Vor sechzehn Jahren wurde ich aus heiterem Himmel verlassen und ich erinnere mich noch gut an diese Leere, die Fassungslosigkeit und auch die Demütigung, denn wir hatten vorher mal darüber gesprochen, ich meinte, wenn jemand sich trennt, muss das gut überlegt sein und darum würde ich es akzeptieren, sie meinte, nein, man muss kämpfen. Als es dann also soweit war, dachte ich okay, sie meinte mal, man muss kämpfen, also kämpfe ich. Es kam ja auch aus dem Nichts und sie konnte es auch nicht erklären. Das machte es schwierig für mich. Das Kämpfen war erniedrigend.
Heute würde ich meinem jüngeren Ich sagen: bleib ruhig, handle, wie Du es immer schon wusstest, Deine Intuition irrt selten - trauere, aber gib Dir selbst bald wieder Lebensfreude.
Und lass los!
Damals konnte ich es nicht so sehen, hatte aber Glück, meine Freundin Elena gründete DIE LIEBESKÜMMERER und wir drehten 2 Dokus zusammen und einmal noch einen kleinen Nachrichtenbeitrag. Außerdem kam meine Geschichte in ihrem ersten Buch vor und vor einigen Jahren wurde sogar der Liebeskümmererfilm auf Netflix veröffentlicht. All das hätte ich ohne das Verlassenwerden nicht erlebt. Nochmal bis über beide Ohren verliebt sein und eine ganz andere Beziehungsebene kennenzulernen hätte ich auch nicht erlebt. Die veränderte Sicht auf viele Dinge hätte ich nicht erlebt. Und das Größte: ich wäre wohl kaum Katzenmuddi geworden, wir wollten immer einen Hund haben.
Was ich damit sagen möchte: Manchmal ist es gut, wenn man verlassen wird. Wenn Pläne sich ändern. Diese große Lücke kann durch so viel Schönes gefüllt werden und Du kannst zu Dir finden, zumindest ist es mir so ergangen
♥️
Das Bild ist KI-generiert und wurde mit Pixlr nachbearbeitet. (mein jüngeres Ich sollte 34 Jahre alt sein😂)


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen