23.7.26

Kopfhörerhäkelei

Als ich vor einigen Jahren einen Bluetooth-Retro-Kopfhörer gefunden habe, der einen guten Klang hat, aber leicht wie diese alten Walkman-Kopfhörer ist, war ich wirklich happy. 
Allerdings fallen irgendwann die Polster ab, darum habe ich jetzt keine mehr nachgekauft, sondern einfach mal ohne Anleitung losgehäkelt. Mir gefällt es 🤩🎧







22.7.26

Post ist da!

Heute ist einfach schon der zweiundzwanzigste Juli 🙀 Überleg mal, in fünf Monaten sind wir kurz vor Heiligabend. Ich freue mich schon darauf. 
Weil ich es zum Beispiel kaum erwarten kann, was in der weihnachtlichen Snailmail stecken wird. Ich werde ganz sicher zum Herbst/Winter hin noch mehr Snailmails von anderen vorstellen, aber aktuell ist mir die monatliche Post von @niemandanderes, die ich ja auf Threads und Instagram entdeckt habe, die liebste. 
Es sind wieder supersüße Sticker für mein Journal darin, aber auch eine tolle Karte mit einem lustigen Wortspiel (Kiwiegehts) und einer Kiwi darauf. Inzwischen habe ich diese monatlichen Briefe abonniert, es ist einfach eine Freude,  eine junge Künstlerin zu unterstützen und gleichzeitig so goldige Post zu bekommen. 
Aber sieh selbst:
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21.7.26

Zukunftsträume

Eine Freundin und ich sind uns einig: Wir werden später verarmte Rentnerinnen sein und unser Geld für Katzenfutter, Kartoffeln, Nudeln und Knoblauch ausgeben. 
Mehr brauchen wir nicht zum Glücklichsein. Vielleicht noch ein wenig Salz und Zitrone als Topping - und am Monatsanfang manchmal Butter.

Es geht auch mit Thymian vom Balkon, geschenktem Olivenöl und Salz und Knoblauch




20.7.26

Buchtipp: Schwestern in einem anderen Leben

Von der ersten Seite an hat mich diese Geschichte gepackt. Vor allem wegen der Sprache und Gestaltung, der Schreibstil und die Sprünge zwischen Menschen und Jahren gefallen mir sehr sehr gut.  
Aber auch,  weil mich dieses Thema fasziniert: wohin verschwinden die Menschen, die verschwinden? Vor zwanzig Jahren wollte ich mal selbst darüber schreiben und las alles zu solchen Fällen, aber dann war mir das Thema doch zu groß. 
Autorin Christiane Wünsche erzählt hier von einer Familie mit drei Töchtern, die 1976 wie vermutlich die meisten deutschen Familien leben: der Vater fleißiger Schreiner, die Mutter kocht und backt, die Kinder mehr oder weniger aufgeweckt und gut geraten - und doch passiert etwas, das ihr ganzes Leben zerreißt. 
Und dann wird die Gegenwart erzählt, Rosi, die ein Geheimnis mit sich herumträgt, die als Teenager von zuhause weggelaufen ist. 
Aber auch die Jahre dazwischen dürfen wir erleben,  aus verschiedenen Perspektiven, die das Buch so ungeheuer spannend machen.
Es ist nicht nur die Frage nach der eigenen Identität, die hier aufkommt, sondern auch eine Frage des Vertrauens und des Lebens mit einer Lüge - bzw. ist es eine Lüge, wenn man nicht allen alles sagt?
Ich wollte auch mal von zuhause abhauen - und habe dann das Musikvideo zu "Runaway Train" von Soul Asylum gesehen, da habe ich es dann sein gelassen. Wie man sich einsam unter Menschen und in der Familie fühlen kann, das weiß ich und habe das auch immer formuliert. Den passenden Spruch von Marie von Ebner-Eschenbach kannte ich jedoch noch nicht. Dieses und andere Zitate runden das Buch ab. Aber auch eigene Sätze, wie "Sie dachte, dass Familie viel mehr sein konnte als biologische Verwandtschaft und empfand auf einmal ein überwältigendes Gefühl der Dankbarkeit dafür, diese netten Menschen kennengelernt zu haben"
machen die Geschichte perfekt.
Es ist wirklich alles sehr gut durchdacht und recherchiert,  aber man fühlt alles auch so sehr. Die Figuren sind so gut beschrieben, dass ich sie als Film vor meinem geistigen Auge sehe. Und auch, wenn ich das Buch (nur kurz!) weggelegt habe, musste ich an die Menschen darin denken.
Ich habe es in zwei Tagen durchgelesen und bin noch ganz erfüllt von diesen Leben.
Eine absolute Leseempfehlung!
PS Und hol oder back Dir Kuchen, Du wirst solchen Appetit auf Pflaumen- oder Apfelkuchen mit Sahne bekommen🤭
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19.7.26

