idee gekommen, Caramelli zu zeichnen und es hat gut geklappt ❤️‍🩹
Dabei dachte ich, ich habe ihn so viele Jahre angeschaut und doch jetzt das Gefühl, dass es nicht genug war. Ich kenne jedes Detail - der kleine dunkelgraue Punkt auf seiner rosa Pfote, die Fellzeichnung, der weiße Nacken und die Ohren, die Herznase, die im Alter anders aussah, die rosa Nachdenkerzunge - und doch würde ich alles dafür geben, ihn nochmal ansehen zu können. Ich ahnte so etwas in seinen letzten Tagen und weiß, ich habe ihn genau betrachtet, wir hatten intensive letzte Stunden und auch wenn ich eigentlich nix singen wollte weil ich müde war, habe ich ihm noch xmal etwas vorgesungen. Doch schlussendlich hat man nie genügend Zeit. Sie zerrinnt und ist darum so wertvoll. 





7.6.26

Nochmal Rosengarten und Caramelli

Gestern ist Caramellis Asche angekommen, er ist also zurück zuhause bei uns. 
Er, der den Katzenpalast nie verlassen wollte, ist nochmal richtig rumgekommen, er war sogar vorgestern noch in Neuwied, da in der Nähe wohnt meine Omi. Ich wollte ja eigentlich den ursprünglichen Blogbeitrag ergänzen, habe mich aber nun doch für einen weiteren entschieden, weil die Arbeit von Rosengarten einfach so bemerkenswert ist.
Ich hätte Caramelli auch abholen lassen können, habe ihn aber selbst nach Karlsruhe gebracht - Freiburg wäre auch eine Möglichkeit gewesen, die mir angeboten wurde. 
Kremiert wurde er dann in Hermeskeil und auch wenn dieser Umweg über Neuwied und Koblenz vielleicht nicht ganz schlüssig ist, es wurde sogar DHL GoGreenPlus von Rosengarten gebucht. Auch die Verpackung ist nachhaltig.
Im Paket war eine frische Rose drin 🥹 wie perfekt kann ein Unternehmen bitte sein? Ich habe ja schon von den lieben Mitarbeitenden erzählt, aber das Paket toppt nochmal alles. Ich habe keine Extras gebucht, weil ich verschiedene Erinnerungsstücke anfertigen lasse, die ich Dir hier noch zeigen werde. Aber es waren neben einem Brief und den Kremierungsunterlagen auch noch eine liebe Geschichte (die meiner Sommerwiese ähnelt) und ein Spruch darin und der Hinweis auf die Rosengartenstiftung und ein Geschenkcode, den ich bereits weitergeben konnte. Außerdem der Hinweis, dass es eine Gedenkseite für die kremierten Tiere gibt. 
Alles in einer hübschen kleinen Mappe. Aber diese Rose, die ist der Knaller. Sie steckte in so einem Wasserröhrchen und sieht so samtig aus, wie sich alles bei Rosengarten anfühlt. Leider war in der Tüte mit der Asche ein kleines Loch, aber ich habe es noch rechtzeitig bemerkt. Toll ist auch, dass alles ordentlich beschriftet war. Nicht wie bei Shirin damals, als wir noch nicht bei Rosengarten waren, hier ist Ihre Asche, das ist der Schamottstein, bittesehr. Sondern einfach nur wärmend - perfekt, der Service, die Betreuung, die Begleitung - alles. Danke 🌹
Die Katze habe ich letztes Jahr im Keramikstudio bemalt.


6.6.26

Nachruf auf die beste Busfahrerin der Welt

Ich spreche hier im Blog meine Lesenden immer mit "Du" an. Daher setze ich diesen Nachruf als Brief an die beste Busfahrerin der Welt in Anführungszeichen.

"Ich habe vor ein paar Tagen erfahren, dass Du, meine Lieblingsbusfahrerin, am 25. Mai viel zu früh verstorben bist. Das ist so traurig, gerade weil ich weiß, dass Du noch viele Träume und Pläne für die Rente hattest.
Wenn Du an mir vorbeigefahren bist, weil ich radelte oder in die andere Richtung musste, hast Du mir immer wie die Queen zugewunken (okay, etwas fröhlicher als die Queen hast Du schon geschaut, aber Deine Haltung und Dein Winken waren queengerecht!). Wenn wir zusammen fuhren, dann hatten wir immer Zeit für einen kurzen Plausch, auch wenn man während der Fahrt nicht mit der Fahrerin sprechen soll. Du hast immer abgewartet, bis Deine Zugestiegenen sicher auf einem Platz saßen, 
bist immer umsichtig und vorsichtig gefahren. Du zaubertest Menschen quer durch alle Generationen ein Lächeln ins Gesicht, warst, egal wie sehr Du im Leben gestruggelt, gekämpft hast, immer freundlich und lustig. 
Ich weiß gar nicht mehr so genau, wann wir uns kennenlernten. Es ist aber sicher über zehn Jahre her. Du warst nicht nur meine Lieblingsbusfahrerin, sondern auch Kundin bei mir, hast Konzerte und Theater geliebt und ich habe Dir gerne die schönsten Plätze ausgesucht. Dadurch kamen wir ins Gespräch. Irgendwann tauschten wir Nummern aus und Du schicktest mir immer Deine Urlaubsfotos - ich fahre ja nicht wirklich in Urlaub, weil ich dann die Katzen zu sehr vermissen würde. Du hast darüber gegrinst, sie aber auch meine Kinder genannt und regelmäßig nach ihnen gefragt, Du warst sehr tierlieb. Darum hoffe ich, dass Du meinen drei Engelskindern auf der Sommerwiese die Köpfchen getätschelt hast, bevor Du weiter ans Meer gereist bist, oder in die Berge. Ich wünsche Dir, dass Dir der Wind durchs Haar weht und Du tolles koscheres Essen und Getränke vor Dir hast, da, wo Du jetzt bist. Dass die Musik spielt und dass Du es jetzt leicht hast. 
Als ich an einem Abend, es war schon spät, vor Jahren in Deinen Bus stieg, fragtest Du "Jessy, was machst du hier? Es ist zu dunkel!" Ich musste unsere Alarmanlage im Geschäft ausschalten, wie so oft, die Sicherheitsfirma hatte angerufen - meist war es Fehlalarm. Du machtest Dir aber gleich Sorgen, dass da echte Einbrecher am Werk waren und mir etwas passieren könnte: "Ich drehe ja nachher an der Endstation und fahre zurück, schaffst Du meinen Bus auf dem Rückweg oder ist das zu knapp? Denn wenn Du nicht einsteigst, rufe ich die Polizei, ich kann sonst nachher nicht beruhigt einschlafen!" "Ich kann Dir ja schreiben", meinte ich locker, aber Du fandest, dass zu viel Zeit vergehen würde, bis Du aufs Handy schauen konntest. Also schaffte ich es - ich lief, um die Alarmanlage auszuschalten - es war ein Fehlalarm - und war rechtzeitig an der Bushaltestelle, um noch einmal bei Dir einzusteigen und sicher nach Hause zu gelangen. Du hast Dir viele Gedanken um Menschen gemacht, warst ein großherziger Mensch. Dass die Welt solche Menschen verliert, kann ich nur mit dem Gedanken akzeptieren, dass der Himmel einen Engel mehr gebraucht hat."

Das Bild ist KI-generiert 


5.6.26

Wenn der Dönermann strahlt

Ich war ein paar Monate nicht beim Dönermann meines Vertrauens.
Als ich vorgestern hinradelte, um ein schnelles Abendessen zu organisieren, strahlte er mich an wie ein Familienmitglied "wo warst du ein Jahr?!"
Gefühlt kam es mir auch vor wie ein Jahr, die Herzlichkeit, mit der ich hier immer begrüßt werde, ist wirklich bemerkenswert und ich sollte öfter hingehen 💓