5.2.26

Buchliebe

Mein SUB (Stapel ungelesener Bücher) wird nicht kleiner und das ist auch gut so! 
Diese Woche ist die Buchhandlung wegen der Baustelle immer noch geschlossen und wir können sie unterstützen, indem wir trotzdem Bücher kaufen, indem wir sie dort bestellen. 
Ich habe nun einfach mal die "Irgendwann"-Liste genommen und dort bestellt und das ist dabei rausgekommen. 
Dieses Glücksgefühl, einfach eine Tasche voller Bücher ausgehändigt zu bekommen, das ist höchstens noch durch Pommes zu toppen, aber eigentlich auch nicht, weil es schon das höchste der Gefühle ist. Ich habe dadurch glaube ich mein inneres Kind geheilt, das einmal an Weihnachten kein einziges Buch geschenkt bekam. Und weil ich dachte, es ist ja Weihnachten, war ich damals auch nicht vorher in der Bibliothek. Das heißt, ich hatte einmal über die Feiertage nichts zu lesen und da war ich echt noch klein. Danach waren alle schlauer, ich ging in die Bibliothek und die anderen schenkten Bücher🤭 
Ich denke auch immer, wenn ich mal arm in Rente bin, dann habe ich wenigstens meinen SUB von jetzt. Außer ich lese weiterhin so viel, aber dann wird in der Rente einfach von vorne angefangen. // Unbezahlte Werbung 

4.2.26

Sonne

Wenn der Nachbar schreibt "ich habe dein Paket mit rein genommen" und ich aber nichts Großes bestellt habe, dann ist der Rest des Tages Vorfreude wegen einer Überraschung. 
Zuhause angekommen finde ich Mallorcasonne in Form von Orangen. Eine meiner ältesten Freundinnen hat sie aus dem Urlaub mitgebracht und mir geschickt. Von denen bekomme ich nämlich keine Allergie. 
Glück pur, und die tolle Postkarte! 🍊


3.2.26

Gute Gedanken

Wenn der ÖPNV streikt und ich früh zur Arbeit muss, nur das Fahrrad infrage kommt und es sehr kalt vom Himmel regnet, dann kann ich auch denken "was für ein Glück, dass ich mich bewegen kann und wie dankbar ich für meine gute Arbeit sein kann" - und schon ist die Welt bunt💕

Manchmal müssen wir nur unsere Gedanken umkehren, damit wir uns besser fühlen 💞



2.2.26

Zähne und Politik

Letzte Woche hatten meine Zahnarztpraxis und ich 20jähriges. Wir haben den Tag knapp verpasst, aber mein Zahn hat mich hinterher daran erinnert und so war ich mit einigen Tagen Verspätung dort, um unsere Verbindung mit einer Wurzelbehandlung zu feiern. 
Ich hatte noch überlegt, ob ich das hier überhaupt zum Thema mache.
Wer weiß schon, wann der erste Tag in einer Praxis war. Ich wusste das Jahr noch, denn zwei Jahre später wurde ich hier während meiner Krebsbehandlung so toll behandelt. Und überhaupt mag ich die Leute dort, die natürlich den genauen Tag nachsehen konnten. Also Grund zur Freude, aber nicht unbedingt Grund zu bloggen.
(Das Bild ist KI-generiert)

Doch gestern kommt eine Meldung, die mich wütend macht. 
Schon jetzt ist die Zahnbehandlung etwas für Gutverdienende. Die Krankenkasse bezahlt drei Sitzungen bei einer Wurzelbehandlung, jede weitere zahlt man selbst. Ich muss zum Glück nicht oft zum Zahnarzt und nage nicht am Hungertuch, aber ich hatte auch schon Zeiten, in denen ich arm war. 
Wenn man nicht wie ich Glück mit der Praxis hat, wo seit Jahren alles versucht wird, dann muss man wohl einen Kredit aufnehmen, denn es gibt hier auch teurere Angebote. Und nun will der CDU-Wirtschaftsrat, dass alles selbst bezahlt werden soll. Man mag denken, dass dann alle nicht mehr zur Zahnarztpraxis gehen und wir stattdessen mit noch mehr schlechten Gerüchen als jetzt schon in Bus und Bahn und sonstwo konfrontiert sind. 
Außerdem ist schon jetzt mit die häufigste Todesursache Blutvergiftung, Sepsis, und die kann durch einen unbehandelten Zahn kommen.
Was aber ist mit den Zahnarztpraxen, wenn keiner mehr hingeht? Sie werden ihre Jobs verlieren. Wie wirtschaftlich ist das denn bitte? Durch die komischen Ideen der Politik haben schon Tierärzte geschlossen, jetzt geht's dann also an die Humanmedizin? Ich kann das echt nicht glauben. Hier wird wieder einmal Politik für Reiche gemacht. Besser kann man uns nicht sagen, wie scheiße Ihr das Volk findet, aber ich denke, das C in CDU fällt eh bald weg, dann heißt diese Partei nur noch DU. 
Traurig. Wie man überhaupt auf solche Ideen kommt. Es ist mir unbegreiflich.
(Das Bild ist KI-generiert)


