31.1.26

Buchtipp: Die Stadt der kleinen Wunder

Dieses Buch ist mir zu-gefallen, denn es ist eigentlich ein Kinderbuch. Ab neun Jahren, aber das kommt aufs Kind an. 
Denn es geht um vergessene Kinder, die, die im Alltag untergehen oder die zu viel leisten müssen, um die Geschwister zu versorgen oder die einfach übersehen werden. Das könnte ein Kind aus einer intakten Familie zwischendurch beim Lesen traurig oder ängstlich machen, auch wenn die Geschichte wunderschön gelöst ist und sie Trost für Kinder aus nicht so tollen Familien sein kann. Mein neunjähriges Ich hätte sie genauso verschlungen wie mein fast 49jähriges Ich jetzt. Aber man sollte sie mit jüngeren Kindern unbedingt gemeinsam lesen, zumal die Erzählsprache des erst in die 3. Klasse gehenden Alfred mit all den Fremdwörtern (Klassifizierung, Blendwerk, Partisanen etc) nicht so ganz passt. 
Aber ich finde Amanda toll, die ganz besondere Ohren hat und beim Zeitungsaustragen all die Kinder hinter den Türen und Fenstern erkennt und ihnen Äpfel und andere Dinge bringt. Amanda lebt mit einer Katze und einer Krähe in einem geerbten Haus voller alter Schätze und es gibt so manche Überraschung für Alfred, als er dorthin kommt. Vor allem findet Alfred bei ihr einen Radiosender und gemeinsam gründen sie einen Sender für die vergessenen Kinder. Er lernt aber auch, wie heilsam das Kochen von Apfelmus ist und wie viele verschiedene Sorten Äpfel es gibt. Man möchte in diese Geschichte hineinfallen, sich in Alfreds Hängematte legen und immer bei Amanda bleiben, so schön ist es da. Wenn Du es verschenken möchtest, leg einen Apfel dazu. Oder koche Apfelmus, denn der Appetit darauf kommt beim Lesen. 

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