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4.4.14

JR ARTIST im Museum Frieder Burda

Ich bin ja wie Ihr wisst immer mal gern in Museen und am liebsten sehe ich Fotoausstellungen: Derzeit muss ich nicht mal wegfahren, denn hier gibt´s im Museum Frieder Burda DIE obermega coole Ausstellung. Viele kennen JR ARTISTs Werke, Ideen rund um die Welt - er beklebt zB Häuserfassaden oder Treppen mit Fotografien. In Baden-Baden haben wir einige Wochen gewartet und gestaunt, was da bei uns passiert - zum Beispiel beklebte er das Festspielhaus, das ich vom Merkur aus fotografieren konnte. Die anderen zeige ich Euch so nach und nach :) In der Ausstellung selbst können wir seine Werke beim Holi in Indien oder in Slums, auf Zügen und auf umgedrehten Häusern bewundern. Und im Keller des Museums kann man Teil des insideoutproject werden. Man setzt sich in JR´s gemusterte Photobox, sieht sich auf einem Bildschirm und kann schließlich  selbst den Auslöser betätigen. Wenige Minuten später bekommt man es als Plakat und per Email, kostenlos. Ich freue mich, dass mein "Survivor"-Bild geklappt hat - mein altes Ich auf dem kleinen Foto schaut nach der neuen Jess.
Ich werde in letzter Zeit immer auf mein Haar angesprochen - Viele kennen mich nur aus der Vorher-Gefärbt-Zeit oder gar Nach-Krebs-Zeit. Das Haar jetzt ist fünf Jahre alt und darum so gesund :) Ich hab einfach nochmal "reset" gedrückt :D

19.12.10

Jess im Museum

Derzeit gibt es in unserem Baden-Badener Museum Frieder Burda eine ganz unglaubliche Ausstellung: Gregory Crewdson und Duane Hanson - der eine fotografiert, der andere war Bildhauer. Leider ist letzterer mittlerweile verstorben, hinterlässt aber derart naturgetreue Figuren, dass ich manchmal dachte, wenn jetzt hier einer "Versteckte Kamera" dreht und ein Mensch sich "buh!" schreiend aus einer Gruppe Figuren löst, wundert mich das nicht. Queenie, die schwarze Putzfrau, spielende Kinder oder eine lesende Touristin - alle könnten sich bewegen und mit uns reden, so scheint es. Eine Figur hat Krampfadern, eine andere aufgerissene Hände und die Arme sind leicht abgeschürft - das ist absolut aus dem Leben.
Dazwischen hängen die Fotos von Crewdson und die beeindrucken, weil sie wie Filmszenen wirken oder manchmal wie Gemälde - "Birth" hat es mir besonders angetan, aber auch alle anderen sind so besonders und voll kleiner Details, dass ich sie mir immer wieder angesehen habe.
Für mich ist dies eine Ausstellung, die ich jeden Tag besuchen könnte. Die Figuren wirken schnell wie alte Freunde und auf den Bildern entdeckt man sicher jedesmal etwas Neues.
Wenn dann noch die Morgensonne in dieses besondere Museumsgebäude scheint und man draußen das Leben in der Lichtentaler Allee betrachtet, ist das alles ein Gesamtkunstwerk. Absolut sehenswert! (Aber das Untergeschoß zuletzt besuchen, denn da bekommt man einen Einblick in die Kunst der beiden, die gleichzeitig vor allem Handwerk ist - und ein bisschen Illusion braucht man....)