31.7.26

Kinderteller not for sale

Kürzlich sind wir essen gegangen und ich hatte Appetit auf Spätzle mit Sauce. In der Dachwohnung wird aktuell nicht gekocht, da gibt's dann so manche komischen Gelüste, wenn wir unterwegs sind. 
Es stehen Spätzle mit Sauce auf der Karte. Als Kinderteller für 5,60 Euro. Da ich nicht so viel Hunger hatte, aber trotzdem eine Erwachsenenportion vertragen konnte,  habe ich das Angebot einer Erwachsenenportion dankend angenommen und rechnete mit etwa zehn, elf Euro.
Dass ich nicht den Kinderpreis bekomme,  ist klar. Aber ja, es ist typisch Deutsch, dass ich 13,80 Euro nicht so fair finde. Habe aber nix gesagt, die Sauce war lecker.
Werde aber wohl nicht mehr hingehen, es war jetzt schon der zweite Fail dort,  dabei hatten wir davor mal den Mittagstisch gewählt.
Hoffentlich ist unsere Küche bald wieder bekochbar🙏

Die Erwachsenenportion 


30.7.26

Cafe Krümelchen

Ein Jahr gibt es dieses süße Café nun schon und ich habe es erst jetzt dorthin geschafft. Es fährt zwar ein Bus nach Sandweier, aber die Taktung ist nicht so günstig für mich. Sonst würde ich auch gerne mal nachmittags das Too good to go Angebot aus der gleichnamigen App probieren, bei anderen Läden habe ich damit schon gute Erfahrungen gemacht.
Wir hatten jeweils das klassische Frühstück, das es auch als vegetarische Variante gibt. Es gibt aber auch andere Frühstücksvorschläge und auch verschiedenes Gebäck wie Nussecken oder Kekse. 
Es hat uns gut gefallen, die kleinen Brötchen sind ohnehin so etwas, was wir mögen und dann gab es wirklich viel Belag. Und der Kaffee ist gut. Also ein Tipp!
Cafe Krümelchen 
Sandweierer Str. 19
76532 Baden-Baden 
Mo-Fr 7:30-15:30 Uhr 
Stand heute 30.07.2026
// unbezahlte Werbung 



29.7.26

Sommerabend im Garten

Wenn man gemeinsam etwas verloren hat,  hat dies etwas Verbindendes. Wir haben im August vor zwei Jahren AJ verloren und nichts ist mehr wie es war. Wir sehen uns alle seltener, eine gewisse Zeit waren wir noch alle KollegInnen, doch inzwischen hat es einige von uns woanders hin verschlagen. Es kommen auch Verpflichtungen und andere Jobs und einfach das Leben dazwischen. Gestern haben wir uns wiedergetroffen, um einfach einen schönen Abend zu haben und zu fühlen, wir sind noch da und wir halten zusammen. Es war eine vertraute, wunderschöne Atmosphäre. Danke. ❤️‍🩹🌈





28.7.26

Eine Tüte voller Glück

Ich war gestern mit dem Zug unterwegs und trotz Verspätungen hat alles geklappt, weil ich genug Umstiegszeit hatte. 
Nur für meinen Kaffee samt Croissant in einen meiner Lieblingscafes hat es nicht gereicht. Aber am Zielbahnhof hat ein neues Geschäft eröffnet und schau,  was es da für goldige Gebäckstücke zum Mitnehmen gibt (nicht mit Gepäckstücken zu verwechseln) - und das Croissant in Normalgröße war richtig fluffigknusprig



27.7.26

Weitere Geschichten aus der NachbARSCHaft

Wie konnte ich nur in meiner grenzenlosen Menschenfreundinnaivität denken, dass mit dem samstäglichen Abendprogramm die Lärmfreude unserer Flodders (wobei mir die Fernsehfamilie sympathischer ist) das Projekt Stinkebude abgeschlossen sein würde? 
Nein, natürlich lag gestern ein makelloser, ruhiger Sonntag vor den beiden Männern und so einen Balkon muss man ja dann nochmal drei Stunden absaugen.
Der lärmende Folklore hörende Nachbar ein Haus weiter scheint im Urlaub oder anderweitig beschäftigt zu sein, da ist es doch ehrenmannhaft, ihn mit dem schlecht ziehenden Staubsauger zu vertreten.
Als die Zwillinge dann erschrocken rein kamen und einen kühlen Platz suchten, weil unser Balkon unbenutzbar war,  wurde das zu saugende Gebiet wieder auf die Wohnung ausgeweitet. Zurück auf dem Balkon duftete Scheuermilch zu uns nach oben,  der laute Staubsauger kam nochmal mit dazu und natürlich sind Vater und Sohn  multitaskingfähig - geraucht wurde dabei auch.  Danach auch.  Und als dann der Müllsack untrennbar benutzt wurde,  war das anscheinend so anstrengend, dass man nochmal rauchen und sich laut unterhalten musste.
Zwei Stunden später meldete sich der eine Mann für den nächsten Tag auf der Arbeit telefonisch krank, das geht ja momentan noch ohne AU, sein Glück. Aber ja, ich wäre bei dem Staubsaugerlärm auch fast taub geworden, verstehe das.
VorwerkvertreterInnen hätten hier ihre helle Freude. 
Das Bild ist KI-generiert 


26.7.26

Neue Geschichten aus der NachbARSCHaft

Während ich diese Zeilen schreibe, bilde ich gerade das Leben um uns herum ab. Meine Blogbeiträge erstelle ich immer, wenn eine Idee in meinem Kopf zum Text geworden ist,  also meist abends.
Damit Du immer etwas zu lesen hast, speichere ich alle Texte und gebe für jeden Tag eine Uhrzeit zur Veröffentlichung vor. Natürlich kommt es auch vor, dass ich morgens schreibe oder anstatt mehrerer Texte am Stück mal nur einen. Dieser Beitrag ist definitiv gestern entstanden, Du bist also quasi live dabei. 
DasSams liegt auf dem Balkon und schläft, ich richte gerade das Essen für Harry und plötzlich geht der alte schlecht ziehende,  überlaute Staubsauger der Nachbarn unten auf dem Balkon los. DasSams macht einen Satz, Harry guckt wie eine Eule mit runden großen Augen und knurrt. Ich erkläre wieder einmal, dass Nachbarn laut sein können und rücksichtslos, dass es aber eigentlich ein gutes Zeichen ist,  dass die Stinkebude mal gesäubert wird. 
Denn der Vater ist anscheinend zu Besuch beim Sohn, das hört man kurz darauf,  weil wieder mal laut mit Lautsprecher telefoniert wird - diesmal vom Alten. Zum Glück geht es um das Abendprogramm, sie werden nachher  hoffentlich lange außer Haus bleiben. Der Sohn hört eine Sprachnachricht laut auf dem Balkon ab, zu der ich keine Fragen mehr habe. 
Normalerweise schwafeln sie jeden Abend bei einer Zigarette auf der Straße miteinander über das Weltgeschehen, wir hören es zwar trotzdem, aber es dauert alles nicht so lang.  Heute,  also inzwischen gestern, schaffen sie sechs Zigaretten und das sieht dann ungefähr so aus:
Das Bild ist KI-generiert 

Anmerkung: Die NachbARSCHaftsgeschichten sind wahr,  wären sicher gern Satire.


25.7.26

Buchtipp: Begegnungen - Christian Simon

Begegnungen mit Weltstars und anderen
- Von Paul McCartney bis Frank Elstner

lauten die Untertitel dieses wunderschönen Buches. Ich muss vorwegnehmen: Ich bin befangen und mag den Schreibstil von Christian Simon sehr.
 
Er ist nah, er ist klar und umfassend, aber auch lustig, damit amüsant und leicht - auch wenn manchmal schwierige Themen beschrieben werden. Ich wusste das, weil ich sein Werk "Paul McCartney hautnah: Meine Jahre mit der Legende" während Corona gelesen habe. Es erschien im März 2020 und es war damals seit Jahren mal wieder das erste Buch, dem ich mich komplett und in Ruhe widmen konnte, weil in meinen damaligen Jobs Kurzarbeit herrschte. Zuvor habe ich jahrelang kaum gelesen, was mir sehr gefehlt hatte, und mit seinen sehr nahen Zeilen kam ich wieder in einen Lesefluss. 
Es ist im Dezember 2025 sogar auf Englisch erschienen.

Kürzlich habe ich das Familienkochbuch der McCartneys gekauft, weil es in einer älteren Zeitschrift als Buchtipp beschrieben war, erschienen ist es in Deutschland im November 2021 und inzwischen haut der Verlag es für nur zehn Euro raus. Es beinhaltet Lindas Rezepte und Paul samt Kindern hat es neu veröffentlicht. Auch da habe ich beim Lesen an Christian Simon und seine Frau gedacht und an die Jahre, die sie mit Paul und Linda verbracht haben und die er uns in seinem Buch zugänglich gemacht hat. 
In manchen Szenen kam es mir vor, als säße ich selbst daneben. Die Erzählungen hallen nach, man merkt sie sich. Und so ist es auch mit diesem Buch. Die Begegnungen, die Christian Simon mit Stars wie Tina Turner, Hape Kerkeling, Cynthia Lennon oder auch Johannes Mario Simmel (und vielen anderen) erlebt, sind so toll erzählt, dass wir nicht nur Einblicke in deren, sondern auch in sein Leben erhalten. 
Eigentlich müsste man auch mal ein Buch über Christian Simon schreiben, er hat bestimmt noch viel mehr zu sagen. Als wir uns das erste Mal (in meinem vorherigen Job) begegnet sind, war ich noch sehr jung und er Konzertveranstalter eines Konzertes mit den Lords, mit denen er seit 1974 zusammenarbeitete (er war als Fünfzehnjähriger Zaungast eines Konzertes, war mutig (mehr verrate ich nicht) und allein diese langjährige Zusammenarbeit muss für ihn rückblickend doch ganz unfassbar sein. Mir geht es jedenfalls mit den Menschen so, bei denen ich vom Fan zur Freundin wurde, diese besonderen privaten Verbindungen, die man zu diesen teils sehr öffentlichen Menschen hat, das Vertrauen, das sie in uns setzen - unbeschreiblich). Es war damals auch sofort auch eine Vertrauensbasis zwischen Christian Simon und mir und ein angenehmes Arbeiten auf Augenhöhe. Er kann einfach gut mit Menschen umgehen, das liest man auch aus den Begegnungen in seinem neuesten Buch heraus - aus Interviews und Zufallsbegegnungen werden Freundschaften, zum Beispiel mit Menschen wie Peter Behrens von Trio, den er hier in Baden-Baden trifft, als dieser längst hier wohnt. Sie treffen sich öfter, freunden sich miteinander an.
 Mit Udo Jürgens führt er ein Interview, nachdem er ihn in seinem viel zu kleinen Auto vom Flughafen abgeholt hat - und gewinnt mit seiner offenen Art einen Freund. Später veranstaltet er Konzerte und schreibt ein ganzes Buch über ihre Gespräche - "Ich, Udo: Gespräche mit Christian Simon".
Frank Elstner und Jochen Pützenbacher sehen Christian Simons Talent und er darf bei RTL Radio Luxemburg anfangen, später wechselt er zu SWF1. In meinem kleinen rosa Kinderradio liefen diese Sender früher auch, zwar erst nach seiner Zeit, aber auch so entsteht eine Nähe.

Frank Elstner, der sein eigenes Kapitel gegen Ende des Buches bekommen hat (hier habe ich beim Lesen überlegt, Christian Simon könnte doch eigentlich als nächstes über Frank Elstner schreiben, jedenfalls wollte ich nicht, dass das schöne Kapitel endet), schreibt das warmherzige Vorwort im Buch: "Hier hat ein Zeitzeuge zugeschlagen, der viele tausend Stunden in das Wohl...großer Künstler ... investiert hat. Dafür sollten wir ihm alle dankbar sein." Ja, das unterschreibe ich zu tausend Prozent. Ich bin auch dankbar für dieses Buch, bei dem es sich lohnt, immer wieder einmal reinzulesen. 
Christian Simon fängt hier Stimmungen ein, erzählt das Leben und lässt uns teilhaben. Sehr viele Fotos aus 50 Jahren runden das Erzählte ab. Ein Nachschlag, fast wie eine Konzertzugabe sowie ein Anhang sind ebenfalls darin zu finden. 
Ich halte ein vermeintlich kleines Taschenbuch in Händen, aber es hat einen großen Inhalt. Danke!
// unbezahlte Werbung, selbstgekauft



Erwähnte Bücher

Ich, Udo: Gespräche mit Christian Simon
ISBN 978-3784434087

Paul McCartney hautnah: Meine Jahre mit der Legende
Christian Simon
ISBN ‎ 978-3784434742

Begegnungen
Christian Simon
ISBN 978-3911682381

Linda McCartney´s Familienkochbuch
ISBN 
978-3641289768
(Achtung, nur die deutsche Version ist günstiger als zum ET)



24.7.26

IKEA Huset

Irgendwie überrascht mich IKEA immer wieder. Jetzt gibt es ein Set, bei dem sich Fuchs und Hase quasi gute Nacht sagen können. 
Und das ist noch nicht alles,  es gibt auch Toilette, Waschbecken und Stuhl. Dieses Set ist einfach so süß, das toppt das frühere Set mit dem mini Kallaxregal, da waren aber auch keine Figuren dabei. Das Puppenhaus gefällt mir auch sehr gut, aber das wird nur gekauft, wenn der Katzenpalast mal in ein Eigenheim zieht, denn dort wird es dann einen Raum nur für Playmobil und Spielzeug geben. Aktuell begnügen wir uns noch mit der Kulisse vom Mäusehaus und von Cute Cottage Overload. Von der Größe her passen die IKEA-Sachen perfekt zu den Mäusen aus den Niederlanden. Die Katze ist von Hema, also auch von dort.
// unbezahlte Werbung 



23.7.26

Kopfhörerhäkelei

Als ich vor einigen Jahren einen Bluetooth-Retro-Kopfhörer gefunden habe, der einen guten Klang hat, aber leicht wie diese alten Walkman-Kopfhörer ist, war ich wirklich happy. 
Allerdings fallen irgendwann die Polster ab, darum habe ich jetzt keine mehr nachgekauft, sondern einfach mal ohne Anleitung losgehäkelt. Mir gefällt es 🤩🎧







22.7.26

Post ist da!

Heute ist einfach schon der zweiundzwanzigste Juli 🙀 Überleg mal, in fünf Monaten sind wir kurz vor Heiligabend. Ich freue mich schon darauf. 
Weil ich es zum Beispiel kaum erwarten kann, was in der weihnachtlichen Snailmail stecken wird. Ich werde ganz sicher zum Herbst/Winter hin noch mehr Snailmails von anderen vorstellen, aber aktuell ist mir die monatliche Post von @niemandanderes, die ich ja auf Threads und Instagram entdeckt habe, die liebste. 
Es sind wieder supersüße Sticker für mein Journal darin, aber auch eine tolle Karte mit einem lustigen Wortspiel (Kiwiegehts) und einer Kiwi darauf. Inzwischen habe ich diese monatlichen Briefe abonniert, es ist einfach eine Freude,  eine junge Künstlerin zu unterstützen und gleichzeitig so goldige Post zu bekommen. 
Aber sieh selbst:
// unbezahlte Werbung 


21.7.26

Zukunftsträume

Eine Freundin und ich sind uns einig: Wir werden später verarmte Rentnerinnen sein und unser Geld für Katzenfutter, Kartoffeln, Nudeln und Knoblauch ausgeben. 
Mehr brauchen wir nicht zum Glücklichsein. Vielleicht noch ein wenig Salz und Zitrone als Topping - und am Monatsanfang manchmal Butter.

Es geht auch mit Thymian vom Balkon, geschenktem Olivenöl und Salz und Knoblauch




20.7.26

Buchtipp: Schwestern in einem anderen Leben

Von der ersten Seite an hat mich diese Geschichte gepackt. Vor allem wegen der Sprache und Gestaltung, der Schreibstil und die Sprünge zwischen Menschen und Jahren gefallen mir sehr sehr gut.  
Aber auch,  weil mich dieses Thema fasziniert: wohin verschwinden die Menschen, die verschwinden? Vor zwanzig Jahren wollte ich mal selbst darüber schreiben und las alles zu solchen Fällen, aber dann war mir das Thema doch zu groß. 
Autorin Christiane Wünsche erzählt hier von einer Familie mit drei Töchtern, die 1976 wie vermutlich die meisten deutschen Familien leben: der Vater fleißiger Schreiner, die Mutter kocht und backt, die Kinder mehr oder weniger aufgeweckt und gut geraten - und doch passiert etwas, das ihr ganzes Leben zerreißt. 
Und dann wird die Gegenwart erzählt, Rosi, die ein Geheimnis mit sich herumträgt, die als Teenager von zuhause weggelaufen ist. 
Aber auch die Jahre dazwischen dürfen wir erleben,  aus verschiedenen Perspektiven, die das Buch so ungeheuer spannend machen.
Es ist nicht nur die Frage nach der eigenen Identität, die hier aufkommt, sondern auch eine Frage des Vertrauens und des Lebens mit einer Lüge - bzw. ist es eine Lüge, wenn man nicht allen alles sagt?
Ich wollte auch mal von zuhause abhauen - und habe dann das Musikvideo zu "Runaway Train" von Soul Asylum gesehen, da habe ich es dann sein gelassen. Wie man sich einsam unter Menschen und in der Familie fühlen kann, das weiß ich und habe das auch immer formuliert. Den passenden Spruch von Marie von Ebner-Eschenbach kannte ich jedoch noch nicht. Dieses und andere Zitate runden das Buch ab. Aber auch eigene Sätze, wie "Sie dachte, dass Familie viel mehr sein konnte als biologische Verwandtschaft und empfand auf einmal ein überwältigendes Gefühl der Dankbarkeit dafür, diese netten Menschen kennengelernt zu haben"
machen die Geschichte perfekt.
Es ist wirklich alles sehr gut durchdacht und recherchiert,  aber man fühlt alles auch so sehr. Die Figuren sind so gut beschrieben, dass ich sie als Film vor meinem geistigen Auge sehe. Und auch, wenn ich das Buch (nur kurz!) weggelegt habe, musste ich an die Menschen darin denken.
Ich habe es in zwei Tagen durchgelesen und bin noch ganz erfüllt von diesen Leben.
Eine absolute Leseempfehlung!
PS Und hol oder back Dir Kuchen, Du wirst solchen Appetit auf Pflaumen- oder Apfelkuchen mit Sahne bekommen🤭
// unbezahlte Werbung 



19.7.26

MoonEllyShop

Wie schnell kann man sein! Gestern war schon Post im Briefkasten, dabei hatte ich doch gerade erst das achtsame und beruhigende Einpack-Video von kloke.elly auf Instagram gesehen
Du weißt ja,  ich unterstütze gern Künstlerinnen oder unabhängige, kleine Betriebe und von allen war sie nun die Schnellste beim Versand. Und wie liebevoll es verpackt ist! Außerdem lagen noch Goodies dabei,  die Dankeskarte hat eine schöne Rückseite mit einem weiteren Motiv und es gibt nun noch mehr Gründe für ein eigenes Haus: ich brauche mehr Wände, denn ich würde die herzerwärmenden Postkarten gern alle aufhängen, statt sie wegzuschicken 🤭
Ich denke,  es ist an der Zeit,  bis zum Lottogewinn einfach mal eine Art Wechselausstellung an den vorhandenen Wänden zu beginnen. Zum Glück habe ich in meinem Journal noch viel Platz für die schönen Sticker, vor allem die herbstlichen. Ach, was freue ich mich auf den Herbst!
// unbezahlte Werbung 


18.7.26

Im Regen tanzen

Ich liebe es, im Regen nach Hause zu kommen,  vor allem, wenn es ein warmer Sommerregen ist. 
Noch besser ist es, bereits zuhause zu sein, wenn der Regen beginnt. Petrichor ist nach Brotduft für mich der schönste Duft der Welt. Und danach folgt gleich der von geröstetem Knoblauch 🤭
Im Badeanzug auf dem Balkon eine Regendusche genießen - Luxus pur!



17.7.26

Apfelhof-Reihe von Sonja Flieder

Vor ein paar Wochen habe ich den ersten Teil der Reihe bereits empfohlen. Jetzt geht es um Teil 2&3. 
Ich war mega happy, als ich sah, dass es neun Apfelhof-Bücher gibt. Das ist mal eine ordentliche Anzahl! So oft bin ich traurig,  wenn eine Reihe endet, meist 3-4 Teile, und es könnte noch so viel erzählt werden. 
Hier habe ich noch einige vor mir und freue mich darauf, möchte aber etwas dazu sagen. Vorneweg: am Eindruck der Geschichte des ersten Buches hat sich mit Buch 2&3 nichts geändert. Ich liebe es,  jeden Tag auf den Apfelhof zurückzukehren und wann immer ich irgendwo warte in das Leben der Menschen dort abzutauchen.
Aber liebe Güte, das Lektorat! Im ersten Teil serviert Frida Ingwertee und alle hassen ihn,  im dritten Teil wird der Tee, den alle hassen, plötzlich zu Fencheltee. Das finde ich merkwürdig, so etwas merkt man doch. Dann gibt es einen unerklärlichen Hang zum Streicheln über die linke Wange und die linken Arme. Und überraschend ist immer noch,  dass am zweiten Tag der jeweiligen Feste mehr los ist als am ersten Tag. Das sind Kleinigkeiten, aber mir fällt das auf. Tippfehler stören mich auch, das weiß jeder. Und dann überlege ich, wie das passieren kann, dass ein an sich perfektes Buch, eine Reihe, so gestört werden kann durch solche Dinge wie zwei Zeitungsnamen, obwohl eine gemeint ist (Hamburg Aktuell oder Hamburger Allgemeine). Mir tut das für die Autorin auch total leid. 
Die Stories in Band 2&3 gefallen mir gut, es gibt überraschende Wendungen und die Menschen entwickeln sich toll. Auch ein Wiedersehen mit Feriengästen aus dem ersten Buch gibt es, das verleiht Herzenswärme und ist einfach schön beschrieben. 
Ich werde jetzt erstmal Band 5 lesen,  weil er im Angebot war, und Nr 4 überspringen. Wenn ich dann noch Freude daran habe und die Menschen vom Apfelhof vermisse, kaufe ich die weiteren Ausgaben, denn ich möchte schon gerne wissen, wie es weitergeht, aber wenn die Sprache nicht passt,  bin ich leider auch stur 🤭
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16.7.26

Baden-Baden-Liebe

Wie wunderschön es hier ist,  kann man sehr gut am frühen Morgen im Park sehen:



15.7.26

Fußball und die kleinen rechten Würstchen

Was ist eigentlich passiert? Die Welt hat sich so sehr gedreht, dass nicht einmal mehr so etwas Verbindendes wie Fußball sie einen kann. Da sind Ronny und Didi aus Sachsen, aber auch Mandy und Gerlinde und vor allem die, die "ja nichts gegen Ausländer" haben, aaaaber - gegen Frauen. Als wir gegen Curacao 7:1 gewonnen haben, las ich, es sei eigentlich ein 4:1 gewesen wegen der deutschen Torschützen ohne Migrationshintergrund. Wenn eine Schiedsrichterin pfeift oder eine Kommentatorin kommentiert, hagelt es Vorwürfe und Spott. 
Dabei sind manche von diesen selbsternannten ExpertInnen selbst MigrantInnen. Oder wie sollte man das nennen, wenn die Familie 1989 in den Westen geflohen ist, Begrüßungsgeld kassiert hat und sich ein neues Leben hier aufbaute? Ach, ich vergesse, viele von diesen Mandys waren damals ja noch nicht einmal geboren. Ihr kennt das Leben Eurer Vorfahren gar nicht. Und Ihr wisst auch nicht, was es heißt, in eine Schulklasse mit lauter "Wessis" zu kommen, während Ihr von Kleiderspenden gelebt und im Auto geschlafen habt, bis es eine Lösung gab. All das habe ich damals live miterlebt. Wir bekamen neue MitschülerInnen und die hatten nichts Lustiges zu erzählen. Aber so richtig frei lachend habe ich sie beim Sport erlebt, beim Fußballspielen und Kindsein.
Ja, es gab WMs, da war ich auch mehr "mit dabei", habe Public Viewing gemacht und mich mit Engländern in einem Pub über jedes Tor gefreut. Inzwischen macht es mir nicht mehr so viel Spaß unter Leute zu gehen und wenn die FIFA eine Rote Karte auf Bewährung ausstellt oder Menschen in Quatar sterben weil die Arbeitsbedingungen mehr als schlecht waren, mag ich auch keine Spiele schauen, auch nicht, wenn ich Hoffnung hatte, dass gemeinsame Gastgeber Mexiko, Kanada und USA vielleicht dadurch etwas zusammenrücken. Doch Fußball verbindet. Gerade die Lebensfreude im Sommer verbindet - aber eben nicht, wenn Rechte sagen, wo es langgeht. Bei einer WM geht es doch darum, gegen und mit anderen ein Turnier zu spielen. Sonst muss blaubraun SAX gegen braunblau Rechts spielen. Könnte langweilig werden mangels Mannschaften.
Und die Frauen, die kompetent kommentieren und manchen geraderen Satz sprechen können als einige Männer? Wen beeinträchtigt das jetzt genau? Ich verstehe es einfach nicht, da werden Dinge klein geredet, die schon immer Völker verbunden haben. Wir hätten die Chance gehabt, ein Fußballfest zu feiern. In kühleren Nächten, miteinander. Doch wir haben die Kurve nicht gekriegt. Schade.

Das Bild ist KI-generiert 


14.7.26

Playmobilliebe

Während ich sehnsüchtig auf den Release des Playmobil Kleinen Prinzen warte (es hieß "im Juli" und nun ist Juli und nix geschieht), finde ich einen Weihnachtself, also eher Elfin, die erscheinen wird und zwar die falschen Schuhe hat, aber ich möchte sie trotzdem haben.
Und dann denke ich,  ich bin ja sehr happy mit dem was ich habe und mit den Fotos, die ich schon geknipst habe - wie dieses Bild hier. 
Eine ehemalige Kollegin hat mir die Pommes aus Fimo gefertigt, ich liebe es einfach.
// unbezahlte Werbung 



13.7.26

Ventilatoren im Test

Dass ich mal zur Fachfrau für Hitzemanagement in einer Dachwohnung werde, hätte ich auch nicht gedacht. 
Unsere Wohnung ist schon immer schlecht isoliert, aber bisher war im Sommer immer Durchzug die Lösung. Dieses Jahr ist alles anders. 
Zum ersten Mal mussten wir den Heizlüfter, der auch eine Kühlfunktion hat, laufen lassen.
Vor der ganz großen Hitze habe ich einen Ventilator ohne Rotorblätter bestellt, weil DasSams den Lüfter nicht sonderlich mag. Da die Lieferzeit immer wieder verändert wurde, bestellte ich noch einen bei Media Markt/Saturn zur Abholung und einen Solar-Camping-Ventilator bei Amazon, damit wir auch bei Stromausfall atmen können. 
Dieser Test soll anderen Menschen und Tieren helfen und ist vollkommen subjektiv.
Ich habe einige Tests gelesen und Filme geschaut und es war klar, dass eine mobile Klimaanlage bei einer Stunde Laufzeit etwa drei Grad runterkühlt - das ist im Dachgeschoss nicht effizient und was die gefühlte Temperatur betrifft, können Ventilatoren genau das auch,  etwa 3 Grad. 
Eine Split-Klimaanlage wäre für uns das Richtige, zumal sie im Winter auch heizen könnte, was wir aktuell mit Ökostrom und einer Infrarotheizung lösen, das hat letztes Jahr sehr wenig gekostet und es war zum ersten Mal warm im Wohnzimmer. 
Aber die teurere Splitklimaanlage muss der Vermieter einbauen, wenn er will, und es gibt gerade ja nicht wirklich viele Termine. 
Also ist für uns die Lösung mit nassen Handtüchern auf dem Boden für die Katzen, Eisakkus und regelmäßig Essen und Trinken, damit sie das überleben.
Für die Menschen eignen sich kleine Wasserflaschen im Kühlschrank gemischt in größeren Flaschen mit Leitungswasser, da große Flaschen allein leider sehr schnell warm wurden. Ich muss dazu sagen,  Eiswürfel in ein Glas in der Küche gegeben, sind bis zum Wohnzimmer schon aufgelöst.
Und eine kleine Reisesprühflasche von DM, die mit Wasser gefüllt ihren Dienst am Körper tut, ist auch Gold wert. 
Durch die Luftfeuchtigkeit, die durch nasse Handtücher entsteht, muss gelüftet werden.  Das heißt, wenn die Wohnung verschlossen und abgedunkelt war, dann nur für etwa sechs Stunden. Davor und danach galt: Durchzug. Nachts sowieso, aber da schlafen wir eh auf dem Balkon.
Folgende Ventilatoren liefen nun erstmals übers Wochenende:

Aktuell ist nur noch der kleine KOENIC rechts lieferbar: Bei Media Markt/Saturn hat geholfen, folgende Filter zu setzen: sofortige Verfügbarkeit, Verkäufer nur Media Markt und nicht der Marktplatz, die Abholfiliale eingeben und auf Abholung bestellen. Es hat aktuell in zwei unterschiedlichen Städten funktioniert, lediglich hier in Baden-Baden verzögerte sich der Liefertag etwas. 
Ein ähnlicher Campingventilator ist bei Amazon noch zu bekommen, die kleine 58cm Princess momentan nicht,  sie ist aber auch nicht der Favorit.
Alle Ventilatoren sind Energieeffizienzklasse A, das war mir wichtig. 
Sendowtek Camping Solarventilator ohne Bedienungsanleitung, aber mit guten Erklärungen auf der Amazonseite


KOENIC KTF 13326 Bladeless
mit Stimmungslicht (mit Bedienungsanleitung, aber mit viel anderem Papier und jeder Menge Warnhinweisen, zB darf das USB-C-Ladekabel ausschließlich für den Ventilator benutzt werden). Der Farbwechsel ist zwar ganz nett, aber am Abend brauchen wir ihn nicht und am Tag ist es unnötig, das Licht einzuschalten, zumal er nur zwei Stunden Laufzeit hat - bei der gleichen Ladezeit. Das könnte sich mit Licht verkürzen. Er ist nicht so leise, aber man kann das Geräusch gut im Kopf ausblenden. Harry hat ihn nachts mit seinem Kopf selbst eingeschaltet und schien den Luftstrom zu mögen 🐱

Princess 58cm, also die kleinere von zwei Versionen, ist von allen 3 Geräten das größte Teil und wird einfach in die Steckdose gesteckt. Es gibt eine 75 Grad-Rotationsmöglichkeit, aber DasSams bekommt dabei einen Nervenzusammenbruch, es ist auch etwas lauter als die beiden anderen Geräte, dennoch leiser als der Lüfter. Die Beleuchtung haben wir nicht benutzt. Die Aufkleber sind von niemand anderes und kindasfckcreations. Die Bedienungsanleitung ist nur auf Englisch und in anderen Sprachen.

Fazit: Der direkte Luftstrom von allen drei Geräten ist ähnlich stark. Eindeutig gewonnen hat bei uns der Campingventilator, da er ohne erneutes Aufladen das ganze Wochenende tagsüber lief und in der Sonne oder im Tageslicht stehend lud er einfach dabei. Es gibt zwar auch Bewertungen, bei denen er schnell kaputt ging oder beim Laden eines Smartphones leer war oder selbst sehr langsam lud und die USB-C-Aufladung notwendig war, das würde ich hier noch anpassen, wenn es mal so kommen sollte. Stand 13.07.2026 ist er einfach der Renner. Er hat den Raum zwar natürlich nicht gekühlt, aber genau wie die beiden anderen die Luft in Bewegung gehalten, was auch die Katzen mochten. Laut ist er auch nicht. 
Darum werden wir, solange wir unterm Dach leben, diese drei Ventilatoren benutzen,  aber vermutlich noch einen Solar-Camping-Ventilator kaufen,  zur Sicherheit, falls der Strom mal ausfällt. 

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12.7.26

Wann hast Du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?

Dieses Bild ist viele Jahre alt.  Ich habe es in einem früheren Job geknipst. Es war bereits zum zweiten Mal ein Vogel ins Büro geflogen und wurde erfolgreich gerettet.
Die Frage aber: Wann hast Du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht? ist noch ganz präsent. 
Ich hatte mir für dieses Jahr vorgenommen, jeden Monat einmal einen fremden Ort zu besuchen oder etwas zu tun,  was ich noch nie gemacht habe. Ich habe es bis jetzt in jedem Monat geschafft. Schon 7x. Und darauf bin ich stolz. (und auch auf diesen Schnappschuss)
Hab einen schönen Sonntag ♥️



11.7.26

Hitzewelle, Psychotherapie und Politik - ein Kommentar

Was denkt sich unsere Regierung, speziell der Kanzler, eigentlich? Sie haben ja viele Ideen, sind studierte Menschen, aber gerade glaube ich, sie denken

NIX.

Nicht nur, dass durch die Grundsicherungs-Sanktionen Alleinerziehende möglicherweise zwei, drei Monate gesperrt werden könnten und so unweigerlich noch mehr in die Armut rutschen. Nicht nur, dass TherapeutInnen verzweifelt versuchen, ihre Existenz zu retten - jetzt wird kein Wort über die Hitzetoten verloren und darauf angesprochen wird sparsam geguckt. Das kann einfach nicht wahr sein!

So ein Amt besteht ja auch aus Respekt. Wenn er nur ein bisschen an die nächsten KanzlerInnen denken würde, würde Herr Merz doch mal überlegen können, was er da gerade diesem Amt antut. Hasst er sein Volk? Mag er keine Menschen? Ich meine, das könnte ich sogar verstehen, mir sind Menschen auch suspekt. Aber ich bin halt auch keine Kanzlerin. Und ich finde,  jede neue Idee, die da gerade von unserer Regierung kommt,  tut nichts für unsere Gesellschaft. Ganz im Gegenteil. Sie spaltet. Aber man kann halt auch keinen Wahlkampf in Gummistiefeln machen, wenn es überall heiß ist. Ich bin gespannt, wann er sein Versprechen, die Sache mit dem Cannabis rückgängig zu machen, einlöst.

Was gestern entschieden wurde, sind ganz klare Rückschritte. Wer verzweifelt ist und keinen Therapieplatz bekommt, weil TherapeutInnen jetzt beispielsweise in der Anzahl ihrer Stunden gedeckelt werden,  kann eine psychiatrische Klinik aufsuchen. Selbstverständlich mit AU ab dem ersten Tag.  Dass das dann länger dauert als eine ambulante Therapie, versteht sich von selbst - dass es dann mehr kostet, als eine Therapie vor Ort, auch. So wird unser Gesundheitssystem jedenfalls nicht entlastet. Aber für viele Menschen wird es die einzige Chance sein.  Hier geht es ums Überleben.
Drei aus der SPD waren übrigens dagegen. Drei. 
Neuwahlen würden der AfD reinspielen.
Ich hoffe, dass es ein Wunder gibt und die Menschen verstehen, dass zB Grün gewählt werden muss. Ich sage nur Heizungsgesetz.
Was gestern durchgeboxt wurde - so zackzack vor der Sommerpause, das geht echt gar nicht. Aber jetzt erstmal chillen, man hat sich die Pause ja verdient.
Nicht.
Es wird ungemütlich in diesem Land,  das ich so sehr liebe,  das so schön ist und in dem wir uns viele Jahre sicher fühlen konnten.
  


Mein neues T-Shirt. Kann sogar die Katze gebrauchen 


10.7.26

Habibi Schoko

Heute vor zwölf Jahren hat unser Schoko Flügelchen bekommen. Er war der beste erste Kater, den man sich nur wünschen konnte.
Er tauchte an einer Futterstelle auf, an der auf Mallorca wildlebende Katzen gefüttert und medizinisch versorgt werden. Irgendwann brüllte er eine der Ehrenamtlichen so an und wollte ins Auto,  dass sie ihn zum Tierarzt brachte. Er hat sich damals selbst beschützt- denn es stellte sich heraus, dass er Fieber hatte.  Besitzer wurden gesucht, aber nie gefunden.
So kam er zu einer Pflegestelle und sollte sich erholen. Dort lebte seit kurzer Zeit Einzelgänger Caramelli und gemeinsam mit Schoko vertrieb er die dort lebenden Katzen aus der offenen Finca - sie selbst blieben lieber drin. Da die vorhandenen Katzen aber ihr Zuhause behalten sollten, kamen Schoko und Caramelli ins Tierheim, wo sie sich weiter anfreundeten. Einige Monate später suchte eine verrückte Katzenfrau (ich) Katzen, die gut alleine bleiben können und die keine Freigänger sein sollten. So flogen sie nach Deutschland.
Schoko flirtete mit allen Gesängen, die er beherrschte, am Flughafen, sodass er und Caramelli sehr schnell abgefertigt wurden. Wenige Minuten nach der Landung kamen sie mit den strahlenden Flugpaten zu uns. Und dann begann,  was ich Dir schon erzählt habe - Caramelli lebte hinter Büchern im Regal. Schoko aber spazierte aus der Transportbox, begutachtete den Katzenpalast und war sofort zuhause. 
Er zeigte nachts Caramelli das Katzenklo und sie spielten und balgten, tagsüber war Caramelli auf seinem Beobachtungsposten und Schoko,  ein kleinwüchsiger Kater, der schnell den freundschaftlichen Beinamen Habibi bekam, wurde mein Schatten. Er folgte mir überall hin und war sehr präsent.
Als er zwei Jahre später nicht mehr spielen wollte,  wenn Caramelli ihn aufforderte, dachte ich über Spielgefährten nach. Die begrüßte Habibi Schoko fröhlich und lag schon nach wenigen Stunden mit Hong auf einem Kissen. Sie tranken gleichzeitig aus demselben Napf, als wären sie schon lange Familie. Caramelli tat sich etwas schwerer, die Kitten waren ihm zu wild. Aber er gewöhnte sich und lernte von ihnen Klettern und im Karton sitzen. Schoko und er waren nie geklettert. 
Nun ging es rund! 
Neun Tage, nachdem die neuen Kitten angekommen waren, war Schoko am späten Abend plötzlich apathisch. Er hatte schon öfter Fieberschübe gehabt und Nächte auf meinem Bauch verbracht- und am nächsten Morgen war alles wieder gut. 
Diesmal schlief er, Caramelli neben uns, auf dem Sofa in meinen Armen und nach einem erstaunten Oh! wenige Stunden später zwischen 2 und 3 Uhr für immer ein. 
Caramelli verlangte sofort nach Futter und die Kitten, die sonst immer auf einem liegenden Menschen herumkletterten, kamen aus dem Schlafzimmer, wohin sie sich in den Stunden zuvor zurück gezogen hatten. Sie waren derselben Meinung wie Caramelli und ab diesem Zeitpunkt verbündeten sich die drei Kater und wurden unzertrennlich.
Ich bin sicher, dass Schoko die Zeit,  die Caramelli brauchte, sich an die jüngeren Geschwister zu gewöhnen, abgewartet hat. 
Wir wissen nicht, warum er starb, selbst der Tierarzt war überrascht. Wir waren drei Tage zuvor noch dort gewesen,  weil er ein wenig Bauchweh hatte,  aber es wurde vermutet, dass es mit seinen Fieberschüben zusammenhing. Letztendlich sagte man,  er sei vermutlich älter gewesen als zuletzt geschätzt, aufgrund seiner kleinen Größe und guten Zähne kann so etwas passieren. 
Heute weiß ich: Habibi Schokos Persönlichkeit war so vollkommen, dass in unserem Zuhause die Zwillinge ein Jahr später niemals einen Platz bekommen hätten. 
So, wie sich Shirin entwickelte, war er ihm am ähnlichsten. Aber auch von allen anderen vereinte er etwas in seiner Persönlichkeit.
Er hat mir gezeigt, wie man vom Hundemensch zur Katzenmama wird.  Er hat auch unser Buch mitgeschrieben - "Mein Katzenleben" gäbe es ohne ihn nicht. 
Habibi Schoko war besonders. 
Dass er selbst entschied, wann er Flügelchen bekommt, macht mich heute noch dankbar für dieses Wunderwesen.
Auch wenn es schlimm war,  ein Riesenschock. Heute weiß ich, dass ich mit langem Leiden und einer Entscheidung nicht gut hätte umgehen können. Man lernt das erst,  man entwickelt sich. Bei Shirins Erkrankung war es später selbstverständlich, Entscheidungen zu treffen und auch mal beherzt eine Spritze zu geben. 
Habibi Schoko hat es mir leicht gemacht, Katzenliebe zu entwickeln und leicht gemacht, Abschied zu nehmen, er hat mir aber auch immer alle Entscheidungen abgenommen und deutlich erklärt,  was Katzen brauchen.
Er war lustig, er war bestimmend und fröhlich, aber er war auch ein guter Freund für den ängstlichen Traumakater Caramelli. Er sorgte für die Kitten und liebte es, abends Pettersson und Findus vorgelesen zu bekommen.
Er konnte wie ein Buddha dasitzen und im Stehen einschlafen.
Niemand war je beruhigender als dieser kleine Kerl. 
Mein Herz ist voller Erinnerungen ❤️‍🩹







9.7.26

Meine Nostalgie ist die Jugend anderer

Ich freue mich immer,  wenn ich Kreidezeichnungen auf meinem Weg finde.  
Ob das nun Bilder sind, erste Schreibversuche oder gar Hüpfekästchen - immer erfüllt es mich mit der Freude,  dass es heute noch in all den digitalen Zeiten Kinder gibt,  die draußen spielen, die möglicherweise das aktuelle Gummitwistspiel aus dem DM geschenkt bekommen und die auch das Fadenspiel Himmel und Hölle erlernen, weil es ihnen jemand zeigt.
Ich fand die früheren Zeiten jetzt nicht wirklich besser,  aber solche Dinge bewahre ich im Herzen und weiß, dass die, die das heute erleben, ebenfalls solche Erinnerungen in sich tragen werden, wenn sie erwachsen sind. 
Gestern hat ein kleines Mädchen gestrahlt, weil sie mein pinkes Windrad am Fahrrad gemocht hat. 
Das war einfach schön.


7.7.26

Buchtipp: Agnes Auberts zauberhafte Katzenzuflucht

 Ich habe dieses Buch bei einer jungen Frau auf Instagram gesehen und mich sofort in den Farbschnitt und die Gestaltung verliebt.
Meine unabhängige Lieblingsbuchhandlung hat es mir sodann bestellt und beim Abholen hieß es ganz ehrfürchtig: "Oh, das ist ja ein schönes Buch!"
Und das ist es auch. 
Du solltest allerdings Zauberer und Magie mögen. Es ist ein Buch,  das ich so nicht erwartet hätte, aber gerade, weil es mal etwas anderes ist (meine Tintenherz- und Harry Potter-Zeiten sind eigentlich lange vorbei), empfehle ich es. 
Die Katzen sind ganz wundervoll beschrieben und die Backwaren, die meist morgens zum Frühstück in der Geschichte vorkommen, ebenfalls. Ein bisschen merkwürdig war, dass im Buch bitterkalter Winter herrscht, während ich hier schwitze, aber ich hätte es jetzt nicht auf den SUB legen wollen,  lieber lese ich es an Weihnachten nochmal. 
Also,  ganz zauberhaft!



6.7.26

Gute Nachbarn, schlechte Nachbarn

Unser Nachbar schrieb mir, dass er diesen Ventilator mit meinem Namen darauf vor der Haustür gesehen habe (Versand in Originalverpackung), es aber gerade in heutigen Zeiten gefährlich sei, einen Lüfter draußen stehen zu lassen, und er ihn darum lieber mal vor unserer Wohnungstür abgestellt hat. 
Damit kein Dieb ihn mitnimmt.
Wie lieb kann man sein 🥹
Wir haben fast zwei Wochen auf die Princess gewartet und keine Versandmail bekommen und auch nix in der DHL App, jetzt kann es im Katzenpalast nur besser werden. DasSams ist nicht so begeistert, aber das wird schon, habe ja extra etwas ohne Rotorblätter bestellt. 
Natürlich wurde die Princess gleich mit Stickern von Niemand anderes und kindasfckcreations aufgehübscht.
Zwei weitere Ventilatoren sind noch unterwegs, ich werde berichten.
// unbezahlte Werbung 



5.7.26

Theater Baden-Baden: Imagine

Ich habe schon letztes Jahr bei Erscheinen des Jahresprogramms mit diesem Liederabend geliebäugelt, wäre aber vermutlich doch nicht - oder beim Sonntagnachmittagabo - gegangen, weil ich früher an so vielen Abenden gearbeitet habe, dass ich mich heute noch immer davon erholen. Ja, ich gehe abends sehr selten aus.  Eine meiner besten Freundinnen hatte gestern eine Karte übrig und ich habe dann meine Pläne für heute abgesagt, denn heute mache ich dann lieber Familientag in Ruhe, ich bin ja abends ausgehen nicht gewöhnt.
Es hat sich gelohnt. Ich sehe sowieso die Besetzung aus vielen altbekannten Gesichtern sehr gerne,  es waren aber auch SchauspielerInnen dabei,  die ich noch nicht kannte. Ich bin immerhin sechs Jahre raus aus der Theater-Bubble, aber am Einlass wurde ich so freudig empfangen, als wäre ich gestern erst noch Die Tickettante gewesen. 
Der Liederabend selbst überrascht mit Songs, zum Beispiel "Creep", das schon immer in meiner Sommerplaylist ist, mit Liedern zum Mitsingen und Nachdenken, einer Astronautin , die an der Decke schwebt, und vielen anderen,  kleinen und großen Elementen und Kostümen. Die Band wie immer erstklassig, und natürlich IMAGINE, bei dem dann alle mitgesungen haben. Mir hat es sehr sehr gut gefallen, besser noch als der unglaubliche Liederabend zu Weihnachten vor einigen Jahren. 
Dauer: 70 min ohne Pause
// unbezahlte Werbung 





4.7.26

Dönerbaba

Seit vielen Jahren kenne ich den Baba, der die Leute wie ein Papa begrüßt und Ayran schenkt oder eine Riesenportion auf den Dönerteller legt, wenn man länger nicht da gewesen ist. Dann muss man nämlich Essen nachholen, sagt er. Es gibt hier noch zwei weitere Dönerangebote, die ich wahrnehme, die vielen anderen nicht so,  aber er ist einfach so besonders herzerwärmend 💕



3.7.26

Adoptionsjahrestagwoche

 "Eine Katze??! Nein, ich bin ein Hundemensch, aber für einen Hund fehlt mir die Zeit", antwortete ich vor etwa zehn Jahren einer Freundin, als sie nach einer plötzlichen Trennung zu mir meinte, ich bräuchte jetzt Katzen
Ich wollte auch keine Verantwortung übernehmen und schon gar nicht für ein Tier, mit dem ich mich nicht auskenne.  Schon bald begegneten mir immer wieder Katzen. Ich begann zu lesen, was ich immer tue, wenn mich etwas beschäftigt. Dann kannte ich mich in der Theorie genug aus und traf die Entscheidung, ok, zwei Kater aus dem Tierheim können einziehen. Eine weitere Freundin mit Kontakt zu Feliz Animal auf Mallorca las auf Facebook meine Überlegungen zusammen mit einer anderen Freundin, die bereits Katzenmama war und in jeder Mittagspause von ihren Kindern erzählte. Ja, da gab es zwei, die Freunde geworden sind im Tierheim, die sich nicht raustrauen. Wohnungskatzen? Ist das nicht gegen die Natur? Tierquälerei? Nein. Als Schoko & Caramelli einige Wochen später hier ankamen, nahm der kleine Schoko sofort die ganze Wohnung ein. Und mein Herz. Von der ersten Minute an war ich sein Mensch. Und er meine große Liebe. Caramelli brauchte Monate, bis er mich nicht mehr anfauchte und Jahre, bis er zu einem fröhlichen Mitbewohner wurde. Zwei Sommer später zogen Shirin und Kleinerhong ein - vorgestern war Jahrestag. Sie lehrten Caramelli das Klettern und Quatsch machen, auch wenn er sie in den ersten Tagen nur anfauchte. Schoko hingegen kuschelte schon nach einer halben Stunde mit Hong. Zehn Tage, nachdem die Babies angekommen waren, schlief Schoko in meinen Armen für immer ein. Heute weiß ich, er hat nur abgewartet, bis Caramelli sich an sie gewöhnt hatte. Er wollte gehen. Nächste Woche jährt sich diese Nacht und auch nach Jahren ist die Erinnerung klar, als wäre es erst gestern gewesen. Er hatte nicht mehr so gern mit Caramelli gespielt, weshalb  überhaupt 2 weitere Kater einen Platz bekommen sollten. Ein Jahr später sah ich Harry bei Feliz Animal hier auf Facebook. Und konnte nicht mehr aufhören an ihn zu denken. Ja, wir würden ihm ein Zuhause geben dürfen, hieß es. Doch 3 Wochen später: "Sein Bruder sieht ihm so ähnlich, wir wissen nicht mehr, welchen du dir ausgesucht hast. Und wir möchten dir nicht den Falschen schicken.." Ich: "Zwillinge trennt man nicht und es ist genug Liebe und Futter da". 
Viele Jahre lang bildeten die 5 ein Rudel und ich kann mir das mit den Hunden nicht mehr so vorstellen. Aber man bleibt ja nicht Katzen- oder Hundemensch, wenn man eigentlich ein Pfotenmensch ist. ❤