"Eine Katze??! Nein, ich bin ein Hundemensch, aber für einen Hund fehlt mir die Zeit", antwortete ich vor etwa zehn Jahren einer Freundin, als sie nach einer plötzlichen Trennung zu mir meinte, ich bräuchte jetzt Katzen.
Ich wollte auch keine Verantwortung übernehmen und schon gar nicht für ein Tier, mit dem ich mich nicht auskenne. Schon bald begegneten mir immer wieder Katzen. Ich begann zu lesen, was ich immer tue, wenn mich etwas beschäftigt. Dann kannte ich mich in der Theorie genug aus und traf die Entscheidung, ok, zwei Kater aus dem Tierheim können einziehen. Eine weitere Freundin mit Kontakt zu Feliz Animal auf Mallorca las auf Facebook meine Überlegungen zusammen mit einer anderen Freundin, die bereits Katzenmama war und in jeder Mittagspause von ihren Kindern erzählte. Ja, da gab es zwei, die Freunde geworden sind im Tierheim, die sich nicht raustrauen. Wohnungskatzen? Ist das nicht gegen die Natur? Tierquälerei? Nein. Als Schoko & Caramelli einige Wochen später hier ankamen, nahm der kleine Schoko sofort die ganze Wohnung ein. Und mein Herz. Von der ersten Minute an war ich sein Mensch. Und er meine große Liebe. Caramelli brauchte Monate, bis er mich nicht mehr anfauchte und Jahre, bis er zu einem fröhlichen Mitbewohner wurde. Zwei Sommer später zogen Shirin und Kleinerhong ein - vorgestern war Jahrestag. Sie lehrten Caramelli das Klettern und Quatsch machen, auch wenn er sie in den ersten Tagen nur anfauchte. Schoko hingegen kuschelte schon nach einer halben Stunde mit Hong. Zehn Tage, nachdem die Babies angekommen waren, schlief Schoko in meinen Armen für immer ein. Heute weiß ich, er hat nur abgewartet, bis Caramelli sich an sie gewöhnt hatte. Er wollte gehen. Nächste Woche jährt sich diese Nacht und auch nach Jahren ist die Erinnerung klar, als wäre es erst gestern gewesen. Er hatte nicht mehr so gern mit Caramelli gespielt, weshalb überhaupt 2 weitere Kater einen Platz bekommen sollten. Ein Jahr später sah ich Harry bei Feliz Animal hier auf Facebook. Und konnte nicht mehr aufhören an ihn zu denken. Ja, wir würden ihm ein Zuhause geben dürfen, hieß es. Doch 3 Wochen später: "Sein Bruder sieht ihm so ähnlich, wir wissen nicht mehr, welchen du dir ausgesucht hast. Und wir möchten dir nicht den Falschen schicken.." Ich: "Zwillinge trennt man nicht und es ist genug Liebe und Futter da".
Viele Jahre lang bildeten die 5 ein Rudel und ich kann mir das mit den Hunden nicht mehr so vorstellen. Aber man bleibt ja nicht Katzen- oder Hundemensch, wenn man eigentlich ein Pfotenmensch ist. ❤



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