12.6.10

Buchtipp: Die Bücherdiebin/Markus Zusak

Dieses Buch ist der Hammer. Nicht nur, dass es vom Tod persönlich erzählt wird - nein, die ganze Sprache, Geschichte und Personenauswahl ist Markus Zusak derart gelungen, dass ich voller Hochachtung an dieses Buch zurückdenke. Allerdings wachsen einem die Leute in dieser Geschichte ziemlich ans Herz. Geschichten aus dem Zweiten Weltkrieg haben mich schon immer interessiert. Herr Zusak hat seinen Eltern und Großeltern ganz genau zugehört. Und zeichnet eine Welt, in die man auf ganz unglaubliche Weise abtaucht.
Die kleine Bücherdiebin findet schnell Freunde in ihrer neuen Welt am Rande von München, wo sie bei Pflegeeltern wohnt und lesen lernt. Wer Bücher liebt, kann ihren Drang, die Buchstaben zu verstehen, nachvollziehen. Ihre Freunde sind ganz besondere Menschen - genau wie die etwas derbe Pflegemutter und der nachts an ihrem Bett über die Alpträume wachende Pflegevater. Schon nach kurzer Zeit hat man das Gefühl, sie alle schon einmal getroffen zu haben. Ein bisschen wie Momo zieht sie alle in ihren Bann, als sie im Luftschutzkeller aus Büchern vorliest oder mit ihrem jüdischen Freund Max Geschichten austauscht.
Am Ende des Buches, das man trotz der vielen Seiten erstaunlich schnell erreicht, braucht man auf jeden Fall eine ganze Packung Taschentücher - aber das ist ja auch mal ganz reinigend;o)

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