MoonEllyShop

Wie schnell kann man sein! Gestern war schon Post im Briefkasten, dabei hatte ich doch gerade erst das achtsame und beruhigende Einpack-Video von kloke.elly auf Instagram gesehen
Du weißt ja,  ich unterstütze gern Künstlerinnen oder unabhängige, kleine Betriebe und von allen war sie nun die Schnellste beim Versand. Und wie liebevoll es verpackt ist! Außerdem lagen noch Goodies dabei,  die Dankeskarte hat eine schöne Rückseite mit einem weiteren Motiv und es gibt nun noch mehr Gründe für ein eigenes Haus: ich brauche mehr Wände, denn ich würde die herzerwärmenden Postkarten gern alle aufhängen, statt sie wegzuschicken 🤭
Ich denke,  es ist an der Zeit,  bis zum Lottogewinn einfach mal eine Art Wechselausstellung an den vorhandenen Wänden zu beginnen. Zum Glück habe ich in meinem Journal noch viel Platz für die schönen Sticker, vor allem die herbstlichen. Ach, was freue ich mich auf den Herbst!
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18.7.26

Im Regen tanzen

Ich liebe es, im Regen nach Hause zu kommen,  vor allem, wenn es ein warmer Sommerregen ist. 
Noch besser ist es, bereits zuhause zu sein, wenn der Regen beginnt. Petrichor ist nach Brotduft für mich der schönste Duft der Welt. Und danach folgt gleich der von geröstetem Knoblauch 🤭
Im Badeanzug auf dem Balkon eine Regendusche genießen - Luxus pur!



17.7.26

Apfelhof-Reihe von Sonja Flieder

Vor ein paar Wochen habe ich den ersten Teil der Reihe bereits empfohlen. Jetzt geht es um Teil 2&3. 
Ich war mega happy, als ich sah, dass es neun Apfelhof-Bücher gibt. Das ist mal eine ordentliche Anzahl! So oft bin ich traurig,  wenn eine Reihe endet, meist 3-4 Teile, und es könnte noch so viel erzählt werden. 
Hier habe ich noch einige vor mir und freue mich darauf, möchte aber etwas dazu sagen. Vorneweg: am Eindruck der Geschichte des ersten Buches hat sich mit Buch 2&3 nichts geändert. Ich liebe es,  jeden Tag auf den Apfelhof zurückzukehren und wann immer ich irgendwo warte in das Leben der Menschen dort abzutauchen.
Aber liebe Güte, das Lektorat! Im ersten Teil serviert Frida Ingwertee und alle hassen ihn,  im dritten Teil wird der Tee, den alle hassen, plötzlich zu Fencheltee. Das finde ich merkwürdig, so etwas merkt man doch. Dann gibt es einen unerklärlichen Hang zum Streicheln über die linke Wange und die linken Arme. Und überraschend ist immer noch,  dass am zweiten Tag der jeweiligen Feste mehr los ist als am ersten Tag. Das sind Kleinigkeiten, aber mir fällt das auf. Tippfehler stören mich auch, das weiß jeder. Und dann überlege ich, wie das passieren kann, dass ein an sich perfektes Buch, eine Reihe, so gestört werden kann durch solche Dinge wie zwei Zeitungsnamen, obwohl eine gemeint ist (Hamburg Aktuell oder Hamburger Allgemeine). Mir tut das für die Autorin auch total leid. 
Die Stories in Band 2&3 gefallen mir gut, es gibt überraschende Wendungen und die Menschen entwickeln sich toll. Auch ein Wiedersehen mit Feriengästen aus dem ersten Buch gibt es, das verleiht Herzenswärme und ist einfach schön beschrieben. 
Ich werde jetzt erstmal Band 5 lesen,  weil er im Angebot war, und Nr 4 überspringen. Wenn ich dann noch Freude daran habe und die Menschen vom Apfelhof vermisse, kaufe ich die weiteren Ausgaben, denn ich möchte schon gerne wissen, wie es weitergeht, aber wenn die Sprache nicht passt,  bin ich leider auch stur 🤭
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16.7.26

Baden-Baden-Liebe

Wie wunderschön es hier ist,  kann man sehr gut am frühen Morgen im Park sehen:



15.7.26

Fußball und die kleinen rechten Würstchen

Was ist eigentlich passiert? Die Welt hat sich so sehr gedreht, dass nicht einmal mehr so etwas Verbindendes wie Fußball sie einen kann. Da sind Ronny und Didi aus Sachsen, aber auch Mandy und Gerlinde und vor allem die, die "ja nichts gegen Ausländer" haben, aaaaber - gegen Frauen. Als wir gegen Curacao 7:1 gewonnen haben, las ich, es sei eigentlich ein 4:1 gewesen wegen der deutschen Torschützen ohne Migrationshintergrund. Wenn eine Schiedsrichterin pfeift oder eine Kommentatorin kommentiert, hagelt es Vorwürfe und Spott. 
Dabei sind manche von diesen selbsternannten ExpertInnen selbst MigrantInnen. Oder wie sollte man das nennen, wenn die Familie 1989 in den Westen geflohen ist, Begrüßungsgeld kassiert hat und sich ein neues Leben hier aufbaute? Ach, ich vergesse, viele von diesen Mandys waren damals ja noch nicht einmal geboren. Ihr kennt das Leben Eurer Vorfahren gar nicht. Und Ihr wisst auch nicht, was es heißt, in eine Schulklasse mit lauter "Wessis" zu kommen, während Ihr von Kleiderspenden gelebt und im Auto geschlafen habt, bis es eine Lösung gab. All das habe ich damals live miterlebt. Wir bekamen neue MitschülerInnen und die hatten nichts Lustiges zu erzählen. Aber so richtig frei lachend habe ich sie beim Sport erlebt, beim Fußballspielen und Kindsein.
Ja, es gab WMs, da war ich auch mehr "mit dabei", habe Public Viewing gemacht und mich mit Engländern in einem Pub über jedes Tor gefreut. Inzwischen macht es mir nicht mehr so viel Spaß unter Leute zu gehen und wenn die FIFA eine Rote Karte auf Bewährung ausstellt oder Menschen in Quatar sterben weil die Arbeitsbedingungen mehr als schlecht waren, mag ich auch keine Spiele schauen, auch nicht, wenn ich Hoffnung hatte, dass gemeinsame Gastgeber Mexiko, Kanada und USA vielleicht dadurch etwas zusammenrücken. Doch Fußball verbindet. Gerade die Lebensfreude im Sommer verbindet - aber eben nicht, wenn Rechte sagen, wo es langgeht. Bei einer WM geht es doch darum, gegen und mit anderen ein Turnier zu spielen. Sonst muss blaubraun SAX gegen braunblau Rechts spielen. Könnte langweilig werden mangels Mannschaften.
Und die Frauen, die kompetent kommentieren und manchen geraderen Satz sprechen können als einige Männer? Wen beeinträchtigt das jetzt genau? Ich verstehe es einfach nicht, da werden Dinge klein geredet, die schon immer Völker verbunden haben. Wir hätten die Chance gehabt, ein Fußballfest zu feiern. In kühleren Nächten, miteinander. Doch wir haben die Kurve nicht gekriegt. Schade.

Das Bild ist KI-generiert 


14.7.26

Playmobilliebe

Während ich sehnsüchtig auf den Release des Playmobil Kleinen Prinzen warte (es hieß "im Juli" und nun ist Juli und nix geschieht), finde ich einen Weihnachtself, also eher Elfin, die erscheinen wird und zwar die falschen Schuhe hat, aber ich möchte sie trotzdem haben.
Und dann denke ich,  ich bin ja sehr happy mit dem was ich habe und mit den Fotos, die ich schon geknipst habe - wie dieses Bild hier. 
Eine ehemalige Kollegin hat mir die Pommes aus Fimo gefertigt, ich liebe es einfach.
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13.7.26

Ventilatoren im Test

Dass ich mal zur Fachfrau für Hitzemanagement in einer Dachwohnung werde, hätte ich auch nicht gedacht. 
Unsere Wohnung ist schon immer schlecht isoliert, aber bisher war im Sommer immer Durchzug die Lösung. Dieses Jahr ist alles anders. 
Zum ersten Mal mussten wir den Heizlüfter, der auch eine Kühlfunktion hat, laufen lassen.
Vor der ganz großen Hitze habe ich einen Ventilator ohne Rotorblätter bestellt, weil DasSams den Lüfter nicht sonderlich mag. Da die Lieferzeit immer wieder verändert wurde, bestellte ich noch einen bei Media Markt/Saturn zur Abholung und einen Solar-Camping-Ventilator bei Amazon, damit wir auch bei Stromausfall atmen können. 
Dieser Test soll anderen Menschen und Tieren helfen und ist vollkommen subjektiv.
Ich habe einige Tests gelesen und Filme geschaut und es war klar, dass eine mobile Klimaanlage bei einer Stunde Laufzeit etwa drei Grad runterkühlt - das ist im Dachgeschoss nicht effizient und was die gefühlte Temperatur betrifft, können Ventilatoren genau das auch,  etwa 3 Grad. 
Eine Split-Klimaanlage wäre für uns das Richtige, zumal sie im Winter auch heizen könnte, was wir aktuell mit Ökostrom und einer Infrarotheizung lösen, das hat letztes Jahr sehr wenig gekostet und es war zum ersten Mal warm im Wohnzimmer. 
Aber die teurere Splitklimaanlage muss der Vermieter einbauen, wenn er will, und es gibt gerade ja nicht wirklich viele Termine. 
Also ist für uns die Lösung mit nassen Handtüchern auf dem Boden für die Katzen, Eisakkus und regelmäßig Essen und Trinken, damit sie das überleben.
Für die Menschen eignen sich kleine Wasserflaschen im Kühlschrank gemischt in größeren Flaschen mit Leitungswasser, da große Flaschen allein leider sehr schnell warm wurden. Ich muss dazu sagen,  Eiswürfel in ein Glas in der Küche gegeben, sind bis zum Wohnzimmer schon aufgelöst.
Und eine kleine Reisesprühflasche von DM, die mit Wasser gefüllt ihren Dienst am Körper tut, ist auch Gold wert. 
Durch die Luftfeuchtigkeit, die durch nasse Handtücher entsteht, muss gelüftet werden.  Das heißt, wenn die Wohnung verschlossen und abgedunkelt war, dann nur für etwa sechs Stunden. Davor und danach galt: Durchzug. Nachts sowieso, aber da schlafen wir eh auf dem Balkon.
Folgende Ventilatoren liefen nun erstmals übers Wochenende:

Aktuell ist nur noch der kleine KOENIC rechts lieferbar: Bei Media Markt/Saturn hat geholfen, folgende Filter zu setzen: sofortige Verfügbarkeit, Verkäufer nur Media Markt und nicht der Marktplatz, die Abholfiliale eingeben und auf Abholung bestellen. Es hat aktuell in zwei unterschiedlichen Städten funktioniert, lediglich hier in Baden-Baden verzögerte sich der Liefertag etwas. 
Ein ähnlicher Campingventilator ist bei Amazon noch zu bekommen, die kleine 58cm Princess momentan nicht,  sie ist aber auch nicht der Favorit.
Alle Ventilatoren sind Energieeffizienzklasse A, das war mir wichtig. 
Sendowtek Camping Solarventilator ohne Bedienungsanleitung, aber mit guten Erklärungen auf der Amazonseite


KOENIC KTF 13326 Bladeless
mit Stimmungslicht (mit Bedienungsanleitung, aber mit viel anderem Papier und jeder Menge Warnhinweisen, zB darf das USB-C-Ladekabel ausschließlich für den Ventilator benutzt werden). Der Farbwechsel ist zwar ganz nett, aber am Abend brauchen wir ihn nicht und am Tag ist es unnötig, das Licht einzuschalten, zumal er nur zwei Stunden Laufzeit hat - bei der gleichen Ladezeit. Das könnte sich mit Licht verkürzen. Er ist nicht so leise, aber man kann das Geräusch gut im Kopf ausblenden. Harry hat ihn nachts mit seinem Kopf selbst eingeschaltet und schien den Luftstrom zu mögen 🐱

Princess 58cm, also die kleinere von zwei Versionen, ist von allen 3 Geräten das größte Teil und wird einfach in die Steckdose gesteckt. Es gibt eine 75 Grad-Rotationsmöglichkeit, aber DasSams bekommt dabei einen Nervenzusammenbruch, es ist auch etwas lauter als die beiden anderen Geräte, dennoch leiser als der Lüfter. Die Beleuchtung haben wir nicht benutzt. Die Aufkleber sind von niemand anderes und kindasfckcreations. Die Bedienungsanleitung ist nur auf Englisch und in anderen Sprachen.

Fazit: Der direkte Luftstrom von allen drei Geräten ist ähnlich stark. Eindeutig gewonnen hat bei uns der Campingventilator, da er ohne erneutes Aufladen das ganze Wochenende tagsüber lief und in der Sonne oder im Tageslicht stehend lud er einfach dabei. Es gibt zwar auch Bewertungen, bei denen er schnell kaputt ging oder beim Laden eines Smartphones leer war oder selbst sehr langsam lud und die USB-C-Aufladung notwendig war, das würde ich hier noch anpassen, wenn es mal so kommen sollte. Stand 13.07.2026 ist er einfach der Renner. Er hat den Raum zwar natürlich nicht gekühlt, aber genau wie die beiden anderen die Luft in Bewegung gehalten, was auch die Katzen mochten. Laut ist er auch nicht. 
Darum werden wir, solange wir unterm Dach leben, diese drei Ventilatoren benutzen,  aber vermutlich noch einen Solar-Camping-Ventilator kaufen,  zur Sicherheit, falls der Strom mal ausfällt. 

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12.7.26

Wann hast Du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?

Dieses Bild ist viele Jahre alt.  Ich habe es in einem früheren Job geknipst. Es war bereits zum zweiten Mal ein Vogel ins Büro geflogen und wurde erfolgreich gerettet.
Die Frage aber: Wann hast Du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht? ist noch ganz präsent. 
Ich hatte mir für dieses Jahr vorgenommen, jeden Monat einmal einen fremden Ort zu besuchen oder etwas zu tun,  was ich noch nie gemacht habe. Ich habe es bis jetzt in jedem Monat geschafft. Schon 7x. Und darauf bin ich stolz. (und auch auf diesen Schnappschuss)
Hab einen schönen Sonntag ♥️



11.7.26

Hitzewelle, Psychotherapie und Politik - ein Kommentar

Was denkt sich unsere Regierung, speziell der Kanzler, eigentlich? Sie haben ja viele Ideen, sind studierte Menschen, aber gerade glaube ich, sie denken

NIX.

Nicht nur, dass durch die Grundsicherungs-Sanktionen Alleinerziehende möglicherweise zwei, drei Monate gesperrt werden könnten und so unweigerlich noch mehr in die Armut rutschen. Nicht nur, dass TherapeutInnen verzweifelt versuchen, ihre Existenz zu retten - jetzt wird kein Wort über die Hitzetoten verloren und darauf angesprochen wird sparsam geguckt. Das kann einfach nicht wahr sein!

So ein Amt besteht ja auch aus Respekt. Wenn er nur ein bisschen an die nächsten KanzlerInnen denken würde, würde Herr Merz doch mal überlegen können, was er da gerade diesem Amt antut. Hasst er sein Volk? Mag er keine Menschen? Ich meine, das könnte ich sogar verstehen, mir sind Menschen auch suspekt. Aber ich bin halt auch keine Kanzlerin. Und ich finde,  jede neue Idee, die da gerade von unserer Regierung kommt,  tut nichts für unsere Gesellschaft. Ganz im Gegenteil. Sie spaltet. Aber man kann halt auch keinen Wahlkampf in Gummistiefeln machen, wenn es überall heiß ist. Ich bin gespannt, wann er sein Versprechen, die Sache mit dem Cannabis rückgängig zu machen, einlöst.

Was gestern entschieden wurde, sind ganz klare Rückschritte. Wer verzweifelt ist und keinen Therapieplatz bekommt, weil TherapeutInnen jetzt beispielsweise in der Anzahl ihrer Stunden gedeckelt werden,  kann eine psychiatrische Klinik aufsuchen. Selbstverständlich mit AU ab dem ersten Tag.  Dass das dann länger dauert als eine ambulante Therapie, versteht sich von selbst - dass es dann mehr kostet, als eine Therapie vor Ort, auch. So wird unser Gesundheitssystem jedenfalls nicht entlastet. Aber für viele Menschen wird es die einzige Chance sein.  Hier geht es ums Überleben.
Drei aus der SPD waren übrigens dagegen. Drei. 
Neuwahlen würden der AfD reinspielen.
Ich hoffe, dass es ein Wunder gibt und die Menschen verstehen, dass zB Grün gewählt werden muss. Ich sage nur Heizungsgesetz.
Was gestern durchgeboxt wurde - so zackzack vor der Sommerpause, das geht echt gar nicht. Aber jetzt erstmal chillen, man hat sich die Pause ja verdient.
Nicht.
Es wird ungemütlich in diesem Land,  das ich so sehr liebe,  das so schön ist und in dem wir uns viele Jahre sicher fühlen konnten.
  


Mein neues T-Shirt. Kann sogar die Katze gebrauchen 


10.7.26

Habibi Schoko

Heute vor zwölf Jahren hat unser Schoko Flügelchen bekommen. Er war der beste erste Kater, den man sich nur wünschen konnte.
Er tauchte an einer Futterstelle auf, an der auf Mallorca wildlebende Katzen gefüttert und medizinisch versorgt werden. Irgendwann brüllte er eine der Ehrenamtlichen so an und wollte ins Auto,  dass sie ihn zum Tierarzt brachte. Er hat sich damals selbst beschützt- denn es stellte sich heraus, dass er Fieber hatte.  Besitzer wurden gesucht, aber nie gefunden.
So kam er zu einer Pflegestelle und sollte sich erholen. Dort lebte seit kurzer Zeit Einzelgänger Caramelli und gemeinsam mit Schoko vertrieb er die dort lebenden Katzen aus der offenen Finca - sie selbst blieben lieber drin. Da die vorhandenen Katzen aber ihr Zuhause behalten sollten, kamen Schoko und Caramelli ins Tierheim, wo sie sich weiter anfreundeten. Einige Monate später suchte eine verrückte Katzenfrau (ich) Katzen, die gut alleine bleiben können und die keine Freigänger sein sollten. So flogen sie nach Deutschland.
Schoko flirtete mit allen Gesängen, die er beherrschte, am Flughafen, sodass er und Caramelli sehr schnell abgefertigt wurden. Wenige Minuten nach der Landung kamen sie mit den strahlenden Flugpaten zu uns. Und dann begann,  was ich Dir schon erzählt habe - Caramelli lebte hinter Büchern im Regal. Schoko aber spazierte aus der Transportbox, begutachtete den Katzenpalast und war sofort zuhause. 
Er zeigte nachts Caramelli das Katzenklo und sie spielten und balgten, tagsüber war Caramelli auf seinem Beobachtungsposten und Schoko,  ein kleinwüchsiger Kater, der schnell den freundschaftlichen Beinamen Habibi bekam, wurde mein Schatten. Er folgte mir überall hin und war sehr präsent.
Als er zwei Jahre später nicht mehr spielen wollte,  wenn Caramelli ihn aufforderte, dachte ich über Spielgefährten nach. Die begrüßte Habibi Schoko fröhlich und lag schon nach wenigen Stunden mit Hong auf einem Kissen. Sie tranken gleichzeitig aus demselben Napf, als wären sie schon lange Familie. Caramelli tat sich etwas schwerer, die Kitten waren ihm zu wild. Aber er gewöhnte sich und lernte von ihnen Klettern und im Karton sitzen. Schoko und er waren nie geklettert. 
Nun ging es rund! 
Neun Tage, nachdem die neuen Kitten angekommen waren, war Schoko am späten Abend plötzlich apathisch. Er hatte schon öfter Fieberschübe gehabt und Nächte auf meinem Bauch verbracht- und am nächsten Morgen war alles wieder gut. 
Diesmal schlief er, Caramelli neben uns, auf dem Sofa in meinen Armen und nach einem erstaunten Oh! wenige Stunden später zwischen 2 und 3 Uhr für immer ein. 
Caramelli verlangte sofort nach Futter und die Kitten, die sonst immer auf einem liegenden Menschen herumkletterten, kamen aus dem Schlafzimmer, wohin sie sich in den Stunden zuvor zurück gezogen hatten. Sie waren derselben Meinung wie Caramelli und ab diesem Zeitpunkt verbündeten sich die drei Kater und wurden unzertrennlich.
Ich bin sicher, dass Schoko die Zeit,  die Caramelli brauchte, sich an die jüngeren Geschwister zu gewöhnen, abgewartet hat. 
Wir wissen nicht, warum er starb, selbst der Tierarzt war überrascht. Wir waren drei Tage zuvor noch dort gewesen,  weil er ein wenig Bauchweh hatte,  aber es wurde vermutet, dass es mit seinen Fieberschüben zusammenhing. Letztendlich sagte man,  er sei vermutlich älter gewesen als zuletzt geschätzt, aufgrund seiner kleinen Größe und guten Zähne kann so etwas passieren. 
Heute weiß ich: Habibi Schokos Persönlichkeit war so vollkommen, dass in unserem Zuhause die Zwillinge ein Jahr später niemals einen Platz bekommen hätten. 
So, wie sich Shirin entwickelte, war er ihm am ähnlichsten. Aber auch von allen anderen vereinte er etwas in seiner Persönlichkeit.
Er hat mir gezeigt, wie man vom Hundemensch zur Katzenmama wird.  Er hat auch unser Buch mitgeschrieben - "Mein Katzenleben" gäbe es ohne ihn nicht. 
Habibi Schoko war besonders. 
Dass er selbst entschied, wann er Flügelchen bekommt, macht mich heute noch dankbar für dieses Wunderwesen.
Auch wenn es schlimm war,  ein Riesenschock. Heute weiß ich, dass ich mit langem Leiden und einer Entscheidung nicht gut hätte umgehen können. Man lernt das erst,  man entwickelt sich. Bei Shirins Erkrankung war es später selbstverständlich, Entscheidungen zu treffen und auch mal beherzt eine Spritze zu geben. 
Habibi Schoko hat es mir leicht gemacht, Katzenliebe zu entwickeln und leicht gemacht, Abschied zu nehmen, er hat mir aber auch immer alle Entscheidungen abgenommen und deutlich erklärt,  was Katzen brauchen.
Er war lustig, er war bestimmend und fröhlich, aber er war auch ein guter Freund für den ängstlichen Traumakater Caramelli. Er sorgte für die Kitten und liebte es, abends Pettersson und Findus vorgelesen zu bekommen.
Er konnte wie ein Buddha dasitzen und im Stehen einschlafen.
Niemand war je beruhigender als dieser kleine Kerl. 
Mein Herz ist voller Erinnerungen ❤️‍🩹







9.7.26

Meine Nostalgie ist die Jugend anderer

Ich freue mich immer,  wenn ich Kreidezeichnungen auf meinem Weg finde.  
Ob das nun Bilder sind, erste Schreibversuche oder gar Hüpfekästchen - immer erfüllt es mich mit der Freude,  dass es heute noch in all den digitalen Zeiten Kinder gibt,  die draußen spielen, die möglicherweise das aktuelle Gummitwistspiel aus dem DM geschenkt bekommen und die auch das Fadenspiel Himmel und Hölle erlernen, weil es ihnen jemand zeigt.
Ich fand die früheren Zeiten jetzt nicht wirklich besser,  aber solche Dinge bewahre ich im Herzen und weiß, dass die, die das heute erleben, ebenfalls solche Erinnerungen in sich tragen werden, wenn sie erwachsen sind. 
Gestern hat ein kleines Mädchen gestrahlt, weil sie mein pinkes Windrad am Fahrrad gemocht hat. 
Das war einfach schön.


7.7.26

Buchtipp: Agnes Auberts zauberhafte Katzenzuflucht

 Ich habe dieses Buch bei einer jungen Frau auf Instagram gesehen und mich sofort in den Farbschnitt und die Gestaltung verliebt.
Meine unabhängige Lieblingsbuchhandlung hat es mir sodann bestellt und beim Abholen hieß es ganz ehrfürchtig: "Oh, das ist ja ein schönes Buch!"
Und das ist es auch. 
Du solltest allerdings Zauberer und Magie mögen. Es ist ein Buch,  das ich so nicht erwartet hätte, aber gerade, weil es mal etwas anderes ist (meine Tintenherz- und Harry Potter-Zeiten sind eigentlich lange vorbei), empfehle ich es. 
Die Katzen sind ganz wundervoll beschrieben und die Backwaren, die meist morgens zum Frühstück in der Geschichte vorkommen, ebenfalls. Ein bisschen merkwürdig war, dass im Buch bitterkalter Winter herrscht, während ich hier schwitze, aber ich hätte es jetzt nicht auf den SUB legen wollen,  lieber lese ich es an Weihnachten nochmal. 
Also,  ganz zauberhaft!



6.7.26

Gute Nachbarn, schlechte Nachbarn

Unser Nachbar schrieb mir, dass er diesen Ventilator mit meinem Namen darauf vor der Haustür gesehen habe (Versand in Originalverpackung), es aber gerade in heutigen Zeiten gefährlich sei, einen Lüfter draußen stehen zu lassen, und er ihn darum lieber mal vor unserer Wohnungstür abgestellt hat. 
Damit kein Dieb ihn mitnimmt.
Wie lieb kann man sein 🥹
Wir haben fast zwei Wochen auf die Princess gewartet und keine Versandmail bekommen und auch nix in der DHL App, jetzt kann es im Katzenpalast nur besser werden. DasSams ist nicht so begeistert, aber das wird schon, habe ja extra etwas ohne Rotorblätter bestellt. 
Natürlich wurde die Princess gleich mit Stickern von Niemand anderes und kindasfckcreations aufgehübscht.
Zwei weitere Ventilatoren sind noch unterwegs, ich werde berichten.
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5.7.26

Theater Baden-Baden: Imagine

Ich habe schon letztes Jahr bei Erscheinen des Jahresprogramms mit diesem Liederabend geliebäugelt, wäre aber vermutlich doch nicht - oder beim Sonntagnachmittagabo - gegangen, weil ich früher an so vielen Abenden gearbeitet habe, dass ich mich heute noch immer davon erholen. Ja, ich gehe abends sehr selten aus.  Eine meiner besten Freundinnen hatte gestern eine Karte übrig und ich habe dann meine Pläne für heute abgesagt, denn heute mache ich dann lieber Familientag in Ruhe, ich bin ja abends ausgehen nicht gewöhnt.
Es hat sich gelohnt. Ich sehe sowieso die Besetzung aus vielen altbekannten Gesichtern sehr gerne,  es waren aber auch SchauspielerInnen dabei,  die ich noch nicht kannte. Ich bin immerhin sechs Jahre raus aus der Theater-Bubble, aber am Einlass wurde ich so freudig empfangen, als wäre ich gestern erst noch Die Tickettante gewesen. 
Der Liederabend selbst überrascht mit Songs, zum Beispiel "Creep", das schon immer in meiner Sommerplaylist ist, mit Liedern zum Mitsingen und Nachdenken, einer Astronautin , die an der Decke schwebt, und vielen anderen,  kleinen und großen Elementen und Kostümen. Die Band wie immer erstklassig, und natürlich IMAGINE, bei dem dann alle mitgesungen haben. Mir hat es sehr sehr gut gefallen, besser noch als der unglaubliche Liederabend zu Weihnachten vor einigen Jahren. 
Dauer: 70 min ohne Pause
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4.7.26

Dönerbaba

Seit vielen Jahren kenne ich den Baba, der die Leute wie ein Papa begrüßt und Ayran schenkt oder eine Riesenportion auf den Dönerteller legt, wenn man länger nicht da gewesen ist. Dann muss man nämlich Essen nachholen, sagt er. Es gibt hier noch zwei weitere Dönerangebote, die ich wahrnehme, die vielen anderen nicht so,  aber er ist einfach so besonders herzerwärmend 💕