11.6.26
Frühstückseidünger
10.6.26
Buchtipp: Die Widmung des Buchhändlers
Ich habe dieses eBook durch einen Zufall für 99 Cent erhalten. Auch dieses Buch gibt es wie das gestrige als Taschenbuch nur beim großen A, so wie ich das sehe, was sehr schade ist. Denn die Geschichte ist groß. Berührend und besonders, viel Historie und auch viel Gefühl, aber ganz ohne Kitsch.
Darum habe ich mich entschieden, sie als Buchtipp zu posten. Autorin Ella Wünsche erzählt von Johanna und Karl kurz nach dem Krieg und von Karla und Lea, aber auch von Lucien, Aaron und Pierre in der Gegenwart - und auf ganz wundersame Weise gehören Gegenwart und Vergangenheit so zusammen, als würde hier ein bunter Teppich gewoben. Der Teppich hat dunkle Stellen, aber so wie das im Leben ist, gibt es auch Licht. Die Geschichte beginnt in Heidelberg und zieht sich dann über Baden-Baden bis nach Frankreich und das, was die Autorin hier beschreibt ist mehr als nur eine Familiengeschichte, in der die Schwester nach dem Bruder sucht. Es sind diese ungestellten Fragen, die ungelösten Antworten, die dieses Werk besonders machen. Es geht um die Ungerechtigkeit der Arisierung, um das Unrecht, das Juden grundsätzlich widerfahren ist, aber auch um die Liebe, die eine starke Frau loslassen lässt. Es geht um die Liebe einer Großmutter zu ihrer Enkelin, um den Roten Faden in Familien und um die Widmung des Buchhändlers, die alles verändert. Die Beschreibungen der Orte und Menschen gefallen mir gut. Im Mittelteil gibt es mal ein paar Tippfehler oder auch merkwürdige, nicht stimmige Sätze, am Ende gibt es ein Bundeskulturamt statt eines Ministeriums, aber darüber kann man leicht hinweglesen. Es ist eine Geschichte, die spannend ist und glücklich macht. Daher wäre es schön, würden solche Bücher heutzutage über die Selfpublishingwege veröffentlicht, bei denen auch echte BuchhändlerInnen eine Chance zum Verkauf haben.
9.6.26
Buchtipp: Attila
8.6.26
Inspiration
7.6.26
Nochmal Rosengarten und Caramelli
6.6.26
Nachruf auf die beste Busfahrerin der Welt
Ich spreche hier im Blog meine Lesenden immer mit "Du" an. Daher setze ich diesen Nachruf als Brief an die beste Busfahrerin der Welt in Anführungszeichen.
"Ich habe vor ein paar Tagen erfahren, dass Du, meine Lieblingsbusfahrerin, am 25. Mai viel zu früh verstorben bist. Das ist so traurig, gerade weil ich weiß, dass Du noch viele Träume und Pläne für die Rente hattest.
Wenn Du an mir vorbeigefahren bist, weil ich radelte oder in die andere Richtung musste, hast Du mir immer wie die Queen zugewunken (okay, etwas fröhlicher als die Queen hast Du schon geschaut, aber Deine Haltung und Dein Winken waren queengerecht!). Wenn wir zusammen fuhren, dann hatten wir immer Zeit für einen kurzen Plausch, auch wenn man während der Fahrt nicht mit der Fahrerin sprechen soll. Du hast immer abgewartet, bis Deine Zugestiegenen sicher auf einem Platz saßen, bist immer umsichtig und vorsichtig gefahren. Du zaubertest Menschen quer durch alle Generationen ein Lächeln ins Gesicht, warst, egal wie sehr Du im Leben gestruggelt, gekämpft hast, immer freundlich und lustig.
Ich weiß gar nicht mehr so genau, wann wir uns kennenlernten. Es ist aber sicher über zehn Jahre her. Du warst nicht nur meine Lieblingsbusfahrerin, sondern auch Kundin bei mir, hast Konzerte und Theater geliebt und ich habe Dir gerne die schönsten Plätze ausgesucht. Dadurch kamen wir ins Gespräch. Irgendwann tauschten wir Nummern aus und Du schicktest mir immer Deine Urlaubsfotos - ich fahre ja nicht wirklich in Urlaub, weil ich dann die Katzen zu sehr vermissen würde. Du hast darüber gegrinst, sie aber auch meine Kinder genannt und regelmäßig nach ihnen gefragt, Du warst sehr tierlieb. Darum hoffe ich, dass Du meinen drei Engelskindern auf der Sommerwiese die Köpfchen getätschelt hast, bevor Du weiter ans Meer gereist bist, oder in die Berge. Ich wünsche Dir, dass Dir der Wind durchs Haar weht und Du tolles koscheres Essen und Getränke vor Dir hast, da, wo Du jetzt bist. Dass die Musik spielt und dass Du es jetzt leicht hast.
Als ich an einem Abend, es war schon spät, vor Jahren in Deinen Bus stieg, fragtest Du "Jessy, was machst du hier? Es ist zu dunkel!" Ich musste unsere Alarmanlage im Geschäft ausschalten, wie so oft, die Sicherheitsfirma hatte angerufen - meist war es Fehlalarm. Du machtest Dir aber gleich Sorgen, dass da echte Einbrecher am Werk waren und mir etwas passieren könnte: "Ich drehe ja nachher an der Endstation und fahre zurück, schaffst Du meinen Bus auf dem Rückweg oder ist das zu knapp? Denn wenn Du nicht einsteigst, rufe ich die Polizei, ich kann sonst nachher nicht beruhigt einschlafen!" "Ich kann Dir ja schreiben", meinte ich locker, aber Du fandest, dass zu viel Zeit vergehen würde, bis Du aufs Handy schauen konntest. Also schaffte ich es - ich lief, um die Alarmanlage auszuschalten - es war ein Fehlalarm - und war rechtzeitig an der Bushaltestelle, um noch einmal bei Dir einzusteigen und sicher nach Hause zu gelangen. Du hast Dir viele Gedanken um Menschen gemacht, warst ein großherziger Mensch. Dass die Welt solche Menschen verliert, kann ich nur mit dem Gedanken akzeptieren, dass der Himmel einen Engel mehr gebraucht hat."
5.6.26
Wenn der Dönermann strahlt
4.6.26
Als Karl Ewald mir das Internet kopierte
Im
Sommer 1995 war ich tagsüber Praktikantin beim SWF3 Club und durfte in meiner
Freizeit an der 2011 telefonische HörerInnenwünsche entgegennehmen, die 24/7
gesendet wurden. Ja, bei uns wurde damals schon gegendert.
Als mir kürzlich Unterlagen mit „ModeratorInnen“ in die Hände fielen, erinnerte
ich mich an eine besondere Begegnung.
Auf dem Weg vom damaligen Club zu den Studios, vor denen der 2011-Telefontisch
stand, traf ich am Kopierer Karl Ewald, der mich freundlich grüßte und fragte,
ob ich eigentlich schon vom Internet gehört habe.
1995 lief ich mit Büchern in der Tasche, Stift und Notizblock umher, Internet,
das war so unvorstellbar, wie zum Mond zu gelangen. Man schlug Dinge in Lexika
nach oder bestellte vor Reisen Broschüren bei den jeweiligen Touristinfos.
Heute laufe ich immer noch mit Büchern in der Tasche herum und liebe
Notizbücher aller Art, aber ohne Internet fühle auch ich mich manchmal
aufgeschmissen.
In den ersten Jahren des späteren SWR3 Clubs hatten wir einen einzigen Rechner
mit Internetzugang in der Abteilung, an dem wir immer eine halbe Stunde pro
Woche recherchieren und üben durften – die Kollegin, die an diesem PC saß,
musste in dieser Zeit mit uns die Plätze tauschen. Undenkbar in heutigen Zeiten
😊
Aber zurück zu diesem Tag in der Summertime ´95, so hieß die damalige
Musikwunschaktion. Ich hatte noch ein wenig Zeit und plauderte also mit Karl,
der fragte, ob ich auch eine Kopie haben möchte. Ich nickte, während die vielen
Seiten im Ausgabefach des Kopierers landeten. Karl zeigte mir anhand eines
bereits fertigen Papierstapels, was er mit zwei Kollegen plante. SWF3.online
war bereits einige Monate jung, aber so richtig perfekt an den Start gehen
wollte man Anfang 1996, erinnere ich mich dunkel. Ich sah gepunktete Fotos von
Mitarbeitenden, Termine, die ich aus der Clubzeitung kannte,
Sendungsinformationen und Frequenzen. Im Original waren die Seiten blaugrau,
auf den Kopien konnte ich erkennen, dass hier an alles gedacht wurde – die
Hörerschaft, heute wohl eher Community, würde noch mehr Einblicke bekommen als
bei Studioführungen, SWF3 Clubtreffen oder in den Magazinen und Zeitungen (ON
und ONFO erschienen mehrfach jährlich) oder Broschüren des SWF möglich war. Und
vor allem, erklärte Karl, könne man viel besser reagieren, im Internet gehe
alles blitzschnell. Damalige DFÜ-Verbindungen waren schneller als die
Fernschreiber in einem kleinen viel zu warmen Raum, über die Nachrichten und
Informationen aus aller Welt eingingen.
Mit dem Internet sollte sich viel verändern. Und der leider viel zu früh
verstorbene Karl wird für mich immer einer der Pioniere sein.
3.6.26
Pinker realer Airbrush-Himmel
2.6.26
Caramelli skizziert und gemalt
1.6.26
Buchtipp: Das Atelier in Rom
31.5.26
Taschenbuchtipp: Drehbuch einer Strandkorbliebe
30.5.26
Zwillingskatzen und das Leben
29.5.26
Offene Augen
Ich kann inzwischen wieder ohne Augentropfen gut schauen, habe sie aber tatsächlich bis gestern gebraucht. Trotzdem habe ich viele schöne Dinge gesehen - vielleicht fotografiere ich jetzt wieder öfter so kleine Sachen, die mir begegnen. Man muss nur mit offenen Augen durch die schöne Welt gehen 💚
28.5.26
Brief an mich
27.5.26
Caramelli Content
26.5.26
Tierbestattung mit Vorsorge
25.5.26
24.5.26
Caramelli 2010-24.05.2026
Augenlicht oder kleine Dinge sind große Dinge
23.5.26
Kein Schwarzweißbild und ein buntes Bild
Jetzt stell Dir mal vor, ich konnte das Bild nochmal knipsen, das ich Dir gestern gezeigt habe. Nun also nochmal November im Mai und neu Sommer im Mai von derselben Stelle. Die Gräser auf dem grauen Bild finde ich fast ein bisschen schöner ☀️


















