1.2.26

Mini Booknook: Das magische Haus

Passend zum gestrigen Buch bekam ich ein Mini Booknook. Ich liebäugelte schon lange mit den größeren, aber so eine Fisselsarbeit liegt mir einfach nicht und man muss neben dem Mouse House und dem Playmobil-Hobby ja nicht noch etwas anfangen, was rumsteht. 
Bei der exklusiven Thalia-Miniausgabe handelt es sich um kleine Booknooks mit Magnet. Allerdings glaube ich nicht, dass diese Dinger lange an einer Kühlschranktür halten und besser an der Seite aufgehoben wären. Ich habe meines zu den anderen Häuschen in den Ficus gehängt und auch beleuchtet. 
Der Vorteil ist ganz klar: man benötigt keinen Kleber und kein anderes Zubehör und es sieht süß aus. Der Nachteil: das Herausbrechen der Einzelteile zieht manchmal kleine Farbecken ab, der Druck ist nicht richtig haltbar. Außerdem ist die Anleitung zwar ganz international und einfach, aber die Teile passen nicht so gut ineinander, zu feste drücken darf man aber halt auch nicht. Beim magischen Haus finde ich das gar nicht schlimm, es darf etwas windschief sein. Bei anderen Versionen hätte es mich geärgert, die sollten ja perfekt aussehen. Aber so ist es ganz niedlich und ich mag's. Warum einmal B8 übrig bleibt, bleibt ein magisches Rätsel🤭🧙🏼‍♀️
Thalia Mini Booknook 
Verschiedene Ausführungen 
je 9.99 Euro
// Unbezahlte Werbung 












31.1.26

Buchtipp: Die Stadt der kleinen Wunder

Dieses Buch ist mir zu-gefallen, denn es ist eigentlich ein Kinderbuch. Ab neun Jahren, aber das kommt aufs Kind an. 
Denn es geht um vergessene Kinder, die, die im Alltag untergehen oder die zu viel leisten müssen, um die Geschwister zu versorgen oder die einfach übersehen werden. Das könnte ein Kind aus einer intakten Familie zwischendurch beim Lesen traurig oder ängstlich machen, auch wenn die Geschichte wunderschön gelöst ist und sie Trost für Kinder aus nicht so tollen Familien sein kann. Mein neunjähriges Ich hätte sie genauso verschlungen wie mein fast 49jähriges Ich jetzt. Aber man sollte sie mit jüngeren Kindern unbedingt gemeinsam lesen, zumal die Erzählsprache des erst in die 3. Klasse gehenden Alfred mit all den Fremdwörtern (Klassifizierung, Blendwerk, Partisanen etc) nicht so ganz passt. 
Aber ich finde Amanda toll, die ganz besondere Ohren hat und beim Zeitungsaustragen all die Kinder hinter den Türen und Fenstern erkennt und ihnen Äpfel und andere Dinge bringt. Amanda lebt mit einer Katze und einer Krähe in einem geerbten Haus voller alter Schätze und es gibt so manche Überraschung für Alfred, als er dorthin kommt. Vor allem findet Alfred bei ihr einen Radiosender und gemeinsam gründen sie einen Sender für die vergessenen Kinder. Er lernt aber auch, wie heilsam das Kochen von Apfelmus ist und wie viele verschiedene Sorten Äpfel es gibt. Man möchte in diese Geschichte hineinfallen, sich in Alfreds Hängematte legen und immer bei Amanda bleiben, so schön ist es da. Wenn Du es verschenken möchtest, leg einen Apfel dazu. Oder koche Apfelmus, denn der Appetit darauf kommt beim Lesen. 

//Unbezahlte Werbung 

30.1.26

Buchtipp: Feelgood-DIYs

Mir war @dekokrams Catharina Junge kein Begriff, aber das Buch wurde im Newsletter meiner Lieblingsbuchhandlung vorgestellt und erinnerte mich an das, was ich zum Beispiel am ARD-Buffet liebte und jetzt auch noch oft bei der Sendung Kaffee oder Tee sehe: eine Auswahl an Rezepten und Kreativität.
Also musste dieses Buch her und inzwischen habe ich es durchgelesen. Es gibt für meinen Geschmack etwas zu viel Heißkleber (immer aber auch Alternativen) und Ikea-Hacks sowie Holzklötzchenideen. Alles andere ist aber ganz wunderbar. Das Buch beinhaltet wunderschöne Fotos, die meist eine Freundin von Catharina Junge gemacht hat, und die Rezepte inspirieren zu mehr. 
Die Dekoideen und DIYs gefallen mir gut, nur manche Anleitungen könnten ausführlicher sein - zum Beispiel glaube ich, dass den Brottütenstern Leute aufgrund dieser Anleitung im Buch nicht ganz so leicht nachbasteln können. Ich habe ihn schon vor vielen Jahren in unsere Fenster gehängt, sodass ich ihn ohne einzelne Schritte verstehe. Aber man kann ja im Zweifel alles im Internet nachschlagen. 
Die Texte sind sehr "nah", als würde eine Freundin mit Dir reden, und immer wieder wird auf die eigene Phantasie und Kreativität hingewiesen. Tatsächlich dachte ich letzte Woche, ich könnte mal wieder Taco Shells mit Chili sin Carne zubereiten und im Buch gibt es eine ganz tolle Bowl mit Nachos und einer Avocadocreme, die dazu einlädt, selbst in die Küche zu gehen. Ich mag es, dass Ideen fürs ganze Jahr darin zu finden sind und dass meine eigene Kreativität angepiekst wird💖
Der Topp-Verlag bzw frechverlag ist einer meiner liebsten und so bin ich froh über dieses neue Kleinod im Bücherregal, das ich sicherlich immer wieder benutzen werde.




29.1.26

Mein Katzenleben

 Dies ist Werbung - in eigener Sache - wenn Dir die Erzählungen der letzten Tage gefallen haben, lies gerne mein Buch "Mein Katzenleben". Ich habe es als Fortsetzung für die geschrieben, die wissen wollten, wie es nach meinem ersten Buch "Mein Krebs heißt Leben" weiter ging. In meinem zweiten Buch erzählt Schoko, der im Himmel auf einer Sommerwiese lebt, zusammen mit mir von unserer Katzenbande 😻😺🐱😽😼🙀🤩



28.1.26

Es gibt so viele Katzen

 Es gibt so viele Katzen und ausgerechnet ich lebe mit den schönsten🤭😽😽😽😽

Als mich Harry als Kitten auf einer Tierheimseite ansah, dachte ich nein, oh nein, nicht noch eine Katze, das wäre ja verrückt!
Das Bild war aber in mein Herz und Hirn schon eingebrannt und ich fragte nach, ja, er war noch nicht vermittelt. Also okay, Harry sollte zu uns kommen, wenn er alt genug wäre. Doch drei Wochen später hieß es "wir haben ein Problem. Wir können die Geschwister nicht auseinander halten und wissen nun nicht, welchen du ausgesucht hattest". Ich antwortete intuitiv: "Zwillinge trennt man nicht" und das war die beste Entscheidung. Nicht nur, dass die Zusammenführung mit der vorhandenen Katzenfamilie dadurch leichter wurde - diese Zwillinge haben eine Verbindung, die unbeschreiblich ist. Gleichzeitig sind sie so unterschiedlich und doch so gleich. Es ist einfach ein ganz besonderes Katzenleben durch sie geworden. 😻😻




