21.3.26

Alltagsweisheit auf meinem Weg

Die Kassiererin strahlt wie immer und darauf angesprochen sagt sie: " Ich versuche, mich auf das Positive zu konzentrieren, das Negative kommt automatisch und von alleine."
Das stimmt irgendwie, auch ich kenne das, dieses "Immeristwas", das um die Ecke kommt, wenn man es gar nicht erwartet und schon gar nicht gebrauchen kann. Andererseits empfangen wir auch das Glück nicht immer mit offenen Armen, ja, es ist halt da, es ist schon Glück, wenn mal was nicht schief läuft, es ist Glück, wenn mir nix wehtut, aber ist es das wirklich? Sind wir nicht einfach schon von Haus aus argwöhnisch, ob uns das Glück gewogen bleibt? Oder haben wir verlernt, das Glück zu sehen? Mit den Augen der Supermarktkassiererin kann man jedem Tag etwas Positives abgewinnen, sich bewusst machen, was schön ist. Die netten Kunden, die sie anstrahlt, die blöden kommen ja von ganz alleine. 
Und in meinem Leben? Ich habe irgendwann unbewusst begonnen, mir gar keine Sorgen mehr zu machen. Ich kann tatsächlich sagen, dass ich jeden Morgen mit Freude aufstehe. Ob ich nun arbeite oder einen Ausflug plane oder zuhause bei den Katzen bleibe - ich liebe jeden Tag und kann es kaum erwarten, dass ein neuer  anbricht. Natürlich blende ich die Weltlage nicht aus und natürlich gibt es auch Menschen, die ich gerne in einer Tour hauen möchte, weil sie anderen das Leben schwer machen oder rücksichtslos oder faul sind. Aber mein Leben ist gut, mein persönliches Empfinden ist positiv. Denn ich weiß, dass ich sehr viel Glück in meinem Leben habe und dass ich zwar etwas dafür getan habe und tue, aber die jetzige Zeit die Belohnung für vorherige Mühen zu sein scheint. Und dafür bin ich dankbar. Und dafür, Menschen wie diese Kassiererin zu treffen. Die den Alltag weise macht.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen