30.10.09

Begegnungen

Gestern habe ich einem wunderbaren Konzert der Wiener Philharmoniker im Festspielhaus lauschen dürfen.
Dabei fiel mir ein, dass mir dort vor der Tür einmal Helene Grimaud begegnet ist. Für mich ist sie eine ganz besondere Pianistin, aber auch Autorin. Sie beschreibt ihr Leben mit Wölfen im ersten Buch und im zweiten erzählt sie von Begegnungen, die sie auf einer Auszeit-Reise hat, und sie nimmt die Leser mit auf ihre Reise zu den vielen Persönlichkeiten, die alle etwas zu sagen haben und von denen jeder etwas lernen kann. Ich war damals sehr froh, dass ich ihr sagen konnte, wie wundervoll ihr Buch ist. Diese Begegnung werde ich nie vergessen.
Aber: man hat immer wieder solche Situationen, finde ich. Ob es nun eine Ladenübernahme ist - und man findet plötzlich einen warmherzigen Menschen mit Hund dort vor, der sich freut, wenn alte Stammkunden neue Stammkunden werden - oder man alle naslang denselben Nachbarn auf ein Schwätzchen trifft. Oder völlig fremde Menschen, die im Zug am Automaten Hilfe brauchen und man so auch kurz miteinander ins Gespräch kommt. Diese kleinen Inseln im Alltag sollte man, glaube ich, wichtig nehmen. Kurze Gespräche über Dies und Das können sich zu ganzen Lebenseinstellungsunterhaltungen entwickeln, zum Beispiel zwischen bunt und zufällig (wenn man denn an Zufälle glauben mag) zusammengewürfelten Kollegen, die plötzlich feststellen, dass sie eine Menge Gemeinsamkeiten haben. Oder man erhellt den Tag, indem man Kollegen mit der Hauspost an Geschäftliches geheftete Grüße oder Freunden mit der Briefpost Kärtchen schickt.

Es gibt so viel im Alltag zu entdecken - und Begegnungen bleiben im Herzen.

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