27.1.26

Zu-fälle

Als Caramelli immer spielen wollte und Schoko eher müde schien, entschieden wir, noch zwei weiteren Katzen ein Zuhause zu geben. Es sollte ein Quartett, ein Kleeblatt sein, so die romantische Vorstellung.
Zwei Rote Katzen waren geplant, doch die wurden durch ein Missverständnis doppelt vermittelt und so ging es dann um den nächsten Wurf bzw zweimal Kitten, die gemeinsam in einer Pflegestelle auf ein Fürimmerzuhause warteten. Da gab es eine Rote Katze und Nummer Zwei war schnell gefunden, eine Tuxedokatze mit irrem Blick. Da sie gemeinsam die ersten Monate verbracht haben, dachten sie wohl, sie seien Brüder - und die Verbindung riss nie ab. Der kleine Schwarzweiße wurde Hong nach dem Lieblingsbistro genannt und der Rote Shirin, weil er so süß war und immer ein Mädchen sein wollte. Hong hat Shirin immer beschützt - und nur selten verhauen. Die anderen Brüder hingegen bekamen immer wieder zu spüren, dass Kleinerhong der Chef hier ist. 
Aus dem Kleeblatt wurde nichts. Schoko bekam acht Tage nach Ankunft der Kitten Flügelchen und starb urplötzlich in meinem Arm in der Nacht. Neben uns lag Caramelli und das war zu dieser Zeit noch nicht so normal, er war ja eher scheu. In den Tagen nach Schokos Tod schloss sich Caramelli den Kitten an und lernte, dass er klettern kann und wunderte sich in einem Karton sitzend, dass die Kleinen sowas toll fanden. 
Es wurde sehr trubelig durch die Beiden und das ruhige Katzenleben ist seitdem Geschichte. Hat uns allen gut getan 😼😽🐱😺😻🥰



Schoko



26.1.26

Opikatze

Mit einer alten Katze zu leben ist das Schönste, aber auch das Spannendste, Traurigste, Lustigste, Überraschendste.
Caramelli ist vielleicht das, was ich in meinem Leben am Besten hingekriegt habe. Er kam als völlig verängstigte zweijährige Tierheimkatze und lebte erstmal im Bücherregal. Er fauchte mich an, wenn ich mich ihm näherte, und fand Menschen grundsätzlich doof. Er war mit seinem Kumpel Schoko hergekommen, der sich sofort in unser Bett legte und so tat, als wohne er schon viele Jahre bei uns. In der Nacht zeigte er Caramelli alles und leise unterhielten sie sich mit Tönen wie "Ruhruh" und aßen gemeinsam. Sie zankten und spielten auch miteinander, wenn aber ein Mensch in der Nähe war, verschwand Caramelli immer wieder im Bücherregal. Von dort aus beobachtete er uns. 
Es dauerte mehrere weitere Verstecke, viele Leckerli und Monate, bis er am Familienleben teilnehmen wollte und sein erstes leises "Miau" war zaghaft und besonders. 
Inzwischen liebt er es zu klettern, zu kuscheln und hat ein sicheres Leben bei uns. Er hat im letzten Jahr abgenommen, sein Körperbau hat sich verändert und er ist ein alter Kater geworden. Er schreit morgens so lange in der Küche herum, bis sein Hühnchen gekocht ist, es kann aber auch sein, dass er nach dem Essen oder auch einfach mal nachts, wenn es ruhig ist, in einen anderen Raum läuft und brüllt. Wenn man ihn dann ruft, kommt er angerast, als habe er für eine Sekunde die Orientierung verloren, wisse nun aber, wo er hingehört. 
Er liebt Dosenfutter genauso, manchmal ist es aber unter seiner Würde und er verlangt erneut nach seinem Chicken. Wenn man es ihm hinstellt, haut er rein wie Bart Simpson. 
Wenn er Lust auf Vitaminpaste hat, schimpft er in den höchsten Tönen, bis der Mensch es versteht. 
Er schnurrt, wenn er den Bauch gekrault bekommt und liebt sanftes Licht von seiner Lichterkette.
Gerne liegt er unter der Heizung, mag im Sommer aber auch das große Kissen vor dem Balkon (darauf könnte ihm ja der Himmel auf den Kopf fallen, so ohne Dach), auf das die Sonne scheint. 
Der Abschied naht und das ist traurig. Aber die Dankbarkeit, dass aus diesem ängstlichen Klopper so ein anschmiegsames Kätzchen geworden ist, überwiegt. Und jetzt schreit er nach Essen. 😺



25.1.26

Croissantliebe

Warum ich Croissants so mag? Dazu gibt's eine wahre Geschichte:
Ich hatte vor gut achtzehn Jahren Krebs. Damals bekam ich u.a. an Tag 1 und 8 Chemotherapie und dazwischen war immer Pause. Allerdings standen von Tag 1 bis 7 Lebensmittel auf der Liste, die sich mit den Chemomitteln der ersten Runde nicht vertrugen. Ich hab's natürlich trotzdem einmal ausprobiert - Stiche im Brustkorb, in der Lungengegend, waren nur eine fiese Nebenwirkung. Also verzichtete ich fortan in den ersten Tagen immer auf Dinge wie Gebäck, bestimmte Gemüsesorten und Kaffee  und kaufte nur eine Gemüsebrühe ohne Hefeextrakt online ein - inzwischen gibt es sehr viele Biomarken, die auf Hefeextrakt verzichten und das ist sowieso gesünder, also behielt ich das bei. 
Mein Highlight an Tag 8 war jedoch: 
das Croissant. 
Neben der Klinik war ein Bäcker und ich holte mir dort, sofern Hartz IV es zuließ (ja, lief damals total gut bei mir..), ein Croissant und der Geschmack war einfach nicht zu toppen. In den Tagen zuvor hatte ich ja schon kein Gebäck gegessen und in den Folgetagen würde es Knäckebrot und Gemüsebrühe mit Schmelzflocken geben - denn dieser kleine Chemobeutel an Tag 8 war superfies - die 24 Std danach waren noch ganz okay, aber dann konnte ich nicht mal mehr die Treppe runtergehen und übel war es mir. Sobald ich einige Tage später wieder Appetit verspürte, zum Beispiel auf Salat mit Tomaten, bemerkte ich, dass die Chemomittel den Geschmackssinn veränderten - Tomaten schmeckten nach Banane und so weiter. Gleichzeitig bekam ich Heißhunger auf Sahne mit Vanillezucker, der Doc sagte, ist okay, Ihr Körper braucht wohl Calcium, oder gebratenen Reis mit Mais vom Asiaten aus dem Einkaufszentrum. Andere Dinge verursachten weiterhin Übelkeit. 
Aber das Croissant an Tag 8, das war's. Ich werde diesen Luxus niemals vergessen. Und darum probiere ich, egal, wo ich bin, immer gerne Croissants. 
Die Dinger herzustellen ist eine Kunst. 
Ich bewundere alle, die das können. Und natürlich gibt es Unterschiede und nicht immer bin ich überzeugt. Aber sich a) das Croissant leisten zu können und b) wieder alle Geschmacksnerven beisammen zu haben, das ist pures Glück 🥐





24.1.26

Pleiten, Pech und Papa von Kristina Hortenbach

Wenn Du heute in die Stadt gehst, hol Dir dieses Buch. Wir alle brauchen etwas zum Lachen in diesen Zeiten und dieses Buch macht die Welt ein bisschen besser. 
Übrigens hat die Buchhandlung Eulennest in Baden-Baden die Geschichte vorrätig. Ab Montag ist dort geschlossen wegen einer Baustelle, aber sie sind trotzdem erreichbar, liefern Bücher oder Du holst bestellte Bücher in der Stadtbibliothek ab. Aber Du kaufst das Papabuch ja eh heute vor Ort, nicht wahr? 
// Unbezahlte Werbung 


23.1.26

Ganz einfach

Wer mit mir befreundet sein möchte, und das sage ich mit der gewissen Arroganz, die nur Endvierzigerinnen haben, die das Leben kennen, sollte demokratisch wählen. Außerdem der Intoleranz gegenüber intolerant sein und der Realität ins Auge blicken: 
Das, was bestimmte Parteien predigen, was angeblich Geflüchtete aus Deutschland machen werden, plant die mir nicht sympathische Partei ja erst recht. Welche Rechte haben Frauen denn schon im Parteiprogramm der Rechten? Da kenne ich liberalere Geflüchtete. Es ist kein Privileg, in Deutschland geboren zu sein und ganz sicher nur Zufall. 
Es macht mich sauer, dass Menschen denken, dass sie etwas Besseres sind oder dass Kriminalität ausschließlich von Menschen mit Migrationsgeschichte ausginge. 
Ein Mensch, der anderen etwas antut, ist ein Arsch. Das heißt aber nicht, dass alle dies tun werden, die bei uns Schutz suchen. 
Sonst müsste man ja davon ausgehen, dass, weil ein Mann irgendwo einbricht, alle Männer irgendwo einbrechen.
Wenn man sich ein bisschen mit Religion und der Geschichte unserer Menschheit befasst, so weiß man, dass auch Christen viel viel Mist gebaut haben. Aber es sind nicht alle Christen schlecht. 
Ich nehme gerne aus allen Religionen oder Weltanschauungen etwas mit. Ich habe mich schon vor dreißig Jahren damit befasst und viele Gemeinsamkeiten gefunden, aber auch Dinge bei allen Religionen, mit denen ich so gar nichts anfangen konnte. 
Wer von alldem nichts wissen möchte, kann vielleicht Der Kleine Prinz lesen oder Der Prophet. Da kann man viel lernen.
Unserer aktuellen Regierung täte es vielleicht auch gut. Wir oft bin ich krank zur Arbeit gegangen, wie oft hatte ich zwei Jobs gleichzeitig. Aber da stellt sich ein Kanzler nun hin und zeigt, wie sehr er uns kleines Volk verachtet und keiner bremst ihn. Auch er kennt das Leben wohl nicht, ich empfehle ein Praktikum a la Undercover Boss.
Schon zur letzten Wahl habe ich solche Bildchen erstellt und poste heute hier nochmals zwei, weil ich finde, dass man es gar nicht oft genug sagen kann. 


Und dann gibt es noch den einen Punkt, dass die mir nicht sympathische Partei und deren Wählende oftmals Homosexualität gleichsetzen mit Pädophilie. Ist Quatsch. Hat nichts miteinander zu tun. Oder wenn sie Nonbinär nicht verstehen oder Trans*Personen diskriminieren. Wir sind alle Menschen. Hauptsache, wir lieben einander  gleichberechtigt. 
Hauptsache, wir leben in Sicherheit.
Also, wenn ich neue Leute kennenlerne, hab ich immer wieder gute Lust, einen Fragebogen hervorzuziehen, der den Verstand abcheckt und die politische Gesinnung. Mache ich natürlich nicht, aber ich mache sehr schnell klar, wo ich stehe. Da kann man mich auch linksgrünversifft nennen. 
Es zählt nur eines:
Liebe. Immer.

22.1.26

Erinnerungskatze

Ich habe mit einer Roten Katze gelebt und das war mit das Schönste, was mir in meinem Leben passieren konnte.
Als vor Jahren eine Freundin sagte, dass ich eine Katzenfrau sei, schüttelte ich lachend den Kopf. Auf keinen Fall, ich bin doch Hundemensch, meinte ich und doch siegte einige Jahre später die Vernunft - Zeit für einen Hund und die Spaziergänge hatte ich zu dieser Zeit nicht und zum Hundesitten hatte ich auch keine Gelegenheit mehr. Mir begegneten andauernd Katzen und wie Du ja weißt, nahm ich zwei aus dem Tierheim auf. Zwei Jahre später noch zwei, und da war die Rote Katze dabei. Sie war im Gegensatz zu den anderen noch ein Baby und damit auch mein erstes Katzenbaby. Schon am ersten Tag guckte er mich an und sagte quasi "hey Mama!" Fortan turnte er auf mir herum, rannte an mir hoch oder lag bevorzugt auf mir drauf. Zwei Jahre lang, dann wurde er krank und kletterte nicht mehr so rasant, aber er lebte noch weitere acht Jahre und wir waren sehr eng verbunden miteinander - und er lag jeden Tag in meinen Armen. 
Jetzt jährt sich bald sein Todestag wieder - ich nenne es Flügelchentag. Ich hatte seit dem Flügelchentag oft Rote Katzen als Sticker oder Figur geschenkt bekommen und auch eine Katze filzen lassen und eine Keramikkatze selbst bemalt. Jetzt sah ich auf Threads eine Frau ganz in der Nähe, die Tiere häkelt. Noch eine Katze, überlegte ich, kann ich die nicht selbst häkeln? Brauche ich die überhaupt? 
Ich beschloss, dass der Aufwand, Wolle in der passenden Farbe zu bestellen und Augen und dann auch noch die Nerven zu haben, das korrekt nachzuhäkeln, teurer ist, als mir eine kleine Katze bei ihr zu bestellen. Und nur eine Woche später war sie schon da. Sie ist ein bisschen pummelig, erinnert an Garfield, aber sie hat seine grünen Augen und pummelig war er in den ersten beiden Jahren ja auch. 
Ich liebe diese Erinnerungsstücke 😺


21.1.26

Sushiliebe

Alle paar Wochen treffen eine Freundin und ich uns beim Sushi und reden übers Leben, übers Lesen und Schreiben und über Menschen. 
Ich liebe Sushi und ich liebe diese kurzweilige Stunde. Und wenn sie dann fragt "Haben Sie Karamell-Mochi-Eis da?" freue ich mich, denn wie hoch ist schon die Wahrscheinlichkeit, dass jemand dieselben Dinge mag und dass man sich in diesem Leben trifft und behält? 
Es ist mir immer ein Fest. 





20.1.26

Blue Monday

Ha! Gestern war also Blue Monday. Und ich hab letzte Woche erst gesagt, wir müssen uns Weihnachten in den Januar ziehen.
Esst. mehr. Lebkuchen!
Ich habe jedenfalls gestern zum ersten Mal von diesem Blue Monday gehört, der ja ach so trostlos sein soll, und hatte mich schon über die tollen blauen Alben bei Deezer gefreut.
Blau ist ja in Deutschland leider seit einer unsäglichen Partei negativ behaftet und ich hole mir regelmäßig mein Blau zurück, weil ich die Farbe total liebe und sie mir von diesen Leuten nicht wegnehmen lassen will.
Blue in englischsprachigen Songs finde ich immer so bittersüß und blaue Tinte im Füller liebe ich. Blau ist einfach toll, denkt nur mal an den Frühlings- oder Sommerhimmel oder gar die Blaue Stunde, bevor es dunkel wird😍 
Gäbe es blaue Katzen, würde bestimmt eine mit uns leben. 






19.1.26

Neue Playmobil-Tütchen

Man muss auch mal Glück haben.
In unserem Bekanntenkreis weiß man, dass ich mich gut mit Playmobil auskenne und auch gerne gebrauchte Figuren kaufe. 
So war mein Auftrag, Ritter, Ritterfrauen und Burgfräuleins zu erwerben. Der eine Dealer hatte keine Ritterinnen, der andere antwortet nicht mehr. Also war die Freude groß, als letzte Woche die neue Playmobil Figures Serie 29 erschien - mit zugegeben flacher Brust, aber in den pinken Mädchentüten, mit Ritterinnen im Rock.
Diese Tütchen enthalten Figuren in Einzelteilen, man baut sie selbst zusammen, nachdem die geneigte Sammlerin die richtigen Figuren ertastet hat. Bei den Ritterinnen ist der runde Schild das Indiz, bei der Eiskönigin, die ich unbedingt haben wollte, die Kopfbedeckung. Denn ihr Kleid fühlt sich auch wie ein Umhang an. Hexe und Teufelin brauchte ich für meine Sammlung. 
Der erste Dealer schickte mir Ritter und Burgfräuleins und nun können wir mit Alt und Neu die vorhandene Burg bestücken. // Unbezahlte Werbung 




18.1.26

Wenn es noch still ist

Sonntage waren früher Hektiktage. 

Ich arbeitete für die Freizeit anderer, erst als Leitung eines Ticketservices, dann im Hotel, zeitweise auch in beiden Jobs. 
Während ich meist Spätdienst im Hotel hatte, wurde ich manchmal auch im Frühdienst am Sonntag eingeteilt. Mir waren die Geschäftsreisenden unter der Woche lieber als die, die am Wochenende unsere Stadt samt Kultur erkundeten. Vermutlich, weil ich mich den Menschen mit müden Augen verbundener fühlte.
Ich war an diesen Tagen dauermüde, während ich inzwischen ein früher Vogel bin. Trotzdem arbeite ich lieber nachmittags.
Sonntags konnte ich vor unseren Schalteröffnungszeiten im Ticketservice Büroarbeit erledigen. Was ich da nicht schaffte, musste am Montag, eigentlich Ruhetag, gemacht werden. Und dann waren da ja auch noch die Veranstaltungskassen. Meist abends nach Schalterschluss, manchmal auch nachmittags fürs Kinderprogramm, mein Highlight aber waren, auch wenn ich an diesen Sonntagen weniger Büroarbeit schaffte, die Matineen der Philharmonie. Diese Kassenzeiten durfte ich mit einem Menschen verbringen, der sich nicht zu schade dafür war, den ein oder anderen Stuhl an seinen Platz zu tragen oder auch den Einlass zu machen. Hinzu kamen ein ganz besonderes philosophisches Verständnis und somit immer bereichernde Gespräche. Wer mir schon länger auf Instagram folgt, weiß, dass es sich um AJ handelt, der uns in seinem letzten Lebenssommer "Freude, Gelassenheit, Mitgefühl und Liebe" als die vier Unermesslichkeiten mit auf den Weg gegeben hat.
Da wir beide immer pünktlich waren, hatten wir so auch viel Zeit, bevor die Gäste kamen. Wortwitz und Ernsthaftigkeit machten die Beständigkeit unserer Zusammenarbeit auf Augenhöhe aus. Und wenn einmal eine Gesprächszeit nicht genügte, tranken wir nach Konzertbeginn noch einen Espresso miteinander - er hatte ja bereits die Proben gehört und ich hätte keine Zeit fürs Konzert gehabt, musste ich doch wieder ins Büro. 
Wenn ich heute an einem Sonntag früh aufstehen muss, weil ein Kater sich bevorzugt auf frischer Wäsche übergeben hat oder alle Hunger haben, so trage ich diese Stunden in meinem Herzen. Während es draußen langsam hell wird, denke ich: Ich habe viel von AJ gelernt und gleichzeitig gab er mir etwas, das nicht viele Menschen in Leitungspositionen können: ein Miteinander auf Augenhöhe. Er wertschätzte meine Antworten auf seine Fragen und umgekehrt respektierte ich ihn, auch wenn wir ständig augenzwinkernd Witze miteinander machten.
Als Leute einmal über seine gelben Schuhe sagten, es sei eine unmögliche Farbe zum Anzug, zog ich am nächsten Tag meine gelben Schuhe an und er lachte die ganze Zeit.
Ich bin dankbar, dass alles seine Zeit hat und dass jetzt die Zeit für ruhige Sonntage ist und ich einen Werktagsjob habe. So, wie wir es brauchen, die Katzen und ich.




17.1.26

Weihnachten das ganze Jahr

Es gibt Dinge, die sollten meiner Meinung nach viel länger gehen. Zum Beispiel das Gefühl von Weihnachten. 
Im Januar ist es oft so ein Gefühl von Undwasjetzt? nach dem Neuanfang, vielleicht mit Vorsätzen oder auch Mitgenommenem aus dem alten Jahr. Für mein Empfinden wäre das Chinesische Neujahr zeitlich passender, darauf kann man sich einstellen. Aber das Leben ist nur insofern ein Wunschkonzert, als wir uns selbiges selbst komponieren dürfen. 
Was spricht also gegen die Sale-Lebkuchen-Bestellung Mitte Januar? Nichts. Ich mache das schon einige Jahre und zelebrieren meine Wochenendkaffees damit. Dominosteine, Lebkuchen-Überraschungspakete, alles ist jetzt günstiger zu haben und meistens haben wir im Januar öfter weihnachtliches Wetter als im Dezember. Ich meine, ab einem gewissen Zeitpunkt im Leben wird uns doch klar, dass unsere Weihnachtszeiten begrenzt sind. Wie viele Frühlinge dürfen wir wohl noch erleben? Also lasst uns das alles genießen! 
Die Lichterketten hängen ganzjährig, sie sehen auch an Sommerabenden sehr hübsch aus. Und die Weihnachtsdeko? Hier gibt es immer wieder Dinge, die ich vom Weihnachtsbaum an den Ficus hänge und mich das ganze Jahr daran erfreue.
Der Weihnachtsbaum wird zusammengeklappt und verstaut, aber die Anhänger bleiben zum Teil.