Wie konnte ich nur in meiner grenzenlosen Menschenfreundinnaivität denken, dass mit dem samstäglichen Abendprogramm die Lärmfreude unserer Flodders (wobei mir die Fernsehfamilie sympathischer ist) das Projekt Stinkebude abgeschlossen sein würde?
Nein, natürlich lag gestern ein makelloser, ruhiger Sonntag vor den beiden Männern und so einen Balkon muss man ja dann nochmal drei Stunden absaugen.
Der lärmende Folklore hörende Nachbar ein Haus weiter scheint im Urlaub oder anderweitig beschäftigt zu sein, da ist es doch ehrenmannhaft, ihn mit dem schlecht ziehenden Staubsauger zu vertreten.
Als die Zwillinge dann erschrocken rein kamen und einen kühlen Platz suchten, weil unser Balkon unbenutzbar war, wurde das zu saugende Gebiet wieder auf die Wohnung ausgeweitet. Zurück auf dem Balkon duftete Scheuermilch zu uns nach oben, der laute Staubsauger kam nochmal mit dazu und natürlich sind Vater und Sohn multitaskingfähig - geraucht wurde dabei auch. Danach auch. Und als dann der Müllsack untrennbar benutzt wurde, war das anscheinend so anstrengend, dass man nochmal rauchen und sich laut unterhalten musste.
Zwei Stunden später meldete sich der eine Mann für den nächsten Tag auf der Arbeit telefonisch krank, das geht ja momentan noch ohne AU, sein Glück. Aber ja, ich wäre bei dem Staubsaugerlärm auch fast taub geworden, verstehe das.
VorwerkvertreterInnen hätten hier ihre helle Freude.
Das Bild ist KI-generiert


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen