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14.11.11

Aufmerksamkeit


Dieses Bild hat heute jemand auf Facebook geteilt und ich finde es äußerst interessant. Wenn man nämlich den Gedanken weiterspinnt, können uns doch auch nur die verletzen, die wir lieben - die anderen sind uns egal. Und wenn wir die verletzen, die uns lieben, geschieht das nicht mit Absicht - sondern vielleicht sogar aus der Ignoranz heraus, dem Selbstschutz - dem Sichnichtöffnenkönnen oder -wollen. Wenn man mal ein bisschen aufmerksam durch die Welt geht, finden wir tagtäglich solche Situationen - das Paar, bei dem der eine den anderen (der dann schweigt) anmeckert, weil er die falsche Sorte Wurst in den Einkaufswagen gelegt hat. Der ungeduldige Kollege, die gestresste Verkäuferin. Mit einem lieben Wort kann man so viel heilen - und mit einer bösen Miene so viel zerstören. Es gibt Menschen, die machen uns zu Freunden - oder wir sie - im besten Falle beruht es auf Gegenseitigkeit, ein Gleichgewicht, eine Freundschaft oder Partnerschaft, die wächst und gedeiht, man freut sich, sich zu sehen, zu hören, zu lesen, weiß aber auch, wenn der Alltag mal wieder vorbeirast, man verliert sich dennoch nicht. Im blödesten Fall schauen wir nicht nach rechts und links, Missverständnisse bauen sich auf, es gibt Streit oder Tränen oder beides. Gingen jedoch alle ein bisschen aufmerksamer durchs Leben und redeten miteinander, so würde es Gedanken wie diesen Facebookzettel nicht geben - wir würden die finden, die zu uns passen und die loslassen, die uns eine zeitlang auf unserem Weg begleitet haben - in Liebe, in Dankbarkeit, dass man diese gemeinsame Zeit haben durfte. Für mich ist dieses Foto Anlass, mich daran zu erinnern, wie man noch aufmerksamer sein kann. Für seine Lieben, aber auch für sich. Und: Vor allem für sich selbst. Denn ignorieren wir uns nicht, können wir auch unsere Lieben nicht ignorieren. Weil wir sie brauchen wie die Luft zum Atmen.
Eine gute Woche für Euch von Frau Schess

14.10.11

Die Freitagsfrage

Naaaaa? Gute Woche gehabt? Manch einer wird sagen "oh nee, ich hatte nur Stress". An anderen Wochen-Enden denkt man "puh, ich war ganz schön lange traurig" oder "aufregende Tage liegen hinter mir" oder "wie konnte die Woche so rasen?"
Ob Urlaub, Arbeit, Alltag, Aufregendes - in jeder Woche geht´s eigentlich gleichermaßen bergauf und bergab. Wir denken nur, es sei eine schlechtere oder bessere Woche gewesen. Denn nimmt man rückblickend die Summe aller schönen Momente: Ein Blick, ein liebes Wort, spontane Begegnungen und gute Bücher, gutes Essen, Kaffee, Tee, ein Bild oder ein guter Zeitungsartikel, Post, wiedergefundene Musik oder auch nur das Türeaufhalten vom Menschen vor einem, eine fröhliche Verkäuferin, Sonne, wenn der Wetterbericht Regen vorausgesagt hatte, Draußensitzen im Oktober - dann kann das Leben doch nur REICH sein. Und dann war´s bei allem Stress und Alltag vielleicht doch - ´ne schöne Woche? ;o)

9.4.11

Glück finden

Es wird dich finden, das Glück, habe ich neulich jemandem gesagt und jemand anders geschrieben. Warum ich mir da so sicher bin? Weil man offen sein sollte für´s Leben und das, was es einem gibt. Irgendwann ist das bestimmt bei jedem, der ein bisschen versucht, seinen Weg zu gehen und auf die Leitplanken zu achten, so.
Und dann kann man dankend annehmen, was einem an Gutem widerfährt. Heute habe ich auf DANKSTELLE bei Facebook gelesen: "Motto des Tages: Das Leben versorgt mich mit allem, was ich brauche" - und das stimmt bei mir total. Alles Schwierige, was mir jemals geschehen ist, hat mich wachsen lassen. Alles Blöde hatte irgendwann etwas Gutes - oder ich wusste das danach folgende Glück mehr zu schätzen. Darum liebe ich mein Leben und bin dankbar, dass es mich in der Tat mit allem versorgt, was ich brauche.
Ich liege nicht im Krankenhaus, ich habe eine Beruf(ung) gefunden, einen Job, den ich liebe und Menschen, die mich in Ruhe lassen wenn ich Ruhe brauche und da sind, wenn ich Fragen an das Leben, an sie habe - oder einfach nur ein Käffchen trinken mag. Ich habe genug zu essen und mittlerweile wieder die Möglichkeit, Geld zu spenden, anderen etwas abzugeben. Oft werde ich gefragt, was ich mir wünsche. Spontan fallen mir drei Dinge ein: Weltfrieden, Gesundheit für alle und ein Teleskop. Weil ich gerne die Sterne angucke. Ich bin ein reicher Mensch, denn ich fühle mein Glück.
Es heisst in einem Spruch, dass in der Mitte der Nacht ein neuer Tag beginnt. Wenn man heute traurig ist, sind dort schon das Glück und die Fröhlichkeit verwurzelt.
Man muss nur daran glauben.

♥

7.2.11

Was mich so beschäftigt /Pt. 4: Schokolade in Plastik?

So muss Schokolade aussehen!


Früher liebte ich das Geräusch von Schokolade-Verpackungen: Zuerst ein Ritschritsch, um das zusammengeklebte Papier zu öffnen, dann das Knistern von Alufolie. Damals war lediglich die Schokolade mit den ganzen Haselnüssen von Aldi in durchsichtige Folie verpackt und drumherum eine Pappschachtel, die ein kleines Guckloch zur Vorfeude offen ließ.
Heute ist sogar meine Lieblingsbioschokolade in Plastik eingeschweißt. Wieso bloß? Glücklicherweise gibt es noch Zotter mit Goldpapier und Mitzi Blue in Knisterfolie - denn das Gesamtschokofeeling hat man einfach nicht bei diesem "Zwackratsch"-Plastik-Gedöns...

Die Postkarte.




















Als ich jünger war, gab es bei uns in der Klasse eine Art Wettstreit
- wer bekam während der Sommerferien die meisten Postkarten? Und wer suchte die schönsten aus? Heute schreibe ich
Postkarten zu jeder Gelegenheit. Genesungs- und Geburtstagswünsche, einfach-mal-so-Karten und eine kurze Mitteilung zur Kaffeeverabredung, aber auch, um den Freunden zu sagen, wie sehr ich sie mag. Und das ist gar nicht altmodisch ;o)